Hallo,
es sei darauf hingewiesen, daß es noch ein paar Tage möglich sein könnte,* dem Sirius in den Morgenhimmel zu folgen. Übermorgen (So, 27.9.) kulminiert er um 7:48 MESZ in 23 Grad Höhe (Angaben für Frankfurt/Main). Dann steht aber die um 7:19 aufgegangene Sonne auch schon 4 Grad hoch.
Man sollte also eher anfangen, so gegen 6:00, noch kurz vor Ende der astronomischen Dämmerung. Sirius steht dann 19 Grad hoch. Ich suchte gerade noch nach einem Anzeigerstern zum Südmeridian und kam leider nur auf Arneb (Alpha im Hasen, +2,6 mag) genau unterhalb Orions. Der hat 1 Grad weniger Deklination und kulminiert um 6:35 in 22 Grad Höhe. Deneb Kaitos (Alpha im Wallfisch, +2 mag) kulminiert schon um 1:51 und ebenfalls in 22 Grad Höhe, aber am sehr aufgehellten Himmel unterhalb des Vollmondes.
Viele Grüße
Elmar
*Achtung, Tagsichtungen von Sirius sind "kein leichtes Brot", selbst mit Fernglas, was sich ohnehin für das obige Programm empfiehlt.
Morgensichtbarkeit Sirius
Moderator: StefanK
- Elmar Schmidt
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- Elmar Schmidt
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Re: Morgensichtbarkeit Sirius (negativ)
Letzte Nacht war es bestechend klar, vgl.
https://forum.meteoros.de/viewtopic.php ... 95#p254899
so daß ich den Morgenhimmel ab 6:00 MESZ in den Blick nahm, insbesondere Sirius (-1,18 mag mit Extinktion). Der war um 7:11 MESZ noch gut freisichtig. Das S/N zur Hintergrundleuchtdichte von 126 cd/m^2 lag bei 1,7 : 1 gemäß meinem "Sonneberg-Modell" (*). Meine letzte Sichtung fand aber schon um 7:20 statt, bei 286 cd/m^2, woraus ein S/N = 0,75 (1 : 1,3) folgte. Da war gerade die Sonne aufgegangen, so daß es sich um keine Tagsichtung handelte (für die wir mehr als 2 Grad Sonnenhöhe verlangen).
"Verloren geben" mußte ich Sirius schon um 7:32 (Sonnenhöhe 2 Grad), bei 600 cd/m^2 und einem S/N = 0,36 (1 : 2,8) und fand ihn auf die Schnelle auch nicht mehr im 6,5x21. Weitere Versuche gab ich auf. Bis 9:30 stieg die Himmelshelligkeit auf 2-3000 cd/m^2 an, was ein formidables S/N von weniger als 1 : 10 bedingt hätte, bei dem ich mir keine Erfolgschance mehr gebe.
Rigel (+0,31 mag mit Extinktion) verschwand für mich übrigens um 7:02 bei 20 cd/m^2, obwohl das zugehörige S/N noch bei 2 : 1 lag. Ich konnte mich wegen Sirius aber nicht auf ihn konzentrieren. Womöglich versinken schwächere Sterne auch schneller in der Dämmerung; das verheißt keine guten Aussichten für Canopus mit -0,74 mag (laut Arizona-Tonantzintla-Katalog, den ich für die zuverlässigste Quelle für helle Sterne halte).
Ich habe auch an Venus den Eindruck gewonnen, daß meine altersmüden Augen für nicht weniger gut sind als 1 : 2 und werde daher mit dieser Visusfunktion hier keine Tagsichtungen von Sirius mehr versuchen, es sei denn, ich könnte dafür ein GoTo-Teleskop mit Visier verwenden.
