RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Moderator: StefanK
- Daniel Ricke
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RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Hallo Leute,
Glückwunsch an alle, die am Abend des 19.01.2026 das tolle Polarlicht hier bewundern konnten.
Ich stand auch stundenlang auf einem Feldweg und war heilfroh, dass kein Wind ging, denn irgendwie hatte ich meine Jacke zu Hause vergessen...
Das normale Nordlicht war sehr beeindruckend, kam aber nicht ganz so weit südlich wie erhofft. Die größte Ausdehnung hatte das Oval etwa bis Südnorwegen. Eine Elektronen-Corona konnte ich bei uns im Raum Hannover nicht feststellen.
Dafür hat aber teilweise ein anderes Phänomen die Show übernommen, das durchaus durch den Zenith bis in den Süden runter beim Orion deutlich visuell, manchmal sogar hell, zu sehen war. Etwas, was wir hier eigentlich immer als RAGDA-Aurora benennen. Die Abkürzung steht für "Red Arc with Green Diffuse Aurora". Doch nach der Nacht gestern bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich das war, oder besser gesagt, nicht nur das war, was wir gesehen und fotografiert haben.
Zu den grünen Flecken gehört laut Definition auch ein stabiler roter Bogen. (https://kherli.github.io/Aurora-Field-G ... ton-aurora).
Auch hier im Punkt 5.5 Aurora Field Guide https://kherli.github.io/Aurora-Field-G ... _Guide.pdf ist von einer "long lifetime" die Rede, die nach meinem Verständnis den Bogen UND die grünen Flecken meint.
Haben wir gestern zusätzlich eine IPA-Aurora (Isolated Proton Aurora) beobachten können? Also eine nahe Verwandte der RAGDA?
https://kherli.github.io/Aurora-Field-G ... structures
"Periodisch erscheinende und wieder verschwindende Blobs" habe ich gestern auf jeden Fall gesehen, ein roter diffuser Bogen war nicht dabei. Auch meine Fotos zeigen isolierte längliche grüne Flecken, die manchmal so schnell wieder erloschen, dass die benötigte Zeit, die Kamera dort hin zu drehen und auszulösen, schon zu lang war.
Wie ist eure Meinung dazu?
Gruß
Daniel
Glückwunsch an alle, die am Abend des 19.01.2026 das tolle Polarlicht hier bewundern konnten.
Ich stand auch stundenlang auf einem Feldweg und war heilfroh, dass kein Wind ging, denn irgendwie hatte ich meine Jacke zu Hause vergessen...
Das normale Nordlicht war sehr beeindruckend, kam aber nicht ganz so weit südlich wie erhofft. Die größte Ausdehnung hatte das Oval etwa bis Südnorwegen. Eine Elektronen-Corona konnte ich bei uns im Raum Hannover nicht feststellen.
Dafür hat aber teilweise ein anderes Phänomen die Show übernommen, das durchaus durch den Zenith bis in den Süden runter beim Orion deutlich visuell, manchmal sogar hell, zu sehen war. Etwas, was wir hier eigentlich immer als RAGDA-Aurora benennen. Die Abkürzung steht für "Red Arc with Green Diffuse Aurora". Doch nach der Nacht gestern bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich das war, oder besser gesagt, nicht nur das war, was wir gesehen und fotografiert haben.
Zu den grünen Flecken gehört laut Definition auch ein stabiler roter Bogen. (https://kherli.github.io/Aurora-Field-G ... ton-aurora).
Auch hier im Punkt 5.5 Aurora Field Guide https://kherli.github.io/Aurora-Field-G ... _Guide.pdf ist von einer "long lifetime" die Rede, die nach meinem Verständnis den Bogen UND die grünen Flecken meint.
Haben wir gestern zusätzlich eine IPA-Aurora (Isolated Proton Aurora) beobachten können? Also eine nahe Verwandte der RAGDA?
https://kherli.github.io/Aurora-Field-G ... structures
"Periodisch erscheinende und wieder verschwindende Blobs" habe ich gestern auf jeden Fall gesehen, ein roter diffuser Bogen war nicht dabei. Auch meine Fotos zeigen isolierte längliche grüne Flecken, die manchmal so schnell wieder erloschen, dass die benötigte Zeit, die Kamera dort hin zu drehen und auszulösen, schon zu lang war.
Wie ist eure Meinung dazu?
Gruß
Daniel
ja, wir sind Klasse! 
-
Steffen Hildebrandt
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Hallo Daniel,
ich habe zwar keine große Ahnung und hab auch nur sehr wenige PL bisher gesehen, aber was auch ich beeindruckend fand - und das sah nicht wie die "üblichen" PL aus - waren diese grünen Bögen und Flecken.
Wie Du geschrieben hast - sie tauchten auf und verschwanden so schnell, daß auch ich mit meiner Kamera nicht immer erfolgreich das ins Bild fassen konnte. Rote Bögen zu den grünen Erscheinungen habe ich hier über DD nicht gesehen.
Gegen Ende der aktiven Zeit war dann noch bei mir im Westen ein grüner Strahl, auch mit roter Färbung zw. rotem Strahl. Er trat so 2..3 mal auf ud war mehr oder weniger ortsfest. Nur weiß ich nicht, was das war?
ich habe zwar keine große Ahnung und hab auch nur sehr wenige PL bisher gesehen, aber was auch ich beeindruckend fand - und das sah nicht wie die "üblichen" PL aus - waren diese grünen Bögen und Flecken.
Wie Du geschrieben hast - sie tauchten auf und verschwanden so schnell, daß auch ich mit meiner Kamera nicht immer erfolgreich das ins Bild fassen konnte. Rote Bögen zu den grünen Erscheinungen habe ich hier über DD nicht gesehen.
