Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

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Hermann Koberger
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Hermann Koberger » 2. Feb 2026, 18:45

Hallo Marko,
“orangefarbenes Glow“ finde ich sehr gut! 8) Das lässt viel Raum für mögliche Interpretationen, welche hier ohnehin nicht zweifelsfrei geklärt werden können.
Was mir immer wieder auch auffällt, dass unterschiedliche Objektive auch unterschiedliche Farbnuancen wiedergeben, je nach Linsentechnik, Vergütung usw. Unterschiedliche Empfindlichkeiten der Kameras vor allem im Rotlichtbereich kommt auch noch dazu…

Hallo Michael,
vielen Dank auch für den ausführlichen Kommentar zur JPG Komprimierung.
Ja, die JPG Komprimierung in dieser Form gibt es ja schon lange und meines Wissens ist man bislang noch auf keinen Vorgang gekommen, um das vielleicht besser hinzukriegen.
Ich habe immer mit den Umstand zu kämpfen, auf der Homepage möglichst gute Qualität der Bilder zu zeigen und es ist immer ein Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität – RAW Bilder im Netz geht ja auch nicht und unterschiedliche Bildgrößen und Qualität anzubieten ist mir derzeit zu viel Arbeit. Bin mir sicher, es wird irgendwann eine bessere Methode entwickelt werden, um Bilder mit weniger Qualitätsverlust zu komprimieren.

Viele Grüße
Hermann

Carl Herzog
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Carl Herzog » 3. Feb 2026, 17:18

Hallo zusammen,

folgender Gedanke zum Abschätzen eines "korrekten" Weißabgleichs für Polarlichter für eine bestimmte Kamera/Objektiv-Kombination. Wenn ich irgendein Bild ins Monochrome umwandle und in MaximDL über die Funktion "Blend Narrowband Images" mit einer Wellenlänge von 557,7 nm (für das Gelbgrün des Polarlichtbogens) einfüge, erhalte ich folgendes Ergebnis (es ist einfach nur eine Aufnahme eines bewölkten Himmels, damit unterschiedliche Helligkeiten vorkommen):

Gelbgruen-557d7nm.jpg

Wenn ich diese Farbe nun als Referenz nehme, und eine Polarlichtaufnahme mit dominantem gelbgrünen Polarlichtbogen im Weißabgleich darauf abstimme, könnte ich eine Näherung an den idealen Weißabgleich erhalten. Dies würde dann so aussehen:

Beispiel.jpg

Hier habe ich als Weißabgleich rund 4250 Kelvin verwendet (an einer Nikon-Kamera mit Sigma-Objektiv). Die Aufnahme ist bei über 800m über dem Meeresspiegel entstanden.

Diese Abstimmung funktioniert wahrscheinlich am Besten, wenn der Polarlichtbogen nicht zu tief am Horizont steht (damit Lichtstreuungseffekte vernachlässigbar bleiben) und der Polarlichtbogen sehr hell/dominant ist (so dass die Lichtverschmutzung an Wolken/Dunst im Verhältnis vernachlässigbar bleibt).

Was meint Ihr?

VG, Carl

Michael Graf
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Michael Graf » 3. Feb 2026, 19:30

Hermann Koberger hat geschrieben: 2. Feb 2026, 18:45 Hallo Marko,
“orangefarbenes Glow“ finde ich sehr gut! 8) Das lässt viel Raum für mögliche Interpretationen, welche hier ohnehin nicht zweifelsfrei geklärt werden können.
Was mir immer wieder auch auffällt, dass unterschiedliche Objektive auch unterschiedliche Farbnuancen wiedergeben, je nach Linsentechnik, Vergütung usw. Unterschiedliche Empfindlichkeiten der Kameras vor allem im Rotlichtbereich kommt auch noch dazu…

Hallo Michael,
vielen Dank auch für den ausführlichen Kommentar zur JPG Komprimierung.
Ja, die JPG Komprimierung in dieser Form gibt es ja schon lange und meines Wissens ist man bislang noch auf keinen Vorgang gekommen, um das vielleicht besser hinzukriegen.
Ich habe immer mit den Umstand zu kämpfen, auf der Homepage möglichst gute Qualität der Bilder zu zeigen und es ist immer ein Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität – RAW Bilder im Netz geht ja auch nicht und unterschiedliche Bildgrößen und Qualität anzubieten ist mir derzeit zu viel Arbeit. Bin mir sicher, es wird irgendwann eine bessere Methode entwickelt werden, um Bilder mit weniger Qualitätsverlust zu komprimieren.

