Hallo,
ich bin Anfänger und würde gerne wissen, was Haloaktivität bedeutet.
Schonmal schönen Dank und frohe Ostern
Was bedeutet Haloaktivität?
-
Joachim Uhlig
Re: Was bedeutet Haloaktivität?
Hallo Wiebke,
bei bestimmten hohen Wolken ist vermehrt mit Haloerscheinungen zu rechnen.
Weitere Infos findest Du hier:
http://www.meteoros.de/halo.htm
http://www.meteoros.de/halwo/wolken.htm
Frohe Ostern wünscht
Joachim
Truncated Cone Observatory, Bergkamen
bei bestimmten hohen Wolken ist vermehrt mit Haloerscheinungen zu rechnen.
Weitere Infos findest Du hier:
http://www.meteoros.de/halo.htm
http://www.meteoros.de/halwo/wolken.htm
Frohe Ostern wünscht
Joachim
Truncated Cone Observatory, Bergkamen
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Claudia
Re: Was bedeutet Haloaktivität?
Die Sektion Halobeobachter besteht zur Zeit aus 32 Beobachtern, die monatlich ihre Meldungen einschicken. Diese werden dann mit Hilfe des Haloschlüssels (http://www.meteoros.de/akm/material.htm) rechnerisch erfaßt und nach verschiedensten Gesichtspunkten ausgewertet. Einer davon ist die Haloaktivität.
Die Haloaktivität dient als Maß zur Bestimmung der Seltenheit , bzw. der Auffälligkeit und Dauer von Haloerscheinungen. Somit ist ein Vergleich von einzelnen Halotagen, aber auch der Beobachter eher möglich, als würde man lediglich die Anzahl der Haloerscheinungen als alleiniges Maß des Halogeschehens heranziehen.
Besonders ist die Angabe an sehr aktiven Tagen, um eine Totalbewertung erstellen zu können. Außerdem sind sämtliche Daten seit Erfassung der Beobachtungen im PC (seit 1986) verfügbar, was eine objektivere Langzeitbewertung des Halogeschehens möglich macht. Im entfernten Sinne ist die Haloaktivität die ZHR der Halobeobachter, wenngleich zur Errechnung wesentlich weniger Werte notwendig sind.
Drei Komponente des Haloschlüssels dienen dazu, diesen "Index" zu errechnen:
a) Art der Haloerscheinung
b) Dauer der Haloerscheinung
c) Helligkeit der Haloerscheinung
Zu a)
Sämtliche in unserem Haloschlüssel erfasste Haloarten bekamen einen Wert zugeordnet, welcher in etwa dem reziproken Wert der Häufigkeit relativ zum 22°-Ring entspricht. Die acht häufigsten Haloarten (s.u.) wurden in den letzten 15 Jahren so oft beobachtet, daß ihre relativen Häufigkeiten (fast) unverrückbar feststehen. Bei diesen Haloarten war es relativ einfach, ihnen Werten zuzuordnen:
22°-Ring - 1
Nebensonnen - 2
22°-Berührungsbögen/umschriebener Halo - 3
obere Lichtsäule - 5
Zirkumzenitalbogen - 8
46°-Ring - 10
untere Lichtsäule - 20
Horizontalkreis - 20
Bei den selteneren Erscheinungen wurden nur zwei Wertegruppen vergeben: Einmal 50 für die nicht ganz so seltenen Erscheinungen wie Parrybogen, 120°-Nebensonne sowie Supra- und Infralateralbogen. Die restlichen Erscheinungen sind wesentlich seltener und bekamen den Wert 100 zugeordnet. Unberücksichtigt blieben jene Haloarten, welche nicht in "normalen" Cirrus entstehen (z.B. Untersonne, Unternebensonne, etc.), da diese Erscheinungen aufgrund der ungewöhnlichen Beobachterposition keine eigentliche Häufigkeit (im statistischen Sinne) zugeordnet werden kann. Ebenso gilt dies für alle Mond-, Lampen-, Schneedecken- und Reifhalos.
Zu b)
Die Halodauer wird mit dem Wert der Haloerscheinung multipliziert und durch 60 dividiert. Das heißt, 60 Minuten 22°-Ring entspricht einer Haloaktivität von 1,0, 30 Minuten Zirkumzenitalbogen dagegen gleich 4. Ist die Dauer geringer als 10 Minuten, wird automatisch 10 angenommen.
Zu c)
Die Halohelligkeit wird laut Schlüssel in 4 Werte unterteilt, von 0 (sehr schwach) bis 3 (sehr hell). Diesen Werten wurden folgende Faktoren zugeordnet:
0 0,8
1 1
2 1,2
3 1,4
Die Faktoren korrigieren sozusagen das Produkt aus a) und b). Das bedeutet für unsere Beispielfälle für den einstündigen 22°-Ring mit der Helligkeit 0 eine Haloaktivität (HA) von 0,8 und der ZZB bringt es in 30 Minuten mit einer Helligkeit von 3 auf eine HA von 5,6.