Gegen Ende der aktiven Zeit war dann noch bei mir im Westen ein grüner Strahl, auch mit roter Färbung zw. rotem Strahl. Er trat so 2..3 mal auf ud war mehr oder weniger ortsfest. Nur weiß ich nicht, was das war?
VG, Steffen
http://wetter.jimjackii.de
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- Alexander Seiffer
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- Registriert: 25. Jan 2012, 20:09
- Wohnort: Karlsruhe
Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Hallo zusammen,
ich kann zwar nicht direkt zu eurer Diskussion beitragen. Allerdings habe ich vermutlich genau die von euch beschriebenen schnell veränderlichen Blobs in meinen Videoaufnahmen (Echtzeit, kein Zeitraffer) festgehalten. Falls es bei der Analyse helfen kann, findet ihr sie hier:
Kamera: Sony Alpha 7 III
Objektiv: Sony FE 35mm f/1.4 Distagon T* (Zeiss)
Aufnahmemodus: 4k 25p
Einstellungen: ISO 51200, f/1.4, 1/25s
Standort: Dobel, Landkreis Calw, Baden-Württemberg
Uhrzeit (MEZ): Video 1: 22:45:08 bis 22:47:41 , Video 2: 22:47:53 bis 22:48:10
Viele Grüße
Alex
ich kann zwar nicht direkt zu eurer Diskussion beitragen. Allerdings habe ich vermutlich genau die von euch beschriebenen schnell veränderlichen Blobs in meinen Videoaufnahmen (Echtzeit, kein Zeitraffer) festgehalten. Falls es bei der Analyse helfen kann, findet ihr sie hier:
Kamera: Sony Alpha 7 III
Objektiv: Sony FE 35mm f/1.4 Distagon T* (Zeiss)
Aufnahmemodus: 4k 25p
Einstellungen: ISO 51200, f/1.4, 1/25s
Standort: Dobel, Landkreis Calw, Baden-Württemberg
Uhrzeit (MEZ): Video 1: 22:45:08 bis 22:47:41 , Video 2: 22:47:53 bis 22:48:10
Viele Grüße
Alex
Zuletzt geändert von Alexander Seiffer am 22. Jan 2026, 06:43, insgesamt 3-mal geändert.
Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Huch? Das ist ja spannend.
Also hallo erstmal. Ich habe KEINE Ahnung von irgendwas, es reicht lediglich, um die Warnapp soweit zu verstehen, dass ich weiß, wann ich bei FB oder hier bei den klugen Leuten nachlesen sollte, ob es wohl was zu sehen geben wird.
Also, seid gnädig, bitte.
Wo ich aber den Faden gerade zufällig sehe, muss ich doch schwer an den Blobb von gestern (ca. 22:45, Kiel, Leuchtturm Bülk) denken. Ich wunderte mich noch, weil er so zügig aufploppte, verschwand, sich veränderte. Und komplett unabhängig vom eigentlichen Geschehen am Nordhimmel in südlicher Blickrichtung vor sich hin pulsierte. Ich wunderte mich, hab's für eins der typischen grünen Bänder gehalten, gedacht "na er hat aber ein Tempo drauf" und den hibbeligen Kerl halt weiter bewundert.
Wenn ich das aber so lese... Passt erstaunlich gut?


(Nein, Fotoequipment hab ich auch keins, wie man sieht)
Also hallo erstmal. Ich habe KEINE Ahnung von irgendwas, es reicht lediglich, um die Warnapp soweit zu verstehen, dass ich weiß, wann ich bei FB oder hier bei den klugen Leuten nachlesen sollte, ob es wohl was zu sehen geben wird.
Wo ich aber den Faden gerade zufällig sehe, muss ich doch schwer an den Blobb von gestern (ca. 22:45, Kiel, Leuchtturm Bülk) denken. Ich wunderte mich noch, weil er so zügig aufploppte, verschwand, sich veränderte. Und komplett unabhängig vom eigentlichen Geschehen am Nordhimmel in südlicher Blickrichtung vor sich hin pulsierte. Ich wunderte mich, hab's für eins der typischen grünen Bänder gehalten, gedacht "na er hat aber ein Tempo drauf" und den hibbeligen Kerl halt weiter bewundert.
Wenn ich das aber so lese... Passt erstaunlich gut?


(Nein, Fotoequipment hab ich auch keins, wie man sieht)
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Anja Verhöfen
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- Registriert: 31. Jul 2011, 18:25
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Moin zusammen,
Ich dachte mir gestern Abend schon, dass es wohl keine normale Aurora sein konnte. An anderer Stelle las ich, dass es wohl eine Protonenaurora war. RAGDA war auch mit dabei. Ich habe wohl eher diese Protonenaurora erwischt. Sie tauchte auf und verschwand, pulsierte und tanzte. Es war fantastisch, dass ich das sehn und fotografieren durfte.
Das hier pulsierte.

Liebe Grüße,
Anja Verhöfen
Ich dachte mir gestern Abend schon, dass es wohl keine normale Aurora sein konnte. An anderer Stelle las ich, dass es wohl eine Protonenaurora war. RAGDA war auch mit dabei. Ich habe wohl eher diese Protonenaurora erwischt. Sie tauchte auf und verschwand, pulsierte und tanzte. Es war fantastisch, dass ich das sehn und fotografieren durfte.
Das hier pulsierte.
