Die Höhe der Beamer?
Ja, müsste theoretisch möglich sein, wenn Du Fotos aus dem möglichst identischen Sekundenbereich aus verschiedenen Blickrichtungen / Entfernungen hast, auf denen Du klar einzelne Beamer identifizieren und wiedererkennen kannst. So, wie ich das mit dem grünen Blob auch gemacht hatte:
Also: Lokalisation des fraglichen Gebildes, vom Foto mit dem geringsten Abstand die plantrigonometrische Höhe bestimmen -> das gibt eine Annäherung. Die tatsächliche Höhe liegt allerdings etwas höher. Bei meinem "grünen" Blob kam als Höhe 115 km heraus (bei 77,7 km auf Erdboden projizierte Entfernung). Die wahre Höhe lag vermutlich um die 120 km. Eine der Ungenauigkeiten hierbei dürfte sein, dass das unsphärische Dreieck, das ich berechnet habe, ja mit seinem 90°-Gradwinkel ja nicht über Dänemark auf dem Erdboden anfängt, sondern ja schon irgendwo in die Luftsäule drüber schaut (vielleicht ja schon 2 - 3 km - aber nein, das ist Kappes, was ich da gerade abschätze, weil wenn ich 80 km irgendwo hingucke, dann sehe ich auch schon Hügel, die deutlich niedriger als 2, 3 km hoch sind).
Also theoretisch kann man das alles sogar ganz genau ausrechnen. Aber als Näherung kann man da auch mit einfacher Trigonometrie und planen rechtwinkligen Dreiecken beikommen, z.B. die Höhe in die Luftsäule bei Höhenwinkel 0° annähern, die Du mit Breitengraddifferenz bei annähernder Nordrichtung oder etwas schwieriger zusammen mit der Längengraddifferenz als Bogendifferenz (auf dem Erdboden) als Annäherung bestimmen kannst. Das mit der Bogendifferenz könnte man dann auch ein mittels einem planem rechtw. Dreieck bestimmen, indem man Längengraden bzw. Breitengraden eine durchschnittliche Länge in km zuordnet.
(z.B. Längengrad-/Breitengradbreite im Bereich des Beobachters, an der Stelle der Lokalisation, alles via Google Earth mit Lineal ausmessen, Mittelwert jeweils bilden.) Alles Annäherungen, die keine absolut richtigen Ergebnisse bringen, aber sicherlich recht gut zu einem ungefähren Ergebnis führen können. Vorteil ist halt, Du musst nicht mit der sphärischen Trigonometrie arbeiten, sondern mit der recht einfachen planen Trigonometrie.
Grundsätzliche Schwierigkeit ist eben:
a) die auszumessende PL-Strukur (den richtigen Beamer) auf verschiedenen Bildern derselben Zeit zu identifizieren
b) die korrespondierende Stelle des Beamers auf den verschiedenen Bildern zuzuordnen. Man kann das machen, z.B. wo blau in violett übergeht. Aber hier fangen die weiteren Schwierigkeiten an wegen Weißabgleich, Belichtungsdauer, ISO etc.
Ich hatte bei den Bildern vom grünen Blob ja auch die linke Begrenzung einer Struktur des rotblauen Vorhangs im Hintergrund lokalisiert. Mir kams nur auf die Blickrichtung an, nicht auf die Höhe in der Atmosphäre. Da kam ich auf etwa 200 km nördl. Island. Falls es nun um Höhenbestimmung geht, macht es schon Sinn, den virtuellen Blickstart in die Luftsäule bei 0° Erhebungswinkel zu berücksichtigen. Auch die Längendifferenz sollte man da mit berücksichtigen, sowieso, sofern die Blickrichtung deutlich von der Nord-Südlinie abweicht.
Das mal als so kleine Tipps, um sich der Sache anzunähern.
Ansonsten kannst Du Dich freilich auch gerne gleich in die sphärische Trigonometrie einarbeiten...