Aus den errechneten Einzelwerten der Beobachter (es werden nur Beobachter berücksichtigt, welche mindestens ein Halo im entsprechenden Monat beobachtet haben), wird die Monatsaktivität berechnet.
Unterschieden wird noch zwischen realer und relativer Haloaktivität. Letztere ist für langzeitliche Untersuchungen noch astronomisch korrigiert, um die unterschiedliche Sonnenscheindauer in den einzelnen Monaten auszugleichen.
Viele Grüße
Claudia
Die Haloaktivität dient als Maß zur Bestimmung der Seltenheit , bzw. der Auffälligkeit und Dauer von Haloerscheinungen. Somit ist ein Vergleich von einzelnen Halotagen, aber auch der Beobachter eher möglich, als würde man lediglich die Anzahl der Haloerscheinungen als alleiniges Maß des Halogeschehens heranziehen.
Besonders ist die Angabe an sehr aktiven Tagen, um eine Totalbewertung erstellen zu können. Außerdem sind sämtliche Daten seit Erfassung der Beobachtungen im PC (seit 1986) verfügbar, was eine objektivere Langzeitbewertung des Halogeschehens möglich macht. Im entfernten Sinne ist die Haloaktivität die ZHR der Halobeobachter, wenngleich zur Errechnung wesentlich weniger Werte notwendig sind.
Drei Komponente des Haloschlüssels dienen dazu, diesen "Index" zu errechnen:
a) Art der Haloerscheinung
b) Dauer der Haloerscheinung
c) Helligkeit der Haloerscheinung
Zu a)
Sämtliche in unserem Haloschlüssel erfasste Haloarten bekamen einen Wert zugeordnet, welcher in etwa dem reziproken Wert der Häufigkeit relativ zum 22°-Ring entspricht. Die acht häufigsten Haloarten (s.u.) wurden in den letzten 15 Jahren so oft beobachtet, daß ihre relativen Häufigkeiten (fast) unverrückbar feststehen. Bei diesen Haloarten war es relativ einfach, ihnen Werten zuzuordnen:
22°-Ring - 1
Nebensonnen - 2
22°-Berührungsbögen/umschriebener Halo - 3
obere Lichtsäule - 5
Zirkumzenitalbogen - 8
46°-Ring - 10
untere Lichtsäule - 20
Horizontalkreis - 20
Bei den selteneren Erscheinungen wurden nur zwei Wertegruppen vergeben: Einmal 50 für die nicht ganz so seltenen Erscheinungen wie Parrybogen, 120°-Nebensonne sowie Supra- und Infralateralbogen. Die restlichen Erscheinungen sind wesentlich seltener und bekamen den Wert 100 zugeordnet. Unberücksichtigt blieben jene Haloarten, welche nicht in "normalen" Cirrus entstehen (z.B. Untersonne, Unternebensonne, etc.), da diese Erscheinungen aufgrund der ungewöhnlichen Beobachterposition keine eigentliche Häufigkeit (im statistischen Sinne) zugeordnet werden kann. Ebenso gilt dies für alle Mond-, Lampen-, Schneedecken- und Reifhalos.
Zu b)
Die Halodauer wird mit dem Wert der Haloerscheinung multipliziert und durch 60 dividiert. Das heißt, 60 Minuten 22°-Ring entspricht einer Haloaktivität von 1,0, 30 Minuten Zirkumzenitalbogen dagegen gleich 4. Ist die Dauer geringer als 10 Minuten, wird automatisch 10 angenommen.
Zu c)
Die Halohelligkeit wird laut Schlüssel in 4 Werte unterteilt, von 0 (sehr schwach) bis 3 (sehr hell). Diesen Werten wurden folgende Faktoren zugeordnet:
0 0,8
1 1
2 1,2
3 1,4
Die Faktoren korrigieren sozusagen das Produkt aus a) und b). Das bedeutet für unsere Beispielfälle für den einstündigen 22°-Ring mit der Helligkeit 0 eine Haloaktivität (HA) von 0,8 und der ZZB bringt es in 30 Minuten mit einer Helligkeit von 3 auf eine HA von 5,6.
Aus den errechneten Einzelwerten der Beobachter (es werden nur Beobachter berücksichtigt, welche mindestens ein Halo im entsprechenden Monat beobachtet haben), wird die Monatsaktivität berechnet.
Unterschieden wird noch zwischen realer und relativer Haloaktivität. Letztere ist für langzeitliche Untersuchungen noch astronomisch korrigiert, um die unterschiedliche Sonnenscheindauer in den einzelnen Monaten auszugleichen.
Viele Grüße
Claudia
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Wiebke
Vielen Dank für die Hilfe und noch einen schönen Ostermontag
Vielen Dank für die Hilfe und noch einen schönen Ostermontag *o.T.*
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