Als Reaktion auf meine Aufnahmen von NLC-Streifen neben dem abnehmenden Mond (am Morgen des 3. Juli) bekam ich im Internet die Frage, ob es eigentlich Mondhalos in NLC gäbe - auf die ich bislang keine Antwort gefunden habe. Was haben die Eisteilchen in den Wolken eigentlich für eine Gestalt - und könnte das mit den Lichtwegen zu erkennbaren Haloformen führen?
das Geheimnis der Halos sind hexagonale Eiskristalle. Wasser kristallisiert unter halbwegs normalen Bedingungen immer hexagonal; ob das auch unter den extrem niedrigen Luftdrücken in der Mesosphäre der Fall ist, kann ich aus dem Stegreif nicht beantworten.
Ein anderer Aspekt ist die Größe der NLC-Kristalle. Diese beträgt maximal 100 nm, liegt also deutlich unter der Wellenlänge des sichtbaren Lichts. Daher sind m.E. keine Halos an NLCs möglich.
Hi, ich leite die Frage mal weiter. Ich kenne jmd, die über Eiskristalle in Wolken glaube ich promoviert hat.
Ich selber bin da eher bei Stefan, wenn die Kristalle 20 bis 100 nm groß sind, ist ihre Form eigentlich egal. Das ist Rayleigh Streuungsregime. Für geometrische Brechung und Reflexion an Kristalloberflächen braucht es wesentlich größere Teilchen.
Interessanter fände ich - wenn die NLCs schon so hoch stehen - dass das Licht dann stark polarisiert sein müsste.
Ich hatte letztes oder vorletztes Jahr mal die Frage gestellt, ob es eine Lichtsäule an NLCs geben kann... Damit hat sich die Frage beantwortet... Danke...!
Gruß Thorsten
Gruß Thorsten
circa N51°39' E008°31'
Erstes PL: 17.11.1989
Erste (bewusste) NLCs: 28.06.2007
Seit intensiverer Beobachtung - auch mit "Annke":
2026: N8 mit PL 16| N8 mit NLCs 30
2025: 58 | 21
2024: 30 | 16
2023: 18 | 16
2022: 0 | 20