Liebe Grüße,
Anja Verhöfen
Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Leider ist dein Bild nicht mehr daAnja Verhöfen hat geschrieben: ↑20. Jan 2026, 20:28 Moin zusammen,
Ich dachte mir gestern Abend schon, dass es wohl keine normale Aurora sein konnte. An anderer Stelle las ich, dass es wohl eine Protonenaurora war. RAGDA war auch mit dabei. Ich habe wohl eher diese Protonenaurora erwischt. Sie tauchte auf und verschwand, pulsierte und tanzte. Es war fantastisch, dass ich das sehn und fotografieren durfte.![]()
Das hier pulsierte.
Liebe Grüße,
Anja Verhöfen
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Norbert Raschka
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- Wohnort: Großenbrode
Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Vielleicht hilft Dir dieses Bild etwas weiter...


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Nichts ist beständiger, als der Wandel, besonders beim Klima
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- Marko Rummelsburg
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Die Frage taucht immer wieder auf. Ich glaube, dass RAGDA hier im Forum generell inflationär (und zu oft) gebraucht wird, da es tatsächlich eine Kombo aus grün und rot sein sollte. Allerdings kann es auch vorkommen, dass der rote Bogen mal so schwach ist, dass er gegen das hellgrün nicht ankommt und auf Bildern verschwindet. Das an einem Einzelbild zu entscheiden ist in der Regel nicht möglich. Kompliziert wird es auch mit grünem Proton-Blob und SAR Bogen im Hintergrund. Was da nun was ist kann dann in der Regel nur ein Timelapse zeigen und kann wahrscheinlich nur von wenigen Fachpersonen richtig eingeschätzt werden.
Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan dieser Dichotomie RAGDA vs. IPA - Der Aurora Guide beschreibt IPA wenn ich mich recht entsinne auch eher als ein Phänomen des frühen Morgens, wo vollkommen isoliert diese Blobs vorkommen können, ohne das weit und breit das Aurora-Oval zu sehen wäre.
Ich persönlich bin Fan des Terminus "Proton-Aurora" - falls es nicht klar ist, welche Form genau man erwischt hat (ganz korrekt müsste es eigentlich "Ionen-Aurora" heißen). Diffuse Aurora vor der eigentlichen Aurora, die wandert und keine Strahlen hat und keine pulsierende Aurora ist, ist in der Regel Proton Aurora. Ein Proton-Bogen kann wiederum auch relativ stabil sein und kaum wandern.
Ich schätze dieser Punkt ist gut, um ihn mit in die gerade stattfindende Überarbeitung mit aufzunehmen.
Am sichersten finde ich "Verdacht auf Proton-Aurora", "mögliche Proton-Aurora", "Verdacht auf RAGDA", etc. - bei manchen Bildern ist es allerdings so markant und offensichtlich RAGDA (roter Bogen, grüner Blob oder grüner Bogen - keine Strahlen!) dass man sich den "Verdacht" sparen kann.
Die passendste Umschreibung für RAGDA ist vielleicht UFO-Aurora
+++
Änderung: Grammatik & Formatierung
Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan dieser Dichotomie RAGDA vs. IPA - Der Aurora Guide beschreibt IPA wenn ich mich recht entsinne auch eher als ein Phänomen des frühen Morgens, wo vollkommen isoliert diese Blobs vorkommen können, ohne das weit und breit das Aurora-Oval zu sehen wäre.
Ich persönlich bin Fan des Terminus "Proton-Aurora" - falls es nicht klar ist, welche Form genau man erwischt hat (ganz korrekt müsste es eigentlich "Ionen-Aurora" heißen). Diffuse Aurora vor der eigentlichen Aurora, die wandert und keine Strahlen hat und keine pulsierende Aurora ist, ist in der Regel Proton Aurora. Ein Proton-Bogen kann wiederum auch relativ stabil sein und kaum wandern.
Ich schätze dieser Punkt ist gut, um ihn mit in die gerade stattfindende Überarbeitung mit aufzunehmen.
Am sichersten finde ich "Verdacht auf Proton-Aurora", "mögliche Proton-Aurora", "Verdacht auf RAGDA", etc. - bei manchen Bildern ist es allerdings so markant und offensichtlich RAGDA (roter Bogen, grüner Blob oder grüner Bogen - keine Strahlen!) dass man sich den "Verdacht" sparen kann.
Die passendste Umschreibung für RAGDA ist vielleicht UFO-Aurora
+++
Änderung: Grammatik & Formatierung
Zuletzt geändert von Marko Rummelsburg am 21. Jan 2026, 05:35, insgesamt 2-mal geändert.
☞ Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Aber das hier ist keine RAGDA, oder?Marko Rummelsburg hat geschrieben: ↑20. Jan 2026, 20:53 Am sichersten finde ich "Verdacht auf Proton-Aurora", "mögliche Proton-Aurora", "Verdacht auf RAGDA", etc. - bei manchen Bildern ist es allerdings so markant und offensichtlich RAGDA (roter Bogen, grüner Blob oder grüner Bogen - keine Strahlen!) dass man sich den "Verdacht" sparen kann.
Von gestern um 21:55 Uhr. Das grün war nur ganz kurz sichtbar. Grob Richtung Norden fotografiert.
Zuletzt geändert von hagen am 20. Jan 2026, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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wolfgang hamburg
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Moin Marko,
ich denke schon, dass es RAGDA war. Am Ende sieht man schon Rot darüber! War erst sichtbar, als ich mit weit offener Blende knipste!
https://wha.mburg.org/wh/aurora20260119 ... 2204UT.mp4
Grüße wolfgang
ich denke schon, dass es RAGDA war. Am Ende sieht man schon Rot darüber! War erst sichtbar, als ich mit weit offener Blende knipste!
