Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Kopfechos und Perseiden 2025
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Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Quadrantiden 2025 und Kopfechos
Guten Tag.
Hier ist noch ein sehr schöner Vorbeiflug von heute, siehe auch Nr. 4 im letzten Beitrag.
Doppler Null ist am kräftigen GRAVES-Träger gut zu erkennen. Im Moment ist eine gestockte vertikal polarisierte Antenne angeschlossen, welche sehr empfindlich in Richtung Horizont ist.
Viele Grüße
Wilhelm
Hier ist noch ein sehr schöner Vorbeiflug von heute, siehe auch Nr. 4 im letzten Beitrag.
Doppler Null ist am kräftigen GRAVES-Träger gut zu erkennen. Im Moment ist eine gestockte vertikal polarisierte Antenne angeschlossen, welche sehr empfindlich in Richtung Horizont ist.
Viele Grüße
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Re: Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Quadrantiden 2025 und Kopfechos
Guten Tag.
Heute Nacht um 3:45 h UT gab es einen Wiedereintritt, wie auch in anderen Beiträgen zu lesen ist.
Meine GRAVES-Anlage hat das Ereignis auch aufgezeichnet.
Die Echos sind etwas schwach. Man muss aber bedenken, dass die Trümmer nur von der GRAVES Rückkeule belichtet wurden.
Viele Grüße
Wilhelm
Heute Nacht um 3:45 h UT gab es einen Wiedereintritt, wie auch in anderen Beiträgen zu lesen ist.
Meine GRAVES-Anlage hat das Ereignis auch aufgezeichnet.
Die Echos sind etwas schwach. Man muss aber bedenken, dass die Trümmer nur von der GRAVES Rückkeule belichtet wurden.
Viele Grüße
Wilhelm
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Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Quadrantiden 2025 und Kopfechos
Guten Tag.wisi-testpilot hat geschrieben: ↑12. Feb 2025, 10:48
1) Gezacktes Echo ohne Kopfecho. Der Meteoroid fliegt parallel zum Radar auf das Radar zu. Das lässt sich aus den Histogrammen ableiten, z.B. bei den QUA 2025, s. Artikel oben. Die Echos liegen ungefähr bei der Null-Doppler-Frequenz, im Folgenden als Doppler-Null bezeichnet. Doppler-Null ist mit einem roten Punkt gekennzeichnet.
2) Gezacktes Echo mit etwas Kopfecho. Der Meteoroid fliegt fast parallel zum Radar auf das Radar zu. Da der Winkel nun nicht mehr 180° beträgt, wird das Kopfecho sichtbar.
3) Der Meteoroid fliegt in einem flacheren Winkel als bei 2) auf das Radar zu. Das Kopfecho ist deutlich sichtbar. Oft sind auf dem Kopfecho Pulsierungen zu sehen, siehe das gelbe P. Es wird vermutet, dass Fragmentierung des Meteoroiden die Ursache ist.
4) Der Meteoroid macht einen Vorbeiflug. Blau bedeutet, der Abstand zum Radar verkürzt sich, rot bedeutet, er entfernt sich. Im Fall 4) fand die Explosion unterhalb Doppler-Null statt, also auf dem Wegflug.
5) Der Meteoroid fliegt parallel zum Radar. Die Explosion fand unter Doppler-Null statt.
Hier ist ein Update zu meinen Meteor-Typen.
Viele Grüße
Wilhelm
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Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Quadrantiden 2025 und Kopfechos
Guten Tag.
So, meine beiden Arbeiten zu den Quadrantiden 2025 und zu den Kopfechos sind nun auch offiziell erschienen, s. ab Seite 115.
https://www.emeteornews.net/wp-content/ ... 2025_2.pdf
Ich wünsche Euch einen sonnigen Tag und viele Grüße
Wilhelm
So, meine beiden Arbeiten zu den Quadrantiden 2025 und zu den Kopfechos sind nun auch offiziell erschienen, s. ab Seite 115.
https://www.emeteornews.net/wp-content/ ... 2025_2.pdf
Ich wünsche Euch einen sonnigen Tag und viele Grüße
Wilhelm
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Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Lyriden 2025 und Kopfechos
Guten Tag.
Aus der Lyriden-Zeit habe ich ein paar schöne Echos, die zum Diagramm oben passen:
Typ 2. Das Trailecho ist gezackt und das Kopfecho ist nur schwach zu erkennen. Der Meteoroid fliegt also fast senkrecht auf das Radar zu.
Typ 3. Der Meteor endet im Radar-Strahl.
Zwischen Kopfecho und Trailecho gibt es laut Literatur eine Totzeit. Die lässt sich hier erahnen. Ich versuche es noch mit höherer Auflösung aufzunehmen.
Typ 4. Ein kompletter Vorbeiflug (von 2 Fragmenten). Vielleicht haben die Meteoroide nur die Atmosphäre angekratzt.
Typ 5. Der Meteoroid fliegt vom Radar weg.
Viele Grüße
Wilhelm
Typ 2
Typ 3
Typ 4
Typ 5
Aus der Lyriden-Zeit habe ich ein paar schöne Echos, die zum Diagramm oben passen:
Typ 2. Das Trailecho ist gezackt und das Kopfecho ist nur schwach zu erkennen. Der Meteoroid fliegt also fast senkrecht auf das Radar zu.
