zunächst möchte ich anmerken, dass meine Beobachtungen unter ungünstigen Bedingungen stattfanden. Was wirklich gestimmt hat, war der wolkenlose Himmel.
Eigentlich hatte ich mir das Lidl-Teleskop (70mm/700mm Refraktor, 20mm Okular, Baader Filterfolie) heute nur so aus Fun ans geschlossene Dachflächenfenster gestellt. Ernsthaft beobachten wollte ich gar nicht, nur mal ab und zu mir die Sonnenflecken anschauen.
Als es mit dem M-Flare losging schaute ich mir 486 zum ersten Mal an, konnte aber erwartungsgemäß noch keine Veränderungen beoabchten. Hoffnungen einen WLF mit so einem einfachen Refraktor zu beoabchten hatte ich eigentlich auch nie gehabt.
Als der Röntgenfluss dann deutlich in den X-Bereich schoss wurde ich dann doch unruhig und schaute nochmal durchs Teleskop. Da! Zwischen (?) Umbra und Penurmbra von 486 schien sich der Fleck "geöffnet" zu haben (siehe Bild: rote Markierung) Innerhalb des Fleckes waren auf einmal Bereiche zu sehen, die ungefähr genau so hell waren wie die übrige Sonnenoberfläche... Komisch, das sah doch vorher anders aus? Nochmal hingeschaut...und tatsächlich konnte man die Veränderung des Weisslichtflares live beobachten. Dann schnell nochmal die Röntgenflussdaten überprüft X15! Wahnsinn! Megaflare...weiter steigend! :-O Meldung ins Forum abgesetzt und wieder zum Teleskop gewetzt. Jetzt schien der WLF wieder sichtbar geschrumpft zu sein und nach kurzer Zeit waren die hellen Bereiche wieder verschwunden.
(Achtung! Das ist KEIN Original-Bild vom Weisslichtflare!)
Nicht, dass das hier jemand falsch versteht
Wie gesagt, die Beobachtungsbedingungen waren nicht gut, Luft war auch ziemlich unruhig. Außerdem hatte ich mit dem 20mm Okular auch ein recht großes Gesichtsfeld, hatte also die komplette Sonne im Blick. Die Flecken waren dadurch logischerweise nicht sooo groß und gut zu studieren.
Soviel erstmal von mir. Kann noch immer nicht richtig glauben, was sich da eben abgespielt hat.
Grüße
Peter, Frankfurt/Main