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Grüße wolfgang
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Das ist genauso ein Grenzfall. Ich könnte das nicht beurteilen anhand dieses einen Bildes.hagen hat geschrieben: ↑20. Jan 2026, 21:02Aber das hier ist keine RAGDA, oder?Marko Rummelsburg hat geschrieben: ↑20. Jan 2026, 20:53 Am sichersten finde ich "Verdacht auf Proton-Aurora", "mögliche Proton-Aurora", "Verdacht auf RAGDA", etc. - bei manchen Bildern ist es allerdings so markant und offensichtlich RAGDA (roter Bogen, grüner Blob oder grüner Bogen - keine Strahlen!) dass man sich den "Verdacht" sparen kann.
Von gestern um 21:55 Uhr. Das grün war nur ganz kurz sichtbar. Grob Richtung Norden fotografiert.
Bildschirmfoto 2026-01-20 um 22.00.47.jpg
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- Marko Rummelsburg
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Hi Wolfgang, ich hab mich da ja gar nicht auf irgendein bestimmtes Foto bezogen und ich bin auch kein Experte darin, sowas zu beurteilen. Ich kann nur mein Wissen dazu weitergeben.wolfgang hamburg hat geschrieben: ↑20. Jan 2026, 21:03 Moin Marko,
ich denke schon, dass es RAGDA war. Am Ende sieht man schon Rot darüber! War erst sichtbar, als ich mit weit offener Blende knipste!
https://wha.mburg.org/wh/aurora20260119 ... 2204UT.mp4
Grüße wolfgang
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Aber tatsächlich interessant. Der rote Bogen kommt erst später dazu. Ist es dann erst später RAGDA? Oder die ganze Zeit schon RAGDA nur zunächst ohne roten Bogen? Diese Frage kann ich nicht beantworten. Mit "Proton-Aurora" spart man sich solche komplizierten Auseinandersetzungen.
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- Marko Rummelsburg
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Das ist sehr wahrscheinlich RAGDA
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- Benjamin Knispel
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Hallo zusammen,
ich habe bei mir (als die grünen, pulsierenden Flächen komplett bis in den Süden durchgewandert waren) auch immer zusammen den roten Bogen bei den grünen Flächen drauf. Anbei Bilder, die zwischen 23:00 MEZ und 23:07 MEZ entstanden sind.
Viele Grüße
Benjamin
ich habe bei mir (als die grünen, pulsierenden Flächen komplett bis in den Süden durchgewandert waren) auch immer zusammen den roten Bogen bei den grünen Flächen drauf. Anbei Bilder, die zwischen 23:00 MEZ und 23:07 MEZ entstanden sind.
Viele Grüße
Benjamin
-
Wolfgang Speckert
- Beiträge: 52
- Registriert: 12. Sep 2014, 11:18
- Wohnort: Mainz
Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Ihr müsstet die genauen Zeiten (und am besten Standorte) dazu schreiben.
Denn ich denke, Ihr habt bestimmt recht oft dieselben Lichtquellen (um es mal neutral zu sagen) aufgenommen, nur kaum mit zeitlichem Versatz, aber mit deutlich anderer Perspektive.
Michael Green hat in Büdelsdorf (Schlesw.-H.) das ganze Event in allen vier Himmelsrichtungen dokumentiert, alle 10 Sekunden.
Siehe Beitrag https://forum.meteoros.de/viewtopic.php ... 20#p252198 (oder direkt bei ihm)
Da kann man sicherlich alles, was Ihr fotografiert habt, wiederfinden, nur halt aus einer anderen Perspektive.
Ich habe mich gerade selbst damit auseinander gesetzt.
(Beitrag zu gestern Nacht: https://forum.meteoros.de/viewtopic.php ... 34#p252334 )
Bei mir ging es vor allem um die zwei Aufnahmen einer Webcam aus der Stadt Frankfurt.
In Frankfurt sieht es aus wie ein grüner Beamer (in Wirklichkeit entlang eines Vorhangs geguckt),
in Büdelsdorf wie ein Blob oder Hauptleuchten vom Vorhang (mehr auf die Breitseite geguckt)
und aus den frz. Westalpen wie ein Vorhang von Beamern (von Süden auf die Breitseite geguckt).
Und aus Frankreich lassen sich auch die dazugehörigen Strahlen obendrüber erkennen.
Und das rote SAR sieht auch aus wie ein Konzert aus Beamern, aus Frankreich betrachtet.
Aus Büdelsdorf erkennt man, dass das rote Band abgesetzt ist von den grünen Vorhängen oder Einzelblobs (wenn man nah oder drunter ist). Und wie gesagt aus Frankreich erkennt man, dass die grünen südlicheren Zonen ebenso Strahlen obendrüber haben, die halt von näher schräg unten eher verschwinden, weil sie keine ausreichende Leuchtdichte erzeugen.
Auch lassen sich schwache Bänder in Büdelsdorf teilweise erahnen, die eben in Höhe X +/- zum starken Leuchten führen und ab Höhe X-Y schlagartig aufhören, weil ab da Moleküldichte oder Druck oder sonstwas quasi schlagartig zu hoch ist oder irgendwas in anderen Verbindungen ab da gebunden ist.
Auch sieht man bei den Blobs in Büdelsdorf im Süden und Westen (da hab ich hingeschaut), wenn man sie als Vorhänge mit stark strahlendem unteren Ende deutet, wie diese Bänder zwischendrin manchmal unterbrochen sind (als sei da eine Abschattung von oben mittendrin) oder wie diese Bänder oder Teile von diesen abgeteilten Bändern quasi ein, zwei "Feldlinienpotentiale" weiterhüpfen und dort zu einem neuen Blob bzw. einem kleinem Vorhang werden. "Feldlinie" ist jetzt vielleicht nicht ganz so konsequent mit Feldlinien vom Erdmagnetfeld zu verstehen. Aber wenn man ein einzelnes Band innerhalb einer Leuchteinheit als ein Produkt eines Äquipotentials ansieht, so sieht man auch, dass dieses Äquipotential eine Zeitlang stabil sein kann, dieses sich aber auch in sich verwirbeln kann (das schafft dann besonders im hohen Norden diese geringelten Bänder z.B.).
