Meteoriteneinschlag in Peru?

Forum zur Diskussion von Meteor- und Feuerkugelsichtungen, sowie zur Besprechung von Meteorströmen.
Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 22. Sep 2007, 11:02

Hallo,
auf dieser Seite gibt es zwei Untersuchungsberichte mit Bildern über den Meteoriten. Dem Meteoriten wurde der Name "Huanocollo" gegeben:
http://fcpn.umsa.bo/fcpn/app?service=pa ... cationList

Es soll sich demnach um einen einen Stein-Eisen Meteoriten vom Typ Pallasit mit folgender Zusammensetzung handeln:

Ortopiroxeno 70 - 73 %
Olivino 5–6%
Condrita 2-3%
Fitosilicato < 0.5 %
Minerales metálicos 8 -10 %
Óxidos e hidróxidos de Fe 3–4%
Vidrio 5-7%

Edit:
Allerdings wird das Gutachten hier bereits angezweifelt:
http://www.meteoritenjaeger.de/Forum/in ... ic=1172.30


Mark

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 23. Sep 2007, 01:20

Hallo zusammen,

ich habe heute die Einschlagsstelle besucht. Es war relativ leicht, den Ort zu finden, und die Polizisten, die den Krater bewachen, waren ebenfalls sehr hilfsbereit.

Von der Form des Kraters würde ich schon sagen, dass es sich um einen Impaktkrater handelt. Man kann durchaus erkennen, aus welcher Richtung das "Projektil" gekommen ist, die Wallhöhe ist unterschiedlich. Mir scheint eine Eruption eher unwahrscheinlich, da würde ich doch eine etwas gleichmäßigere Form erwarten, oder liege ich da falsch??

Entgegengesetzt zur mutmaßlichen "Einflugsrichtung" etwa 100m vom Krater entfernt befindet sich eine Hütte mit Wellblechdach, das an einer Stelle an der zum Krater zugewandten Seite durchschlagen wurde.

Der Krater verströmt tatsächlich unangenehme Gerüche. Mir kommt es aber weniger wie Schwefel vor, mehr wie ein fauliger, modriger Geruch. Auch wenn der Erdboden trocken erscheint, stösst man doch auf 3-4m Tiefe auf Grundwasser. Die haben mir Einheimische berichtet. Daher auch das Wasser im Krater. Das Gebiet ist über viele Quadratkilometer topfeben und liegt etwas höher als der Spiegel des Titicacasees, der nur einige km entfernt ist. Ich könnte mir also vorstellen, das die Gerüche aus dem Erdboden stammen, und durch den Einschlag nur freigesetzt wurden, mit ihm direkt aber nichts zu tun haben.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass einem von dem Geruch übel werden kann, zumal er, wie mir ein Polizist sagte, vor einigen Tagen weit stärker war als heute. Die Geschichte, das hunderte der Dorfbewohner krank seien, gehört aber wohl ins Reich der Märchen. Die Polizisten sagten mir, dass zwar viele über Kopfschmerzen o.ä. geklagt hätten (inklusive eines Polizeibeamten), aber niemand ist ernsthaft "krank". Mein Fahrer, selbst ortskundig, nannte die Krankheitsgeschichten der Medien schlicht eine Lüge.

Auch die Dorfbewohner, die ich gesehen habe, machten einen munteren Eindruck...

Falls es denn wirklich ein Meteorit war, eignet sich die Gegend wirklich hervorragend für eine Suche nach Fragmenten, da das Bodenprofil wirklich topfeben ist...das Gebiet selbst aber auch sehr groß!

Viele Grüße aus Peru,

Jan

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Julien Buri
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Beitrag von Julien Buri » 23. Sep 2007, 05:41

ein interessanter bericht, danke jan! ich denke das mit den krankheiten ist nur wieder ein trick der medien um die meldung mit einem hauch von "sensation" zu versehen. ist es nicht mystisch genug, hat kaum einer interesse...

gruss julien

Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 23. Sep 2007, 09:15

Hallo Jan,
also wenn die Hütte nur 100m vom Krater entfernt steht und das auch noch in Auswurfrichtung, dann stammt das Loch im Dach wohl eher von dem Auswurfmaterial.


"Justina Limache, 74, told El Comercio that when she heard the thunderous roar from the sky, she abandoned her flock of alpacas and ran to her small home with her 8-year-old granddaughter. She said that after the meteorite struck, small rocks rained down on the roof of her house for several minutes and she feared the house was going to collapse."