Typ 3. Der Meteor endet im Radar-Strahl.
Zwischen Kopfecho und Trailecho gibt es laut Literatur eine Totzeit. Die lässt sich hier erahnen. Ich versuche es noch mit höherer Auflösung aufzunehmen.
Typ 4. Ein kompletter Vorbeiflug (von 2 Fragmenten). Vielleicht haben die Meteoroide nur die Atmosphäre angekratzt.
Typ 5. Der Meteoroid fliegt vom Radar weg.
Viele Grüße
Wilhelm
Typ 2
Typ 3
Typ 4
Typ 5
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Re: Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Lyriden 2025 und Kopfechos
Guten Tag.
Hier ist noch ein schöner Vorbeiflug (Typ 4) von heute. Doppler Null ist bei ~1450-1500 Hz, wo auch die kleinen Echos zu sehen sind. Unterhalb Doppler-Null sind ausgeprägte Pulsierungen zu erkennen. Der Meteoroid bewegt sich mit seiner Plasmawolke unterhalb Doppler Null vom Radar weg. Das Radar blickt also von hinten auf die Plasmawolke. Die Interferenzen, die die Pulsationen hervorrufen, entstehen vermutlich durch Reflexionen an den Grenzflächen der ionisierten Gase, deren Reflexionsverhalten sich durch Turbulenzen ändert.
Viele Grüße
Wilhelm
Typ 4, Vorbeiflug
Hier ist noch ein schöner Vorbeiflug (Typ 4) von heute. Doppler Null ist bei ~1450-1500 Hz, wo auch die kleinen Echos zu sehen sind. Unterhalb Doppler-Null sind ausgeprägte Pulsierungen zu erkennen. Der Meteoroid bewegt sich mit seiner Plasmawolke unterhalb Doppler Null vom Radar weg. Das Radar blickt also von hinten auf die Plasmawolke. Die Interferenzen, die die Pulsationen hervorrufen, entstehen vermutlich durch Reflexionen an den Grenzflächen der ionisierten Gase, deren Reflexionsverhalten sich durch Turbulenzen ändert.
Viele Grüße
Wilhelm
Typ 4, Vorbeiflug
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Re: Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Kopfechos und Arietiden 2025
Guten Tag.
Ich habe gerade wieder eingeschaltet. Im Moment sind die Arietiden aktiv. Das Maximum ist am 7. oder 10. Juni, je nach Quelle.
Vor 3 Jahren habe ich darüber meine erste Meteor-Arbeit gemacht.
Die Rate entspricht/entsprach ungefähr der Rate der Perseiden, allerdings sind die Partikel kleiner als bei den Perseiden.
Außerdem sind die Arietiden hier nur tagsüber mit dem Radar zu beobachten.
Viele Grüße
Wilhelm
Ich habe gerade wieder eingeschaltet. Im Moment sind die Arietiden aktiv. Das Maximum ist am 7. oder 10. Juni, je nach Quelle.
Vor 3 Jahren habe ich darüber meine erste Meteor-Arbeit gemacht.
Die Rate entspricht/entsprach ungefähr der Rate der Perseiden, allerdings sind die Partikel kleiner als bei den Perseiden.
Außerdem sind die Arietiden hier nur tagsüber mit dem Radar zu beobachten.
Viele Grüße
Wilhelm
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Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Kopfechos und Arietiden 2025
Aus der Zeit der Arietiden habe ich ein neues Diagramm mit den Meteor-Typen erstellt:
1) Gezacktes Echo ohne Kopfecho. Der Meteoroid fliegt parallel zum Radar auf das Radar zu.
Der Typ "Gezacktes Echo" ist in meiner KI-Methode eine eigene Klasse, sodass sich deren Häufigkeit auswerten lässt. Die Echos liegen ungefähr bei Doppler-Null. Doppler Null ist mit dem roten Punkt gekennzeichnet.
2) Gezacktes Echo mit etwas Kopfecho. Der Meteoroid fliegt fast parallel zum Radar auf das Radar zu. Da der Winkel nun nicht mehr 180° beträgt, wird das Kopfecho mehr oder weniger sichtbar.
3) Der Meteoroid fliegt in einem flacheren Winkel als bei 2) auf das Radar zu. Das Kopfecho ist deutlich sichtbar.
Anfang des Jahres, bei den Quadrantiden, waren auf dem Echo oft Pulsierungen zu sehen, welche auf Fragmentierung des Meteoroiden hindeuten. Hier, bei den Arietiden, zeigen die Echos kaum Pulsierungen. Das könnte auf eine andere Zusammensetzung der Meteoroiden hindeuten. Das Phänomen werde ich aber noch genauer untersuchen.
4) Der Meteoroid macht einen Vorbeiflug. Blau bedeutet, der Abstand zum Radar verkürzt sich, rot bedeutet, er entfernt sich.