Was mir an einer Stelle rund um 22:20 oder 22:40 auf den Bildern von Büdelsdorf auch auffiel (Süden oder Westen), dass ein kleiner sehr hell leuchtender Kern eines Blobs für eine Zeitlang inmitten der anderen leuchtenden Zone auffallend dunkel blieb - dass also das Leuchtmittel zu diesem Zeitpunkt verbraucht war und sich erst mal wieder rekonstituieren musste, um erneut mit der Umgebung mitzuleuchten. Vielleicht erzähle ich den Leuten mit hoher Expertise hier überhaupt nichts neues. Wollte ich aber halt mal einwerfen.
Ich glaube, mit diesen Denkansätzen könnte man auch den RAGDAs näher beikommen.
Und dabei hilft es, gleiche Leuchtquellen aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren. Also werft Eure Bilder mit möglichst Sekundenangaben zusammen und bastelt Euch grob die Blickrichtungen auf einer Karte zusammen, um den 3D-Strukturen näherzukommen, was Ihr da auf Euren tollen Bildern habt.
Jedenfalls eignet sich Büdelsdorf hervorragend dazu, Eure Bilder und "Leuchtquellen" einzuordnen.
Und vielleicht setzt ja irgendwer mal eine KI auf, um das Bildmaterial zu sammeln und tatsächlich eine 3D-Analyse von solch einem Event zu machen.
Gruß
Wolfgang,
der keine Ahnung hat...
Achja, wiederhole ich hier nochmal den Link zu dem Blick aus Frankreich:
Frankreich, Aiguille Rouge: https://app.webcam-hd.com/lesarcs/aigui ... 01-19_2220 (zum Beispiel also 22:20 Uhr)
und einfacher Zugang Bildmaterial Büdelsdorf: https://www.buedelsdorfwetter.de/noaa_graphs.php
Denn ich denke, Ihr habt bestimmt recht oft dieselben Lichtquellen (um es mal neutral zu sagen) aufgenommen, nur kaum mit zeitlichem Versatz, aber mit deutlich anderer Perspektive.
Michael Green hat in Büdelsdorf (Schlesw.-H.) das ganze Event in allen vier Himmelsrichtungen dokumentiert, alle 10 Sekunden.
Siehe Beitrag https://forum.meteoros.de/viewtopic.php ... 20#p252198 (oder direkt bei ihm)
Da kann man sicherlich alles, was Ihr fotografiert habt, wiederfinden, nur halt aus einer anderen Perspektive.
Ich habe mich gerade selbst damit auseinander gesetzt.
(Beitrag zu gestern Nacht: https://forum.meteoros.de/viewtopic.php ... 34#p252334 )
Bei mir ging es vor allem um die zwei Aufnahmen einer Webcam aus der Stadt Frankfurt.
In Frankfurt sieht es aus wie ein grüner Beamer (in Wirklichkeit entlang eines Vorhangs geguckt),
in Büdelsdorf wie ein Blob oder Hauptleuchten vom Vorhang (mehr auf die Breitseite geguckt)
und aus den frz. Westalpen wie ein Vorhang von Beamern (von Süden auf die Breitseite geguckt).
Und aus Frankreich lassen sich auch die dazugehörigen Strahlen obendrüber erkennen.
Und das rote SAR sieht auch aus wie ein Konzert aus Beamern, aus Frankreich betrachtet.
Aus Büdelsdorf erkennt man, dass das rote Band abgesetzt ist von den grünen Vorhängen oder Einzelblobs (wenn man nah oder drunter ist). Und wie gesagt aus Frankreich erkennt man, dass die grünen südlicheren Zonen ebenso Strahlen obendrüber haben, die halt von näher schräg unten eher verschwinden, weil sie keine ausreichende Leuchtdichte erzeugen.
Auch lassen sich schwache Bänder in Büdelsdorf teilweise erahnen, die eben in Höhe X +/- zum starken Leuchten führen und ab Höhe X-Y schlagartig aufhören, weil ab da Moleküldichte oder Druck oder sonstwas quasi schlagartig zu hoch ist oder irgendwas in anderen Verbindungen ab da gebunden ist.
Auch sieht man bei den Blobs in Büdelsdorf im Süden und Westen (da hab ich hingeschaut), wenn man sie als Vorhänge mit stark strahlendem unteren Ende deutet, wie diese Bänder zwischendrin manchmal unterbrochen sind (als sei da eine Abschattung von oben mittendrin) oder wie diese Bänder oder Teile von diesen abgeteilten Bändern quasi ein, zwei "Feldlinienpotentiale" weiterhüpfen und dort zu einem neuen Blob bzw. einem kleinem Vorhang werden. "Feldlinie" ist jetzt vielleicht nicht ganz so konsequent mit Feldlinien vom Erdmagnetfeld zu verstehen. Aber wenn man ein einzelnes Band innerhalb einer Leuchteinheit als ein Produkt eines Äquipotentials ansieht, so sieht man auch, dass dieses Äquipotential eine Zeitlang stabil sein kann, dieses sich aber auch in sich verwirbeln kann (das schafft dann besonders im hohen Norden diese geringelten Bänder z.B.).