Auch bei der Beobachtung würde ich dann sagen, dass es eher Auswurfmaterial war als ein Meteorregen. Da auch nach einer Woche kein Foto von Meteoritfragmenten aufgetaucht ist, ist am wahrscheinlichsten, dass es keine Fragmente gibt, jedenfalls so gut wie keine. Abgesehen von dem Gutachten, wo ein winzig kleines Fragment untersucht wurde. Es ist schon merkwürdig, dass bei einem so grossen Krater alles in einem Stück runtergekommen sein soll. Wenn dort tausende Bruchstücke rungergekommen wären, hatte man sicherlich inzwischen etwas davon mitbekommen.

Ich sehe ziemlich starke Parallelen zu diesem Fall hier in New York:
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/20 ... 73796.html

Grüssse,
Mark

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 23. Sep 2007, 15:32

Hallo Mark,

wie gesagt, ich halte es für unwahrscheinlich, dass eine unterirdische Explosion den Krater verursacht hat. Es sieht eher so aus, als sein ein Körper von oben, unter einem gewissen Winkel "eingeflogen".

Ein befreundeter Amaterastronom befand sich zum Zeitpunkt des Einschlages in Puno, etwa 130 Kilometer entfernt. Er berichtet auch, den Fall gesehen zu haben.

Ich bin davon überzeugt, dass das Ding von oben kam. Ich wüsste auch nicht, was es dann anderes als ein Meteorit gewesen sein könnte.

Viele Grüße,

Jan

Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 23. Sep 2007, 18:31

Jan Hattenbach hat geschrieben:Hallo Mark,

wie gesagt, ich halte es für unwahrscheinlich, dass eine unterirdische Explosion den Krater verursacht hat. Es sieht eher so aus, als sein ein Körper von oben, unter einem gewissen Winkel "eingeflogen".
Naja, mal angenommen es hat sich um eine Art Geysier gehandelt, dann kann es ja durchaus sein, dass der Strahl nicht genau senkrecht aus dem Boden gekommen ist, sondern etwas schräg.
Ein befreundeter Amaterastronom befand sich zum Zeitpunkt des Einschlages in Puno, etwa 130 Kilometer entfernt. Er berichtet auch, den Fall gesehen zu haben.
Wann war denn das? Soweit ich bisher den Medien entnehmen konnte, ist der Krater gegen Mittag entstanden. Dann müsste er ja eine Tageslichtfeuerkugel gesehen haben?

Grüsse,
Mark

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 23. Sep 2007, 18:41

Soweit ich weiss, war es vergangenen Samsatg kurz vor Mitternacht. Woher hast du die Info, es sei am Tage gewesen?
Un objeto luminoso se estrelló poco antes de la medianoche del sábado en el pueblo de Carancas, en la provincia de Chucuito, situada unos 1.300 kilómetros al sur de Lima.
http://www.20minutos.es/noticia/277274/ ... rito/peru/

Gruss,

Jan

Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 23. Sep 2007, 18:56

Hallo Jan,

" Agregó que su choque contra la tierra fue sentido por la red sísmica nacional, tras producir un breve sismo de magnitud 1,5, lo que equivale a una explosión de 4,9 toneladas de dinamita.

En un informe enviado por el Instituto, el registro sísmico del golpe se produjo a las 11.49 horas (16.49 GMT) del sábado. "

http://www.eluniversal.com.mx/notas/450279.html
Sprich, Samstag um 16:49 GMT, 11:49 PST.
Am besten sollte man wieder ganz bei Null anfangen und zunächst mal klären, wann der Krater entstanden ist. Der Ort wäre auch interessant. Du hast nicht zufällig ein GPS dabei gehabt?


Grüsse,
Mark

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 23. Sep 2007, 19:40

Verrückt, es gibt Meldungen da ist es Mittag, bei anderen Mitternacht - anderswo heisst es "saturday afternoon"...ohmannohmann....

Ich frag bei meinem Bekannten nach, der wird sich ja noch daran erinnern, ob es Tag war oder Nacht...

Aber wenn ich mir einige Augenzeugenberichte durchlese (da ist won verschiedenfarbigem Rauch die Rede) kann es eigentlich nur bei Tageslicht gewesen sein.

Nein ein GPS besitze ich leider nicht. Ich gehe aber mal davon aus, dass ich diese Daten bei den Geologen erfahren kann.

Bis später,

Jan

Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 23. Sep 2007, 21:52

Hallo,
ein paar Randnotizen.

