Liebe Himmelsgucker,
kann mir jemand exakt sagen, wie o.g. Erscheinungen definiert sind bzw. ob sie sich unterscheiden oder synonym sind?
Mein Favorit wäre:
Kranz = 1 Ring
Aureole = viele Ringe
Korona = Pollen
Aber ist das so?
Danke!
Bertram
Kranz vs. Aureole vs. Korona?
- Bertram Radelow
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Hallo Bertram,
nach Minnaert ist es eher andersrum, also:
Aureolen (auf deutsch: Höfe) sind blauweiße Felder um Sonne oder Mond, die außen von einem gelb-braunem Ring begrenzt sind. Das Phänomen ist bekanntlich ein Beugungseffekt, meist an Wolkentröpfchen
http://www.meteoros.de/bildarchiv/image ... age_id=806
Zu Koronen (auf deutsch: Kränze) werden Aureolen, wenn ihnen außen ein, zwei oder (selten) drei weitere Beugungsringe hinzutreten, in denen sich dann deutlich (von innen nach außen) die Farbfolge "blau-grün-(gelb)-rot" wiederholt. Die Farben sind aber meist nicht spektral, sondern etwas "unrein" (typische Interferenzfarben), weil als Überlagerung von Beugungsringen an verschieden großen Teilchen entstanden.
http://www.nachtwolke.de/highlight14.htm
http://www.meteoros.de/bildarchiv/image ... ge_id=1895
Beugung passiert an allen hinreichend kleinen Teilchen des Aerosols, das können also neben Flüssigkeitströpfchen auch Eiskristalle, Staubpartikel oder Pollen sein. Weil Pollen biologisch von einheitlicher Größe und Gestalt sind, werden ihre Koronen meist sehr farbig. Und oft sind sie auch "unrund", weil viele Pollen unsymmetrisch geformt sind und sich deshalb aerodynamisch ausrichten.
http://www.islandnet.com/~see/weather/a ... m10jan.htm
Hoffe, das hilft etwas, vgl. auch
http://www.scinexx.de/dossier-detail-34-9.html
Gruß Elmar
PS: danke der Erinnerung, die Begriffe gehen selbst alten Hasen nach einer Weile leicht wieder durcheinander, so auch auf vielen Seiten im Internet. Und um selber noch zur Verwirrung beizutragen: es gibt auch schon bei Minnaert die wenig bekannte, sog. Wasseraureole, die nichts mit den vorgenannten Aureolen und Koronen zu tun hat , obwohl sich diese in ruhigem Wasser auch spiegeln bzw. an Oberflächenpartikeln dort erzeugt werden können. Bei der Wasseraureole braucht es genau eine Welligkeit, an denen dann "Licht-/Schattenstrahlen" ins Wasser geleitet werden, wodurch sich perspektivisch ein Strahlenkranz um den eigenen Schatten im Wasser bildet.
http://www.atoptics.co.uk/fz26.htm
H.J. Schlichting hat darüber auch einen Artikel geschrieben.
nach Minnaert ist es eher andersrum, also:
Aureolen (auf deutsch: Höfe) sind blauweiße Felder um Sonne oder Mond, die außen von einem gelb-braunem Ring begrenzt sind. Das Phänomen ist bekanntlich ein Beugungseffekt, meist an Wolkentröpfchen
http://www.meteoros.de/bildarchiv/image ... age_id=806
Zu Koronen (auf deutsch: Kränze) werden Aureolen, wenn ihnen außen ein, zwei oder (selten) drei weitere Beugungsringe hinzutreten, in denen sich dann deutlich (von innen nach außen) die Farbfolge "blau-grün-(gelb)-rot" wiederholt. Die Farben sind aber meist nicht spektral, sondern etwas "unrein" (typische Interferenzfarben), weil als Überlagerung von Beugungsringen an verschieden großen Teilchen entstanden.
http://www.nachtwolke.de/highlight14.htm
http://www.meteoros.de/bildarchiv/image ... ge_id=1895
Beugung passiert an allen hinreichend kleinen Teilchen des Aerosols, das können also neben Flüssigkeitströpfchen auch Eiskristalle, Staubpartikel oder Pollen sein. Weil Pollen biologisch von einheitlicher Größe und Gestalt sind, werden ihre Koronen meist sehr farbig. Und oft sind sie auch "unrund", weil viele Pollen unsymmetrisch geformt sind und sich deshalb aerodynamisch ausrichten.
http://www.islandnet.com/~see/weather/a ... m10jan.htm
Hoffe, das hilft etwas, vgl. auch
http://www.scinexx.de/dossier-detail-34-9.html
Gruß Elmar
PS: danke der Erinnerung, die Begriffe gehen selbst alten Hasen nach einer Weile leicht wieder durcheinander, so auch auf vielen Seiten im Internet. Und um selber noch zur Verwirrung beizutragen: es gibt auch schon bei Minnaert die wenig bekannte, sog. Wasseraureole, die nichts mit den vorgenannten Aureolen und Koronen zu tun hat , obwohl sich diese in ruhigem Wasser auch spiegeln bzw. an Oberflächenpartikeln dort erzeugt werden können. Bei der Wasseraureole braucht es genau eine Welligkeit, an denen dann "Licht-/Schattenstrahlen" ins Wasser geleitet werden, wodurch sich perspektivisch ein Strahlenkranz um den eigenen Schatten im Wasser bildet.
http://www.atoptics.co.uk/fz26.htm
H.J. Schlichting hat darüber auch einen Artikel geschrieben.
Zuletzt geändert von Elmar Schmidt am 31. Aug 2010, 04:52, insgesamt 1-mal geändert.
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