Was mir an einer Stelle rund um 22:20 oder 22:40 auf den Bildern von Büdelsdorf auch auffiel (Süden oder Westen), dass ein kleiner sehr hell leuchtender Kern eines Blobs für eine Zeitlang inmitten der anderen leuchtenden Zone auffallend dunkel blieb - dass also das Leuchtmittel zu diesem Zeitpunkt verbraucht war und sich erst mal wieder rekonstituieren musste, um erneut mit der Umgebung mitzuleuchten. Vielleicht erzähle ich den Leuten mit hoher Expertise hier überhaupt nichts neues. Wollte ich aber halt mal einwerfen.
Ich glaube, mit diesen Denkansätzen könnte man auch den RAGDAs näher beikommen.
Und dabei hilft es, gleiche Leuchtquellen aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren. Also werft Eure Bilder mit möglichst Sekundenangaben zusammen und bastelt Euch grob die Blickrichtungen auf einer Karte zusammen, um den 3D-Strukturen näherzukommen, was Ihr da auf Euren tollen Bildern habt.
Jedenfalls eignet sich Büdelsdorf hervorragend dazu, Eure Bilder und "Leuchtquellen" einzuordnen.
Und vielleicht setzt ja irgendwer mal eine KI auf, um das Bildmaterial zu sammeln und tatsächlich eine 3D-Analyse von solch einem Event zu machen.
Gruß
Wolfgang,
der keine Ahnung hat...
Achja, wiederhole ich hier nochmal den Link zu dem Blick aus Frankreich:
Frankreich, Aiguille Rouge: https://app.webcam-hd.com/lesarcs/aigui ... 01-19_2220 (zum Beispiel also 22:20 Uhr)
und einfacher Zugang Bildmaterial Büdelsdorf: https://www.buedelsdorfwetter.de/noaa_graphs.php
Zuletzt geändert von Wolfgang Speckert am 21. Jan 2026, 04:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Wolfgang Speckert
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Hallo Benjamin.Benjamin Knispel hat geschrieben: ↑20. Jan 2026, 21:24 Hallo zusammen,
ich habe bei mir (als die grünen, pulsierenden Flächen komplett bis in den Süden durchgewandert waren) auch immer zusammen den roten Bogen bei den grünen Flächen drauf. Anbei Bilder, die zwischen 23:00 MEZ und 23:07 MEZ entstanden sind.
(Bilder)
Deine ersten vier, fünf Bilder entsprechen den grünen Strukturen, die Michael Green in Büdelsdorf auf seiner Südkamera (und im westlichen Fortsatz auch auf der Westkamera links dort) in den Kernzeiten 23:01:19 bis 23:01:39 aufgenommen hat.
Bei der Südkamera sieht man drei grüne Bereiche - alle so etwa auf einer Linie. Davon den mittleren und den rechten grünen Bereich hast Du auf Deinen Bildern. Du bist halt näher dran und siehst feinere Strukturen, auch hast Du vermutlich länger belichtet als in Büdelsdorf. Wenn Du auf Deinen ersten Bildern ebenso drei grüne Bereiche ausmachen kannst, so fasse den mittleren und den hinteren (weiter rechts) Bereich als einen auf = dieser Komplex entspricht dem rechten grünen Klecks auf Michaels Südbildern. In den Westbildern setzt sich der Klecks noch fort, aber weniger strukturiert und vermutlich verschwimmt Dein hinterer Bereich und weiteres in Büdelsdorf auch im Besiedlungslichtdunst und hinter dem Schornsteinrauch.
Dein vorderer, zunächst angeschnittener grüner Bereich, also der mittlere auf Büdelsdorf-Süd, endet auf der rechten, also westlichen Seite so in etwa über Meschede / Attendorn im Sauerland. Dein zweiter/dritter Bereich = der rechte Bereich auf Büdelsdorf-Süd beginnt so etwa über Hagen in Westfalen und zieht sich (Dein zweiter und dritter Klecks zusammen betrachtet) bis etwa über Venlo hin fort. Der hintere Bereich verlässt diese Linie und ist etwas südwestlich versetzt dann irgendwo über Süd-NL oder Belgien.
Auffallend ist, dass diese Hauptlinie aus Deinen ersten fünf Bildern, die dann später verblasst, seit etwa 22:35 immer mal wieder aktiv ist und an unterschiedlichen Abschnitten mal aufleuchtet oder dunkel bleibt. Sie setzt sich auch im Osten fort und wird wohl auch verantwortlich sein, dass sie z.B. auch über Dresden im Zenith mal zu beobachten war.
Auf Deinen Bildern sieht man schon, dass das rote über den grünen Bereichen nicht direkt ineinander übergeht, sondern zwischen dem roten und dem grünen ein Spalt bleibt, der manchmal perspektivisch verschwindet. Besser sieht man den quasi inaktiven Spalt auf den Bildern von Büdelsdorf. Dort sieht es aus, als sei das rote Leuchten parallel etwas nördlicher - vermutlich ist es aber einfach nur etliche Kilometer höher als das grüne Leuchten.
Insgesamt ist "Deine" grüne Linie mit der Zeit südwärts gezogen. Das hast Du ja auch beobachtet, hast Du geschrieben. Das kann man deutlich auf den Bildern bei Büdelsdorf-Süd nachverfolgen.