ESA:

"A recent meteorite strike in Peru highlights the practical benefits expected from ESA's Rosetta and Don Quijote missions."

http://www.esa.int/SPECIALS/ESApod/SEMDYSB1S6F_0.html
:lol:

Badastronomy.com mit ganz wilden Spekulationen:
http://www.badastronomy.com/bablog/2007 ... le-mayhem/

http://hisz.rsoe.hu/alertmap2/woalert_r ... 4&lang=eng

Grüsse,
Mark

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Peter Krämer
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Beitrag von Peter Krämer » 24. Sep 2007, 09:52

Hallo!
Das Rätsel des Giftmeteoriten scheint gelöst: Laut einer Meldung auf spaceweather.com ist der Boden an der Einschlagstelle arsenhaltig. Durch den Einschlag wurden Arsendämpfe freigesetzt, die aus dem Krater strömen. Die Leute, die dort nachsehen gingen, atmeten die Dämpfe ein und wurden krank.
Das also, Jan, ist der Geruch, den Du dort wahrgenommen hast. Wenn Du Kopfschmerzen bekommen solltest, ist das kein Killervirus aus dem All, sondern eine ganz irdische und zum Glück nur leichte Arsenvergiftung :wink:

Viele Grüße
Peter

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 24. Sep 2007, 12:19

Hallo Peter,

danke für deinen Hinweis. Das ist mal ein vernünftiger Artikel, und er scheint ein paar nachvollziehbare Erklärungen zu bieten. Ich setz mal den Direktlink rein:

http://news.nationalgeographic.com/news ... -peru.html

Ich fühle mich übrigens sehr gut und Kopfschmerzen habe ich keine bekommen. Aber doch ganz gut, dass die Polizisten uns verboten haben, uns direkt in den Wind und damit in die Ausdünstugen des Kraters zu stellen.

Viele Grüsse,

Jan

Dominic S.
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Beitrag von Dominic S. » 24. Sep 2007, 14:36

Tja Astronomie ist halt ein gefährliches(r) Hobby/Beruf. :D
Früher wurde man auf dem Scheiterhaufen verbrannt und heute zieht man sich eine Arsenvergiftung zu.

Naja eins sieht man wieder: Die Medien haben alles übertrieben...
Hätte mich aber auch gewundert wenn es anders gewesen wär.

Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 24. Sep 2007, 21:57

Hallo,
auf der Seite vom Planetarium Max Schreier ist jetzt ein neuer Bericht über den Meteoriten online.

Es wird gesagt, dass unten im Krater vermutlich gar kein Meteorit mehr liegt, weil der beim Einschlag zerstört sein soll. Am und um den Krater lag direkt nach dem Einschlag merkwürdiges Material grauer Farbe herum, das grösstenteils von Einheimischen eingesammelt wurde und wovon die Experten noch einige kleine Fragmente gefunden haben und untersuchen konnten. Das haben sie als Chondriten identifiziert. Die Masse des Meteoriden wird auf 350kg geschätzt und er ist mit 17km/s in die Atmosphäre eingedrungen.

Ich habe hier ein paar Screenshots aus den Videos von dem "grauen Material" zusammengestellt.
Bild