Viele Grüße
Hermann
Hallo Hermann,

weil die Auflösung der Bildschirme immer weiter steigt (ob Tablet oder Klapprechner...), liefere ich Fotos als Auftragsarbeit für Veröffentlichung im Internet mit 2600 Pixel an der langen Kante ab, Qualität bei 75 % (Lightroom). Da kommt ab und an weniger als 500 KB heraus, aber oft auch deutlich mehr.
Bei 2600 Pixel halte ich 1 bis 2 MB, bei 1920 mindestens 500 KB und lieber 1 MB für gut. In diesem Beitrag sieht man ja, dass es auf Details ankommt, bei Verläufen der Farben. Zu stark eingedampft kommt es zu Bändern oder Flecken, die missinterpretiert werden können oder umgekehrt nicht ernst genommen werden, weil es die Kamera war. 350 KB finde ich zu wenig, wie geschrieben.
Bessere Methoden zum Komprimieren gibt es derzeit nur mit weniger Komprimieren. Die Verarbeitung von Upload zu Endgerät sollte als Farbprofil SRGB durchhalten können.

VG Michael
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Michael Graf
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Michael Graf » 4. Feb 2026, 11:27

Carl Herzog hat geschrieben: 3. Feb 2026, 17:18 Hallo zusammen,

folgender Gedanke zum Abschätzen eines "korrekten" Weißabgleichs für Polarlichter für eine bestimmte Kamera/Objektiv-Kombination. Wenn ich irgendein Bild ins Monochrome umwandle und in MaximDL über die Funktion "Blend Narrowband Images" mit einer Wellenlänge von 557,7 nm (für das Gelbgrün des Polarlichtbogens) einfüge, erhalte ich folgendes Ergebnis (es ist einfach nur eine Aufnahme eines bewölkten Himmels, damit unterschiedliche Helligkeiten vorkommen):


Gelbgruen-557d7nm.jpg


Wenn ich diese Farbe nun als Referenz nehme, und eine Polarlichtaufnahme mit dominantem gelbgrünen Polarlichtbogen im Weißabgleich darauf abstimme, könnte ich eine Näherung an den idealen Weißabgleich erhalten. Dies würde dann so aussehen:


Beispiel.jpg


Hier habe ich als Weißabgleich rund 4250 Kelvin verwendet (an einer Nikon-Kamera mit Sigma-Objektiv). Die Aufnahme ist bei über 800m über dem Meeresspiegel entstanden.

Diese Abstimmung funktioniert wahrscheinlich am Besten, wenn der Polarlichtbogen nicht zu tief am Horizont steht (damit Lichtstreuungseffekte vernachlässigbar bleiben) und der Polarlichtbogen sehr hell/dominant ist (so dass die Lichtverschmutzung an Wolken/Dunst im Verhältnis vernachlässigbar bleibt).

Was meint Ihr?

VG, Carl
Hallo Carl,

ich finde es sehr gut, wenn wir für halbwegs gleiche Bedingungen in den Fotos sorgen und den Vergleich vereinfachen. Also ist das Blau oder Violett...

Meine Gedanken dazu.

Es gibt da drei Wege zu berücksichtigen, die du sicherlich kennst aber nicht alle hier, so kurz wie ich es kann :D :

1. Einstellungen der Kamera und eigene Bearbeitung
2. Verarbeitung auf dem Server, der die Fotos verteilt
3. das Endgerät, auf dem wir das ansehen