In den Fällen 4) und 5) sind unterhalb Doppler-Null ähnliche Pulsierungen zu erkennen. Der Meteoroid bewegt sich mit seiner Plasmawolke vom Radar weg. Das Radar blickt also von hinten auf die Plasmawolke. Die Interferenzen, die die Pulsationen hervorrufen, entstehen vermutlich durch Reflexionen an den Grenzflächen der ionisierten Gase, deren Reflexionsverhalten sich durch Turbulenzen ändert.
Das letzte Bild (5) zeigt auch ein Trail-Echo. Dieses Echo kommt immer bei Doppler Null, außer es ist sehr windig da oben.
Viele Grüße
Wilhelm
1) Gezacktes Echo ohne Kopfecho. Der Meteoroid fliegt parallel zum Radar auf das Radar zu.
Der Typ "Gezacktes Echo" ist in meiner KI-Methode eine eigene Klasse, sodass sich deren Häufigkeit auswerten lässt. Die Echos liegen ungefähr bei Doppler-Null. Doppler Null ist mit dem roten Punkt gekennzeichnet.
2) Gezacktes Echo mit etwas Kopfecho. Der Meteoroid fliegt fast parallel zum Radar auf das Radar zu. Da der Winkel nun nicht mehr 180° beträgt, wird das Kopfecho mehr oder weniger sichtbar.
3) Der Meteoroid fliegt in einem flacheren Winkel als bei 2) auf das Radar zu. Das Kopfecho ist deutlich sichtbar.
Anfang des Jahres, bei den Quadrantiden, waren auf dem Echo oft Pulsierungen zu sehen, welche auf Fragmentierung des Meteoroiden hindeuten. Hier, bei den Arietiden, zeigen die Echos kaum Pulsierungen. Das könnte auf eine andere Zusammensetzung der Meteoroiden hindeuten. Das Phänomen werde ich aber noch genauer untersuchen.
4) Der Meteoroid macht einen Vorbeiflug. Blau bedeutet, der Abstand zum Radar verkürzt sich, rot bedeutet, er entfernt sich.
In den Fällen 4) und 5) sind unterhalb Doppler-Null ähnliche Pulsierungen zu erkennen. Der Meteoroid bewegt sich mit seiner Plasmawolke vom Radar weg. Das Radar blickt also von hinten auf die Plasmawolke. Die Interferenzen, die die Pulsationen hervorrufen, entstehen vermutlich durch Reflexionen an den Grenzflächen der ionisierten Gase, deren Reflexionsverhalten sich durch Turbulenzen ändert.
Das letzte Bild (5) zeigt auch ein Trail-Echo. Dieses Echo kommt immer bei Doppler Null, außer es ist sehr windig da oben.
Viele Grüße
Wilhelm
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Re: (Titel angepasst) RADAR Beobachtungen ab 2023, aktuell Kopfechos und Perseiden 2025
Guten Tag.
Die Perseiden habe ich in diesem Jahr mit einer kleinen Unterdach-Antenne aufgenommen. Direkt an der Antenne ist ein Vorverstärker angeschlossen, der die Verluste des Kabels kompensiert.
Zwei Echos sind angehängt:
Ein sehr langes Echo aus der Mittagszeit (10:07 / 08 h UT), das sich über die ersten vier Bilder erstreckt. Am Ende wird das Trail-Echo von einen Kopfecho gekreuzt.
Ein kräftiges Kopfecho von 9:03 h UT, beides vom 13. August 2025.
Bei den Kopfechos besteht immer die Gefahr, dass man einen Glitch (s. unten) für ein Kopfecho hält. Daher lasse ich nun immer eine 2D- und eine 3D-Aufnahme parallel laufen. Im letzten Bild sind ein Kopfecho und ein Glitch knapp hintereinander zu sehen.
Viele Grüße
Wilhelm
Bei den Glitches handelt es sich im Prinzip um Knackimpulse, die durch das Umschalten der Antennen entstehen.
Dann ändert sich die Signalintensität oft schlagartig, was nach der Fouriertransformation dann ein breites Spektrum erzeugt.
Die Perseiden habe ich in diesem Jahr mit einer kleinen Unterdach-Antenne aufgenommen. Direkt an der Antenne ist ein Vorverstärker angeschlossen, der die Verluste des Kabels kompensiert.
Zwei Echos sind angehängt:
Ein sehr langes Echo aus der Mittagszeit (10:07 / 08 h UT), das sich über die ersten vier Bilder erstreckt. Am Ende wird das Trail-Echo von einen Kopfecho gekreuzt.
Ein kräftiges Kopfecho von 9:03 h UT, beides vom 13. August 2025.
Bei den Kopfechos besteht immer die Gefahr, dass man einen Glitch (s. unten) für ein Kopfecho hält. Daher lasse ich nun immer eine 2D- und eine 3D-Aufnahme parallel laufen. Im letzten Bild sind ein Kopfecho und ein Glitch knapp hintereinander zu sehen.
Viele Grüße
Wilhelm
Bei den Glitches handelt es sich im Prinzip um Knackimpulse, die durch das Umschalten der Antennen entstehen.
Dann ändert sich die Signalintensität oft schlagartig, was nach der Fouriertransformation dann ein breites Spektrum erzeugt.
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