http://fcpn.umsa.bo/fcpn/app?service=pa ... cationList

Automatische Babelfish Übersetzung (im Zweifel besser das Original lesen):
"Towards the 16:45 UTC of past 15 of September, the inhabitants of the border region of the Desaguadero river listened to something so peculiar that she made them raise the Vista to the sky. What they saw will be something very difficult to forget. To traverse of a sky with clouds it passed an ardent bolide, very shining to thus weighing del noon, producing a strange noise something like a constant whistle accompanied by crujidos, dragged a tail of smoke, dust and small pieces of material. Moments later, to almost two kilometers This of the Desaguadero River, in the sector of Huanucollo, of the border community of Carancas, Department of Puno, Peru, the bolide crashed against the ground producing a strong explosion that was listened to kilometers of distance and leaving in the place a small crater of between 13 to 17 meters of diameter. From then the news that arrived they commented of the alarm of the inhabitants, of an unbearable scent in the place of the impact and that many of the people who had been made present collect a "material stranger of gray color", finished ill. The alarm was so that the Peruvian police ended up surrounding the place. Visitor of the deep space Two days after the wonderful east event, members of the Greater University of San Andrés, arrived at the site and, to weigh that settler and police had collected great part of that "material stranger of gray color" that was in the interior and around the crater, we could find some small fragments that now allow us to have one first idea of which it happened 15 of September the past. In effect, which happened that noon near the active border zone between Peru and Bolivia was the fall of a meteorite. A rocky body of a mass considered in 350 kilograms that after vagar during muños years by the deep space, enter the atmosphere of our planet with a speed of around 17 kilometers per second (at that speed it would be possible to be traveled from La Paz to Santa Cruz in only 50 seconds). As that space rock descended until reaching a height of approximately 70 kilometers, it began to crack, leaving to his step a great amount of dust and rock fragments. When the meteor reached a height of approximately 61 kilometers, it began to burn in a fragment cloud, becoming luminous and showing a tail. Until ending up crashing against the ground, close to the bed of a river of the sector of Huanucollo. It is of supposition that by the speed, ` I hit between the space rock and our planet was very strong. Obvious who took the worse part was the smallest object, than it ended up destroying itself in several fragments. Whereas to our planet to only it did a light notch him, a small crater of few meters of diameter. Therefore, which the settlers of the region near the Drainage saw, it was not the arrival of a material stranger that would bring diseases to them, climatic disorders or other misfortunes. Simply they were witnesses of the visit of a rock that, after vagar by the space during million years, finished its trip in the plateau. What it had happened was only the impact of a rocky object on the Earth surface.
(...)
In the case of the impact happened the past Saturday 15 of September, by small especimenes that was managed to collect we know, by a superficial analysis, which the meteorite that fell in Huanucollo is of the rocky type, concretely a condrita, is to say to a rich silicate meteorite in form of small esferitas or cóndrulos (of there the condrita name), with an iron content whose amount not yet has been needed. This allows us to have greater knowledge about the identity and history of our visitor, thus for example, we can assume that this meteorite was part of the surface of an asteroid that was taken long ago, perhaps by the impact with another asteroid. By the type of meteorite, also we can be conceited that its enter the terrestrial atmosphere was very rough, is that generally this type of meteorites is too fragile, fracture immediately and if they manage to arrive at the surface, they do it in form of fragments. Rocky meteorites are not known that surpass the two tons, greatest of rocky ones found is the Jilin that has the record of 1,77 tons, in comparison to meteorites of the ferrous type (iron compounds mainly), whose masses reach the tens of tons easily, as it is the case of the Hoba meteorite of more than 60 tons. Reason why it is common that a rocky meteorite like which it fell in Huanucollo, does not survive the impact, that is to say, it is little probable that is a mass of meteorite buried underneath the crater that formed. To have arrived at the surface and to have formed that crater, the meteorite necessarily must have entered the terrestrial atmosphere almost of perpendicular form to the surface. At a slow speed (we considered about 17 km/s). And in addition, it must have had an aerodynamic form, that is to say, it had slightly to be flat. The memories of a visit When the meteorites are very great and can arrive at the ground without fracturing, leave a spectacular track in crater form.
(...)
In any case, the crater of Huanucollo will happen to be youngest of all. That small structure, in addition to some especimenes that can be found will be the only memories that the event initiated in the Bolivian and finished sky in Peruvian ground will leave us.
(...)
"


Mark

Anton Norup Sorensen
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Beitrag von Anton Norup Sorensen » 25. Sep 2007, 12:09

I am confused about the quite large crater compared to the fairly small mass and slow entry speed quoted above.
From a simple numerical simulation with a lot of crude approximations, I find that the terminal velocity should be around 100m/s. This is the free-fall velocity of a spherical object with mass of 350kg and density 1g/cm3.
The volume of material in the crater is around 350m3, assuming a diameter of 15m and depth 2m.
Just using conservation of momentum, the material in the crater should be ejected at a speed of 0.1m/s. This did clearly not happen.
So it seems that the meteor was so big and/or fast that it was still decellerating at impact.

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 25. Sep 2007, 15:56

Hallo,

sie zeigen zwar nichts Neues, aber ich setze mal meine Bilder vom "Tatort" rein. Die Fallzeit hat sich inzwischen aufgeklärt, es war am Samstag MITTAG gegen 11:55 Ortszeit. Mein Irrtum ist dadurch zu erklären, dass im ersten Bericht über den Fall Mitternacht stand. Der Fehler hat sich aber durch die Folgemeldungen ganz nett fortgepflanzt...

Bild

Bild

Bild
...dies ist das graue Zeugs, das angeblich vom Meteoriten stammen soll...

Gruß,

Jan

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 25. Sep 2007, 20:22

Hallo zusammen,

ich bin eben zurück vom Geophysikalischen Institut von Arequipa.