1. Die Einstellungen in der Kamera haben wir in der Hand, die Dialekte der Hersteller nicht (auch nicht im RAW, das sind keine Messinstrumente, manchmal wird Nikon als kühl beschrieben und Sony als warm, manchmal auch umgekehrt). Zudem müssten sich vielleicht alle Nutzer*innen auf RAW verständigen (Upload ins Forum ist nicht gemeint), weil man jpeg nicht nachträglich anpassen kann und sicherlich viele jpeg-Menschen die Einstellung des Weißabgleichs vergessen und die sind dann raus. Dann kommt die Bearbeitung, bei der viele Einstellungen an den Farben schieben und die Bildschirme sind bei der Bearbeitung zumeist nicht farbgenau. Also darf man die Fotos genau genommen nicht bearbeiten.
2. Wird beim Export als jpeg zumeist ein s-rgb Farbprofil eingebettet, sollte jedenfalls, und nicht alle Server verarbeiten dies, Browser auch nicht alle.
3. Die Endgeräte machen was sie wollen oder/und sind nicht richtig eingestellt. Grell bunte Bildschirme ab Werk sehr verbogen, damit dies beim Kauf aus der Masse heraussticht (im wahrsten Sinne). Die Kette der Geräte verarbeitet das Farbprofil nicht oder das ist falsch eingestellt (was auch nicht so einfach richtig einzustellen ist).

Ich hänge hier mal zwei Fotos dazu, beide als RAW entwickelt, alle Einstellungen wie aus der Kamera (A7R3) bis auf Helligkeit (angehoben) und Farbtemperatur (4250 K eingestellt, Farbton auf 0). Da sieht man genau das, was du angesprochen hast: Das eine Foto zeigt noch etwas Dämmerung, ist auf ein weit entferntes Ereignis gerichtet. Das andere ist mitten in der Nacht aufgenommen und zeigt auf ein Polarlicht sozusagen von unten. Entweder da sind tatsächlich auch andere Spektren aktiv oder etwas anderes macht den Unterschied und das kann man nicht sehen. Hab ich mehrfach geprüft und die Einstellungen sind so, ich müsste irgendetwas bei 7000 K bei dem ersten Foto einstellen, wenn ich in die Richtung des zweiten Fotos kommen will.

Zusammenfassung: eine Einigung auf eine Farbtemperatur wäre ein Anfang, aber ich bin da ratlos. Die gesamte Kette der Geräte macht womöglich diese erhoffte Vergleichbarkeit wieder kaputt, oder etwas anderes tut das. In diesem Forum wäre eine Vergleichbarkeit sehr wünschenswert, finde ich auch.

VG Michael

2024-09-12/13 aufgenommen auf Als in Richtung Fyn
20240912-MG_01195.jpg

2024-10-10/11 vor der Haustür in 25813 Husum
20241010-MG_00678.jpg
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Carl Herzog
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Carl Herzog » 4. Feb 2026, 12:19

Hallo Michael,

es geht mir nicht um den JPG-Output und dem Betrachten durch Besucher einer Webseite wie hier, sondern vielmehr dass der Fotograf anhand seiner Bilder in einer kontrollierten Umgebung bestimmen kann, welche Farben das Polarlicht zeigte.

Die Umgebungsbedingungen (Wetter und Lichtverschmutzung) am Aufnahmestandort spielen natürlich eine Rolle, genauso wie der Sonnenstand (die Dämmerungsphase) und der Mondstand.

VG, Carl

Michael Graf
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Michael Graf » 4. Feb 2026, 13:37

Ich sitze hier am Monitor und schaue mir meine Fotos an. Es waren sehr viele Polarlichter in den letzten 3 Jahren. Nach Gefühl das RAW entwickeln und aufpassen, dass nichts unnatürlich verschoben wird (Finger weg vom "Dunst entfernen"). Dann einfach mal freuen.

Da war dann 2024 etwas auf dem Foto, was ich interessant fand und ein Freund sagte mir, dass dies ein soundso-Bogen sein könnte. Da hab ich recherchiert und dieses Forum gefunden. Nach dem ersten Kontakt bin ich sehr behutsam darauf aufmerksam gemacht worden, wie hier die Fotos eingestellt werden sollten, damit andere Nutzer etwas damit anfangen können (Ort, Zeit, Helligkeit...). Ich bin sehr froh, dieses sehr freundliche und kompetente Forum gefunden zu haben. Die Sache mit der Triangulation fasziniert mich sehr, ich wusste zuvor rein nichts. Ich will ab jetzt aufpassen, dieses Forum nicht vollzutexten.

