Geomagnetischer Sturm erwartet
Ein geomagnetischer Sturm im Weltraum könnte nach Einschätzung einer amerikanischen Behörde heute Satellitenverbindungen und Stromnetze auf der Erde stören. Die Nationale Ozeanographische und Atmosphärenbehörde NOAA in Boulder (US-Staat Colorado) berichtete von einem starken Sonnenausbruch, bei dem eine große Wolke elektrisch geladener Teilchen aus den Außenschichten der Sonne in Richtung Erde geschleudert worden sei.
Deutsche Wissenschaftler sehen's gelassen
Die Wolke könne eine mittelschwere geomagnetische Störung der Größenordnung G3 auf der Skala von G1 bis G5 auslösen, berichtete die NOAA. Geomagnetische Stürme dieser Größenordnung sind ihren Angaben zufolge etwa neun Mal im Jahr zu erwarten. Deutsche Weltraumexperten sehen der nahenden Teilchenwolke eher gelassen entgegen. "Diese Situation ist nicht so außergewöhnlich", sagte auch Walter Flury vom europäischen Raumfahrtkontrollzentrum ESOC in Darmstadt. Auswirkungen auf das deutsche Stromnetz seien eher unwahrscheinlich.
Stand: 29.10.2003 09:15 Uhr