Zunächst: Die absolute Gewissheit habe ich nicht. Dafür aber jetzt 2 Steinchen dieses ominösen Materials. Die hat man mir netterweise geschenkt!

Ich habe mal versucht, ein paar bessere Bilder zu machen. Ich poste sie hier mal rein. Das Material ist definitiv magnetisch, wie ihr an dem Bild mit dem Magneten sehen könnt. Das größte Stück (2.Bild), das die Uni aber behalten wollte zeigt einige dunklere Stellen. Ich traue mir keine eigene Wertung zu, schaut es euch selbst an.

Ein paar Informationen zu diesen Steinen. Sie wurden in der näheren Umgebung des Kraters gefunden, einige Meter entfernt. Der genaue Auffungdort ist nicht mehr nachzuvollziehen, da die Dorfbewohner sie kurz nach dem Einschlag aufsammelten und evtl. wieder wegwarfen. Experten aus Lima bzw. Arequipa waren am 17. bzw. am 20.9. vor Ort, also 2 bzw. 5 Tage nach dem Absturz. Sie mussten die Fragmente dann auch kaufen.

Die Geologen in Arequipa sind überzeugt, dass es sich um einen Meteoriten handelte, aber sie sind zugegebenermaßen Experten für Seismologie und weniger für Meteoriten.

Der Preis bei den Bewohnern hat sich übrigens mittlerweile verfünffacht....ein kleines Bröckchen liegt bei 5 Euro, zumindest haben das die Forscher zahlen müssen, die dort waren...

Zum Thema Augenzeugen: Ich kenne einen Amateurastronomen, der mit eigenen Augen den Fall am Mittag des 15. gesehen hat. Ich sehe keinen Grund, ihm zu misstrauen. Er befand sich in Puno, 130 Kilometer Luftlinie vom Einschlagsort entfernt. Seinen Bericht kopiere ich hier rein, eine Übersetzung liefere ich später noch nach:
Bien, te explico, vi caer el cometa de manera muy
rapida como una bola de fuego del tmaño de una luna y
media llena en el momento creo de mayor ignicion, ya
lo vi a unos 40 grads de elevacion y caia en forma
oblicua, mirando hacia el mismo de izquierda a
derecha, desde el punto en que lo vi que es Pomata
(puedes verlo en el mapa) el objeto cayo hacia el
estesur mas o menos a 320 grados +. la hora de la
caida mas o menos las 11:55 de la mañana del sabado 15
(la noche anterior hubo una gran tormente electrica).
Hier nun die Bilder:

Bild

Bild

Viele Grüße,

Jan

Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 25. Sep 2007, 20:59

Hallo Jan,
das sieht mir doch sehr nach Meteorit aus. Auf dem zweiten Bild ist für mich eine Schmelzkruste zu erkennen. Hier ein Vergleichsbild einer Schmelzkruste vom Allende Meteoriten. http://www.nyrockman.com/sale-pics/cata ... 116.9g.jpg


Grüsse,
Mark

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 25. Sep 2007, 21:33

Hallo Mark,

schon, aber "meiner" sieht deutlich poröser aus, nicht so kompakt und fest wie der Allende. Das ist auch der Grund, warum ich skeptisch bin. Kann so etwas poröses ein Meteorit sein?

Gruss,

Jan

Mark Vornhusen
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Beitrag von Mark Vornhusen » 25. Sep 2007, 21:56

Hallo Jan,
die bröselige Struktur kann davon kommen, dass das Material beim Einschlag stark geschockt wurde.

Vielleicht ist es ein Kohliger Chondrit? Ich bin da aber auch nicht wirklich ein Experte:
http://www.gi-po.de/meteorit_verkauf/ko ... oss_2g.jpg
http://www.gi-po.de/meteorit_moss.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Kohliger_Chondrit

"Besonders bei den kohligen Chondriten, welche eine sehr lockere Struktur sowie kohlenstoffreiche Verbindungen aufweisen, sagen die Wissenschaftler, dass sie eventuell Überreste von ausgebrannten Kometen sein könnten. Ihre leichte, lockere Struktur lässt vermuten, dass sie niemals Bestandteil des Asteroidengürtels waren. Vermutlich haben Eisen- und Steinmeteorite also verschiedene Herkunftsorte, das würde die unterschiedliche kosmische Bestrahlungszeit erklären."
http://www.astronomie.de/bibliothek/art ... oriten.htm

Grüsse,
Mark

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