Ich schließe aber nicht aus, daß Tagsichtungen von südlicheren Premiumstandorten, wo Sirius höher am Himmel steht, und die Himmelsleuchtdichte bei nur 1000 cd/m^2 liegt, möglich sind. Aus diesen Angaben käme man auf ein S/N von 1 : 4. So ähnlich stufe ich jene Mittagssichtung von Günther Können auf La Palma ein. Gut wäre es aber, wenn danebenstehende und jüngere Himmelsunkundige so etwas bestätigen; denn es ist bei (Über-)Motivierten nicht auszuschließen, daß sie sich etwas einbilden.
Gruß, Elmar
(*) beim Modell für Grenzhelligkeiten arbeite ich zwar lieber mit Leuchtdichten, habe es aber nochmal auf die Magnitidun-pro-Quadratbogensekunden-Skala umgestrickt** (doch messen die SQM-Geräte überhaupt Tag- und Dämmerungshelligkeiten?):

**Die Umrechnung lautet L = 2,512^(12,5-H)
https://forum.meteoros.de/viewtopic.php ... 95#p254899
so daß ich den Morgenhimmel ab 6:00 MESZ in den Blick nahm, insbesondere Sirius (-1,18 mag mit Extinktion). Der war um 7:11 MESZ noch gut freisichtig. Das S/N zur Hintergrundleuchtdichte von 126 cd/m^2 lag bei 1,7 : 1 gemäß meinem "Sonneberg-Modell" (*). Meine letzte Sichtung fand aber schon um 7:20 statt, bei 286 cd/m^2, woraus ein S/N = 0,75 (1 : 1,3) folgte. Da war gerade die Sonne aufgegangen, so daß es sich um keine Tagsichtung handelte (für die wir mehr als 2 Grad Sonnenhöhe verlangen).
"Verloren geben" mußte ich Sirius schon um 7:32 (Sonnenhöhe 2 Grad), bei 600 cd/m^2 und einem S/N = 0,36 (1 : 2,8) und fand ihn auf die Schnelle auch nicht mehr im 6,5x21. Weitere Versuche gab ich auf. Bis 9:30 stieg die Himmelshelligkeit auf 2-3000 cd/m^2 an, was ein formidables S/N von weniger als 1 : 10 bedingt hätte, bei dem ich mir keine Erfolgschance mehr gebe.
Rigel (+0,31 mag mit Extinktion) verschwand für mich übrigens um 7:02 bei 20 cd/m^2, obwohl das zugehörige S/N noch bei 2 : 1 lag. Ich konnte mich wegen Sirius aber nicht auf ihn konzentrieren. Womöglich versinken schwächere Sterne auch schneller in der Dämmerung; das verheißt keine guten Aussichten für Canopus mit -0,74 mag (laut Arizona-Tonantzintla-Katalog, den ich für die zuverlässigste Quelle für helle Sterne halte).
Ich habe auch an Venus den Eindruck gewonnen, daß meine altersmüden Augen für nicht weniger gut sind als 1 : 2 und werde daher mit dieser Visusfunktion hier keine Tagsichtungen von Sirius mehr versuchen, es sei denn, ich könnte dafür ein GoTo-Teleskop mit Visier verwenden.
Ich schließe aber nicht aus, daß Tagsichtungen von südlicheren Premiumstandorten, wo Sirius höher am Himmel steht, und die Himmelsleuchtdichte bei nur 1000 cd/m^2 liegt, möglich sind. Aus diesen Angaben käme man auf ein S/N von 1 : 4. So ähnlich stufe ich jene Mittagssichtung von Günther Können auf La Palma ein. Gut wäre es aber, wenn danebenstehende und jüngere Himmelsunkundige so etwas bestätigen; denn es ist bei (Über-)Motivierten nicht auszuschließen, daß sie sich etwas einbilden.
Gruß, Elmar
(*) beim Modell für Grenzhelligkeiten arbeite ich zwar lieber mit Leuchtdichten, habe es aber nochmal auf die Magnitidun-pro-Quadratbogensekunden-Skala umgestrickt** (doch messen die SQM-Geräte überhaupt Tag- und Dämmerungshelligkeiten?):

**Die Umrechnung lautet L = 2,512^(12,5-H)
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