Großer Bolide am Morgen 06.09.2011 00:54 mit KNALL

Forum zur Diskussion von Meteor- und Feuerkugelsichtungen, sowie zur Besprechung von Meteorströmen.

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Stefan Schwager
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Großer Bolide am Morgen 06.09.2011 00:54 mit KNALL

Beitrag von Stefan Schwager » 7. Sep 2011, 12:50

Liebes Forum,

derzeit befindet sich ein Teil unseres Teams in Dänemark und wir haben gestern Nacht, wie so oft ein wenig am Himmel gespechtelt.

Einige machten Fotos und einige beobachteten die beeindruckende Milchstraße hier unter Lichtarmem Himmel. Und dann plötzlich wurde ein Gigant am Himmel sichtbar. Ich war gerade im Ferienhaus verschwunden, als ich die Terrasse hinter dem Haus hell aufleuchten sehen hab. Es flackerte sekundenlang und die Schatten der Gegenstände auf der Terrasse (Stühle, Tische) warfen sich bewegende Schatten. Dieselbe Beobachtung machte unser Michel von der Küche aus und schaffte es nur nicht schnell raus zu rennen. Ich hingegen schaffte es und blickte zum Himmel, wo ich einen Gigantisch hellen Boliden im Nordhimmel runtergehen sah. Weitere 2 Beobachter standen draußen und konnten diesen Boliden von Anfang an sehen.

Wie sah er aus?
Nun es war ein grelles grünes Leuchten mit langem nachleuchtendem Schweif. Als ich draußen stand, begann dieser Brocken sich in zuerst 2 größere Hauptbrocken und später in viele einzelne Brocken aufzubrechen. Dabei blitzte es sehr hell und vor allem das grün-blaue Leuchten war sehr auffällig. Der Schweif hinter dem Brocken glühte noch ca. 2 s auf einer Länge von 3-4° nach und zwar in orangefarbenen glühendem Licht zu sehen. Das ganze dauerte (!!!!) 7 - 10 Sekunden und es war genügend Zeit um aus dem Haus raus zu rennen, während es blitzte und draußen angekommen dieses Objekt noch am Himmel aufzusuchen.

Wann und wo war es zu sehen?
Um 00:54 Uhr für einige Sekunden lang. Er kam aus Richtung SB Perseus und flog in Richtung SB Fuhrmann. Also aus NNO kommend ca. 50° Höhe bei SB Perseus flog der Brocken bis tief an den Horizont in NNW Richtung zum SB Fuhrmann und verschwand bei ca. 10° Höhe über dem Horizont. Ungefähr auf der Hälfte des Weges zerbrach der Kamerad dann in 2 Fragmente, welche sich im Verlauf weiter auflösten. Doch die Vermutung liegt nahe, dass davon etwas runterkam.

Von wo aus haben wir beobachtet?
Wir befinden uns in Vejlby Klit/ Dänemark Westküste (56,57°n.Br. 8,14°ö.L) und die Küste erstreckt sich von hier aus gesehen in Richtung NO. Da der Brocken in Richtung NW flog, ist davon auszugehen, dass wenn vom Brocken etwas runterkam, diese Stücke in der Nordsee verendet sind. Nächst größere Städte sind im Norden Tyberon und im Osten Lemvig.

Wie waren die Bedingungen?
Im Süden waren einige dicke Wolken langsam auf dem Vormarsch. Einige Wetterleuchten waren zu sehen, ABER ES WAREN DEFINITIV KEINE BLITZE, welche dieses Phänomen begründen. Ich bitte darum zu beachten, dass wir erfahrene Beobachter und Sternwartenleute sind, so dass die Wetterleuchten zwar gesehen wurden, aber dies ganz klar ein herrlicher Bolide war.

JETZT das Seltsame:

Als ich noch im Haus war und darauf aufmerksam wurde, hörte (!!!!!!!!) ich DEFINITIV ein Geräusch, worauf hin ich nach draußen blickte und den Lichtschimmer sah. Es ist zwar rein logisch unmöglich und ich kenne die Diskussionen darüber, dass man etwas beim Niedergang hören kann, aber ich hörte etwas. TV, Radio, Spülmaschine u.ä. waren aus. Es war dunkel im Haus und nichts war an. Und ich hörte eine Art knistern, welches man mit einem Lichtbogen eines Starkstromkabels vergleichen könnte - nur nicht ganz so laut. Dieses war ca. 2 s lang zu hören. Die beiden die draußen standen berichten von einem dumpfen, tiefen aber recht leisen Knall in der Mitte der Sichtbarkeit. Sehr basslastig, aber eben nicht dröhnend laut. Meine Theorie dazu: Könnte das eine Art Überschallknall, wie bei einer Space Shuttle Landung sein? Wenn der bei Sichtungszeit T+4 sekunden zu hören war, dann kann es doch sein, dass dieser Knall bereits T minus 10 - 15s vorher entstanden ist, als der Brocken in die Atmosphäre schoss und noch nicht zu sehen war. Dann braucht der Schall ein paar Sekunden und kommt immerhin noch in der sichtbaren Zeit hier an. Beim Shuttle ist es ja ähnlich, wenn sich dieser 4 Minuten vor der Landung mit dem double sonic boom ankündigt und zu diesme Zeitpunkt noch längst nicht zu sehen ist. Wenn dann der Knall ankommt, ist der Shuttle bereits viel tiefer und kann aufgefunden werden. So könnte doch der Knall schon weit vorher entstanden sein.