Meine grüne Linie, die ich auf der Webcam in Mainz um 22:48 im Zenith zwischen Nebel beobachtet habe, taucht auch in Büdelsdorf auf. Sie ist sporadischer aktiv und vor allem rechts im Südbild weiter entfernt immer mal zu sehen. Inzwischen sehe ich auf anderen Bildern (1-min-Turnus) von der Webcam Mainz weitere Spuren dieser Linie, die so ab Mainz westwärts leuchtet. Mainz liegt relativ genau unter dem Stern Rigel vom Orion, von Büdelsdorf aus gesehen. Und inzwischen habe ich auch Spuren von "Deiner" Linie auf der Mainzer Webcam entdeckt. Jetzt weiss ich eben, worauf ich achten muss.
Und schön kann man "Deine" Linie (ich nenne sie mal Dresden - Hagen - Venlo) und ringsum auf der Webcam von Frankreich (Aiguille Rouge) sehen, wovon es leider aber nur Bilder gibt von 22:35, 22:50, 23:05. Um 22:50 ist auch "meine" Linie in einer Fortsetzung weiter westlich zu sehen - ich nenne sie mal die 50°-Linie. Sie ist zwar da gerade wieder inaktiv, aber im Westen ist noch ein Stück aktiv, irgendwo über der Bretagne bis Südengland. Auf dem Frankreichbild ist schön diese zweite aktive Linien-"Ebene" zu erkennen, die also weiter südlicher ist als der Hauptkranz; aus Frankreich geblickt eben dem Hauptkranz etwas näher vorgelagert (mit besagtem Rest eben auf der linken Seite der kompletten Show).
In diesem Anblick ist eben auch zu erkennen, dass die grünen Zonen bereits höher in der Atmosphäre grün leuchten, ehe sie in den untersten Kilometern leuchtmäßig vollends aufleuchten und unten zumeist jäh abrupt enden.
Hier die Webcam-Bilder aus Mainz mit Spuren der zwei "Linien-Ebenen" - die eine läuft im Norden, die andere im Zenith
(vergleiche Frankreich und Büdelsdorf)
chronologisch rückwärts, damit man weiss, worauf man achten muss:
22:50:01. Hier klare Sache ("meine" 50-Grad.Linie):
22:46:01. Hier auf derselben Linie, aber nur in Richtung Westen (im Bildausschnitt oben zu finden) vorhanden, dafür breiter:
& die Dresden-Hagen-Venlo-Linie macht sich bemerkbar, vor allem Richtung Venlo, aber auch ein kleiner Abschnitt ziemlich in Nordrichtung lässt sich diffus erkennen:
22.44:01. Hier die 50°-Linie auch nur nach Westen. Von der anderen Linie ist die Venlo-Komponente da, aber der Klecks im Norden ist davon noch nicht zu sehen. In den Minutenbildern dazwischen war nichts zu sehen.
Die Webcam streamt 25 Bilder/s. Der Zeitraffer (hieraus sind die Bilder gefreezet) scheint wohl keine Bilder aufzusummieren, sondern alle Minute ein Einzelbild dieses Streams für den Zeitraffer zu verwenden.
Die Webcam in Frankreich scheint einige Sekunden zu belichten bzw. aufzusummieren. (Siehe kleine Flugspuren) Und wie zeitgenau und in welchem genauen Zeitfenster z.B. das Bild für 22:50 gemacht wird, lässt sich nicht ganz einschätzen.
Büdelsdorf belichtet 5 oder 8 Sekunden, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
Gruß
Wolfgang
Links:
Frankreich, Aiguille Rouge: https://app.webcam-hd.com/lesarcs/aigui ... 01-19_2250 22:50 Uhr
vor 23:00 Uhr: Büdelsdorf-Süd, Büdelsdorf-West
nach 23:00 Uhr: Büdelsdorf-Süd, Büdelsdorf-West
-
Wolfgang Speckert
- Beiträge: 52
- Registriert: 12. Sep 2014, 11:18
- Wohnort: Mainz
Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Noch eins:
Ich weiß nicht, ob das noch zum Thema RAGDA passt,
aber schaut Euch mal bitte rechts im Bild die Kamera Büdelsdorf-West an,
und zwar von 23:13:10 bis 23:14:30
(nochmals Link)
da bildet die Feinstruktur im Grünen ein Fischgrätenmuster aus, also kurzzeitig eine sogenannte Dünen-Aurora.
Edit: Auch in der Minute 09 da schon mal zu sehen. Da sinken die Dünen
(was auch immer das ist - stehende Wellen, Kelvin-Helmholtz-Wellen, äquipotentiale Flächen, erneut ausgeschlagene Protonen, die nach Wegstrecke X erneut kollidieren, ...)
langsam nach unten.
(Feinstruktur hat schon 23:08:49 einen Vorläufer, der sich bereits 20 Sekunden vorher ab :30 sichtbar aufbaut)
--
B.T.W. im selben Stundenvideo am selben Leuchtobjekt, kurz zuvor auch eine interessante Feinstruktur:
(nur erkennbar mit einem gewissen Willen von perspektivischer Abstraktion)
23:11:10 bis 23:13:40
im grünen Leuchtgebilde vor dem Hintergrund des roten Streifens (welcher auch schon fälschlicherweise als STEVE gedeutet wurde).
Das Grün und das Rot hat räumlich nichts miteinander zu tun...
Da kommt vor dem roten Balken in Bildmitte im grünen Objekt,
perspektivisch scheinbar aus dem roten Balkenstrahl entkrochen
sowas wie ein reingeblasener Zigarettenrauchring ins Grüne,
der sich trichterförmig nach rechts unten ausbreitet, bei 23:12:20 quasi am eindrucksvollsten erscheint,
dessen Struktur aber sich noch bis 23:12:20 erhält und inzwischen "mit Rauch gefüllt" ist.
Vielleicht alles olle Kamellen für Euch, aber mir ist das irgendwie ins Auge gestochen.