Ich sitze hier am Monitor und schaue mir meine Fotos an. Wenn ich selbst nicht weiter weiß, unter der Bedingung eines halbwegs passenden Weißabgleichs zuhause, also im Rahmen des guten Vorschlags von Carl, dann frage ich hier und dann wird die Vergleichbarkeit doch akut. Also finde ich, dass alles passen müsste, mein Vorgehen hier zuhause (so habe ich dich im letzen Beitrag verstanden, also Punkt 1. in meinen Gedanken zuvor) und die weitere Kette. Es bleibt sicher bei "orangefarbiges Glow" :D aber schön wäre eine Vergleichbarkeit (und die weiteren Probleme 2. und 3. wollte ich mal nennen). Ich bin sehr interessiert daran, wie man sich dem annähern könnte und hoffe auf weitere Antworten.
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Wolfgang Speckert
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Wolfgang Speckert » 4. Feb 2026, 22:16

Oh, Herr Deichgraf, ich werde die SieglindeFest vermissen, habe ich doch gerade die AntoniaFest so wohlig im Bauch...

Zum Thema:

Also, ein guter Anfang zur Vergleichbarkeit wäre doch, wenn Ihr Euch auf eine gemeinsame Farbtemperatur einigen könntet.

Dann ein weiterer guter Schritt wäre, unter den Feldbedingungen draussen am lebenden Objekt, einen weißen Karton oder ein weißes DIN-A4-Blatt einfach mal mit ähnlichen Kameraeinstellungen formatfüllend abzulichten. Dann hätte man einen lokalen, individuellen Referenzwert. Natürlich sollte die weiße Karte möglichst wenig vom Licht des Fotomotivs abbekommen, sondern das andere "Raumlicht" einfangen. Und falls noch in Restdämmerung, dann alle 10 bis 20 Minuten nochmals wiederholen.

Michael Graf
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Michael Graf » 5. Feb 2026, 12:13

Wolfgang Speckert hat geschrieben: 4. Feb 2026, 22:16 Oh, Herr Deichgraf, ich werde die SieglindeFest vermissen, habe ich doch gerade die AntoniaFest so wohlig im Bauch...

Zum Thema:

Also, ein guter Anfang zur Vergleichbarkeit wäre doch, wenn Ihr Euch auf eine gemeinsame Farbtemperatur einigen könntet.
...
Hallo Wolfgang,

ich hab den Wunsch verstanden, hier lieber mit Klarnamen arbeiten zu wollen, und den entsprechenden Beitrag gelesen. Ist erst wieder verwirrend, weil ein Teil des vorherigen "Namens" hier schon Eingang gefunden hatte, aber wenn ich das mache, dann jetzt sofort. Die Idee mit der Signatur könnten vielleicht auch andere umfirmierten Nutzer*innen hier umsetzen, also der Bezug auf den bisherigen Benutzernamen als Transparenz-Hinweis. Und danke für den Spitznamen :lol:

Auch zum Thema zurück: Ich habe immer im Rucksack eine Graustufenkarte dabei, aber bei dem Restlicht versagt das Verfahren nach meiner Erfahrung. Meine Sony meldet mir jedenfalls Werte, die so nicht plausibel sind. Also denke ich weiter darüber nach, wie die Vergleichbarkeit verbessert werden könnte. In den Fotos vom 2026-01-20/21 habe ich einiges an Straßenlampen dabei. Deren Farbtemperatur kenne ich nicht, aber ich weiß wie ich die herausfinden kann und wenn das interessant klingt melde ich das hier zurück.

Ich denke, dass es klar keine GBR sind, sondern, wenn überhaupt, Blue Top Rays (BTR) laut der Grafik von Marko (Danke sehr).

-Ist es möglich, die Höhe der Beamer aus dem Foto mit der eher zu kühlen Farbtemperatur zu bestimmen, also der Spitzen der in diesem Foto blauen Lichter?
So könnte man ja eventuell herausfinden, ob da Stickstoff beteiligt sein kann. Wenn ich das nun ein wenig verstanden habe...
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Wolfgang Speckert
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Re: Polarlicht 2026-01-20/21 Verdacht: Giant Blue Ray (GBR) ? 18:32 Ortszeit

Beitrag von Wolfgang Speckert » 5. Feb 2026, 14:20

Die Höhe der Beamer?

Ja, müsste theoretisch möglich sein, wenn Du Fotos aus dem möglichst identischen Sekundenbereich aus verschiedenen Blickrichtungen / Entfernungen hast, auf denen Du klar einzelne Beamer identifizieren und wiedererkennen kannst. So, wie ich das mit dem grünen Blob auch gemacht hatte:

Also: Lokalisation des fraglichen Gebildes, vom Foto mit dem geringsten Abstand die plantrigonometrische Höhe bestimmen -> das gibt eine Annäherung. Die tatsächliche Höhe liegt allerdings etwas höher. Bei meinem "grünen" Blob kam als Höhe 115 km heraus (bei 77,7 km auf Erdboden projizierte Entfernung). Die wahre Höhe lag vermutlich um die 120 km. Eine der Ungenauigkeiten hierbei dürfte sein, dass das unsphärische Dreieck, das ich berechnet habe, ja mit seinem 90°-Gradwinkel ja nicht über Dänemark auf dem Erdboden anfängt, sondern ja schon irgendwo in die Luftsäule drüber schaut (vielleicht ja schon 2 - 3 km - aber nein, das ist Kappes, was ich da gerade abschätze, weil wenn ich 80 km irgendwo hingucke, dann sehe ich auch schon Hügel, die deutlich niedriger als 2, 3 km hoch sind).

Also theoretisch kann man das alles sogar ganz genau ausrechnen. Aber als Näherung kann man da auch mit einfacher Trigonometrie und planen rechtwinkligen Dreiecken beikommen, z.B. die Höhe in die Luftsäule bei Höhenwinkel 0° annähern, die Du mit Breitengraddifferenz bei annähernder Nordrichtung oder etwas schwieriger zusammen mit der Längengraddifferenz als Bogendifferenz (auf dem Erdboden) als Annäherung bestimmen kannst. Das mit der Bogendifferenz könnte man dann auch ein mittels einem planem rechtw. Dreieck bestimmen, indem man Längengraden bzw. Breitengraden eine durchschnittliche Länge in km zuordnet. (z.B. Längengrad-/Breitengradbreite im Bereich des Beobachters, an der Stelle der Lokalisation, alles via Google Earth mit Lineal ausmessen, Mittelwert jeweils bilden.) Alles Annäherungen, die keine absolut richtigen Ergebnisse bringen, aber sicherlich recht gut zu einem ungefähren Ergebnis führen können. Vorteil ist halt, Du musst nicht mit der sphärischen Trigonometrie arbeiten, sondern mit der recht einfachen planen Trigonometrie.

Grundsätzliche Schwierigkeit ist eben:
a) die auszumessende PL-Strukur (den richtigen Beamer) auf verschiedenen Bildern derselben Zeit zu identifizieren
b) die korrespondierende Stelle des Beamers auf den verschiedenen Bildern zuzuordnen. Man kann das machen, z.B. wo blau in violett übergeht. Aber hier fangen die weiteren Schwierigkeiten an wegen Weißabgleich, Belichtungsdauer, ISO etc.

Ich hatte bei den Bildern vom grünen Blob ja auch die linke Begrenzung einer Struktur des rotblauen Vorhangs im Hintergrund lokalisiert. Mir kams nur auf die Blickrichtung an, nicht auf die Höhe in der Atmosphäre. Da kam ich auf etwa 200 km nördl. Island. Falls es nun um Höhenbestimmung geht, macht es schon Sinn, den virtuellen Blickstart in die Luftsäule bei 0° Erhebungswinkel zu berücksichtigen. Auch die Längendifferenz sollte man da mit berücksichtigen, sowieso, sofern die Blickrichtung deutlich von der Nord-Südlinie abweicht.

Das mal als so kleine Tipps, um sich der Sache anzunähern.
Ansonsten kannst Du Dich freilich auch gerne gleich in die sphärische Trigonometrie einarbeiten... :roll: 8)

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