Ich weiß nicht, ob das noch zum Thema RAGDA passt,
aber schaut Euch mal bitte rechts im Bild die Kamera Büdelsdorf-West an,
und zwar von 23:13:10 bis 23:14:30
(nochmals Link)
da bildet die Feinstruktur im Grünen ein Fischgrätenmuster aus, also kurzzeitig eine sogenannte Dünen-Aurora.
Edit: Auch in der Minute 09 da schon mal zu sehen. Da sinken die Dünen
(was auch immer das ist - stehende Wellen, Kelvin-Helmholtz-Wellen, äquipotentiale Flächen, erneut ausgeschlagene Protonen, die nach Wegstrecke X erneut kollidieren, ...)
langsam nach unten.
(Feinstruktur hat schon 23:08:49 einen Vorläufer, der sich bereits 20 Sekunden vorher ab :30 sichtbar aufbaut)
--
B.T.W. im selben Stundenvideo am selben Leuchtobjekt, kurz zuvor auch eine interessante Feinstruktur:
(nur erkennbar mit einem gewissen Willen von perspektivischer Abstraktion)
23:11:10 bis 23:13:40
im grünen Leuchtgebilde vor dem Hintergrund des roten Streifens (welcher auch schon fälschlicherweise als STEVE gedeutet wurde).
Das Grün und das Rot hat räumlich nichts miteinander zu tun...
Da kommt vor dem roten Balken in Bildmitte im grünen Objekt,
perspektivisch scheinbar aus dem roten Balkenstrahl entkrochen
sowas wie ein reingeblasener Zigarettenrauchring ins Grüne,
der sich trichterförmig nach rechts unten ausbreitet, bei 23:12:20 quasi am eindrucksvollsten erscheint,
dessen Struktur aber sich noch bis 23:12:20 erhält und inzwischen "mit Rauch gefüllt" ist.
Vielleicht alles olle Kamellen für Euch, aber mir ist das irgendwie ins Auge gestochen.
- Marko Rummelsburg
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- Registriert: 25. Sep 2023, 16:12
- Wohnort: Berlin
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Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
…
Kompliziert mit Proton-Aurora und den (Elektronen-)Strahlen/Säulen/Beamern/Pillars ist, dass sie ja durchaus zusammen vorkommen können. Als zwei Phänomene am gleichen Ort. Oder als optische Täuschung am gleichen Ort (tatsächlich hintereinander). Weiterhin können Blobs auch Folge von Joule-Heating sein, dann aber wandern sie kaum und sind noch diffuser schätze ich. Substorm-Onset-Waves können Blob-artig aussehen, pulsierende Aurora kann helle isolierte Flecken erzeugen, und zu guter Letzt können SAR, STEVE und RAGDA ineinander übergehen, von einem zweiten SAR-Bogen wurde berichtet - wie soll man da den Überblick behalten?
Proton-Aurora als solche ist nicht selten. 10% der Aurora sind in der Regel Proton-Aurora. Nur ist sie selten zweifelsfrei zu identifizieren.
Ich schätze am besten eignen sich Videos von der ISS mit Blick von oben/vorne zur Identifizierung, aber leider gibt es die nur, wenn mal jemand da oben so gnädig ist, seine Kamera ein paar Minuten ans Fenster zu halten. Die Außenkameras (?) für die Livestreams zeigen leider fast nie nach Norden oder Süden.
Kompliziert mit Proton-Aurora und den (Elektronen-)Strahlen/Säulen/Beamern/Pillars ist, dass sie ja durchaus zusammen vorkommen können. Als zwei Phänomene am gleichen Ort. Oder als optische Täuschung am gleichen Ort (tatsächlich hintereinander). Weiterhin können Blobs auch Folge von Joule-Heating sein, dann aber wandern sie kaum und sind noch diffuser schätze ich. Substorm-Onset-Waves können Blob-artig aussehen, pulsierende Aurora kann helle isolierte Flecken erzeugen, und zu guter Letzt können SAR, STEVE und RAGDA ineinander übergehen, von einem zweiten SAR-Bogen wurde berichtet - wie soll man da den Überblick behalten?
Proton-Aurora als solche ist nicht selten. 10% der Aurora sind in der Regel Proton-Aurora. Nur ist sie selten zweifelsfrei zu identifizieren.
Ich schätze am besten eignen sich Videos von der ISS mit Blick von oben/vorne zur Identifizierung, aber leider gibt es die nur, wenn mal jemand da oben so gnädig ist, seine Kamera ein paar Minuten ans Fenster zu halten. Die Außenkameras (?) für die Livestreams zeigen leider fast nie nach Norden oder Süden.
☞ Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.
☞ raumwetter.de
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- Henning Untiedt
- Beiträge: 552
- Registriert: 18. Mär 2015, 07:04
- Wohnort: 24321 Tröndel
Re: RAGDA (Red Arc with Green Diffuse Aurora) oder / und IPA (Isolated Proton Aurora)?
Hallo Wolfgang,
hallo in die Runde.
Zu dem Thema ziehe ich mal ein Bild vom Faden Polarlicht 19/20 hier rüber: Dieses Bild wurde um ca. 22:12h UTC, also 23:12h MEZ aufgenommen und zeigt das von Dir beschriebene Phänomen.
Dies nur als Ergänzung.
Herzliche Grüsse
Henning
hallo in die Runde.
Zu dem Thema ziehe ich mal ein Bild vom Faden Polarlicht 19/20 hier rüber: Dieses Bild wurde um ca. 22:12h UTC, also 23:12h MEZ aufgenommen und zeigt das von Dir beschriebene Phänomen.
Dies nur als Ergänzung.
Herzliche Grüsse
Henning
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