Das Knistern allerdings ist mir ein Rätsel. Denn simultanes Hören und sehen des Boliden geht ja rein logisch nicht, weil uns als Beobachter zuviele km voneinander trennen, als dass man diesen sofort hören könnte. Doch was war es? Elektrische Ladungen zufällig während der Erscheinung, welche durch das nahe Gewitter/ Wetterleuchten in der Luft erzeugt wurden? Bei einem Gewitter vor 6 Jahren habe ich so etwas schon einmal gehört, aber eben nicht so deutlich. Bei der Sichtung später selbst habe ich keinerlei Geräusche vernommen.

Was sagt ihr dazu?

Auf jeden Fall eine absolut geniale und beeindruckende Sichtung. Der hellste, längste und größte Bolide, den ich bisher in meinen 19 Jahren Astronomie erlebt habe.

Viele Grüße aus Dänemark

Stefan :P

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Stefan Schwager
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Beitrag von Stefan Schwager » 7. Sep 2011, 12:55

Ach so, zur Helligkeit.

Die Schatten welche geworfen wurden erinnern an eine Vollmondnacht und auch die Sichtung selbst würde eine Helligkeit des Boliden von mag - 16 bis mag -18 mehr als rechtfertigen. Es war mit nichts zu vergleichen und allein die Schatten waren so deutlich zu sehen, dass es eine starke Lichtquelle in diesem Bereich sein musste.

Viele Grüße

Stefan :shock:

wolfgang hamburg
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Beitrag von wolfgang hamburg » 7. Sep 2011, 13:58

Moin Stefan,

die Aufleuchthöhe ist zwischen 80-100km, da reichen 10-20s niemals. Dort oben ist auch Hochvakuum, d.h. der Schall ist viel langsamer als auf Bodenniveau. Das dauert also mindestens 5min.

Ich habe ein Silmultangeräusch von einem Meteor auch schon einmal gehört. Der war aber nicht so hell, warf aber auch Schlagschatten. Das war ein Leonide(2001 oder 2002). Ich habe das Geräusch mal als harten Pinselstrich auf rauhem Blech beschrieben. ;-)

Grüße wolfgang

Karl Hovekamp
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Akustischer Meteor

Beitrag von Karl Hovekamp » 7. Sep 2011, 14:05

Interessante Beobachtungen, schau mal hier: http://www.erfm.eu/Deutsch/Meteore/akus ... nddet.html
KH

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Stefan Schwager
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Beitrag von Stefan Schwager » 7. Sep 2011, 14:48

Hi Wolfgang,

ja, ich sagte ja, dass ich es weiß, dass es nicht möglich ist. Aber es war eben doch etwas zu hören und keine Einbildung. Zumal die Sichtung ja nicht gezielt wie bei geplanten Sternschnuppennächten erfolgte, sondern eher zufälligund es somit spontane Nebenerscheinungen waren.

Die sind viel zu hoch, als dass man die hören kann, aber was kann es ein? Was kann es noch sein, ohne gleich alles auszuschließen was bisher allgemeinser Kenntnisstand ist. Denken wir mal an den großen Sonnenfleck im Jahre 2007, als im Januar aus dieser F Gruppe der Flare kam und der eben nicht erwartungsgemäß nach Tagen, sondern plötzlich schon am selben Tag nach Stunden bei der Erde war und ein tolles Polarlicht erzeugte.

Alle Prozesse der Natur kennen wir eben noch nicht und irgend eine Erklärung jenseits paranormaler und eingebildeter Relationen muss es ja geben.

Beste Grüße

Stefan

wolfgang hamburg
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Beitrag von wolfgang hamburg » 7. Sep 2011, 15:03

Moin Stefan,

die gängigste Theorie ist wohl, das das Geräusch in uns (im Ohr bzw. in den Nervenbahnen) selbst entsteht durch eine Art EMP. Den müsste man aber messen können, hat aber IMHO noch niemand. Oder wir sind sehr empfindliche "Sensoren". Das es Geräusche gibt/geben kann, bezweifele ich gar nicht, nur Schall ist es definitiv nicht. Die Zufälligkeit der Ursache macht es wohl auch nicht gerade einfach geeignete Messgeräte am passenden Ort zu haben. Und Geld bekommt man dafür wohl auch schlecht losgeeist.

Grüße wolfgang

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Beitrag von Stefan Schwager » 7. Sep 2011, 15:09

Hi Wolfgang,

das mit dem EMP habe ich auch schon mal vor einiger Zeit gelesen und das wäre zumindest ein Modell, womit man Simultanbeobachtungen im 1.Ansatz erklären könnte. Wäre mal spannnend so eine dauer EMP-Messung durchzuführen, ob dies tatsächlich von uns so empfangen werden kann und in einen wahrnehmbaren Reis verwandelt wird, wenn ein Bolide, oder Meteor diesen in großen Höhen verursacht.

Ich stelle dann noch paar Bilder rein, denn in dem Moment als der Bolide kam, machte jemand von uns gerade Fotos einer Belichtungsreihe vom Himmelsabschnitt nebenan und der Himmel ist in dem Bild der Zeit der Sichtung deutlich heller, als in den anderen Sequenzen mit identischen Aufnahmewerten zuvor und danach.

Grüße

Stefan

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Stefan Schwager
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Beitrag von Stefan Schwager » 7. Sep 2011, 15:12

Übrigens klingt das mit dem EMP sogar noch nachvollziehbarer, denn ich befand mich im Gebäude als die Jungs draußen den Knall gehört hatten, während ich diesen im Gebäude NICHT gehört hatte, sonder nur dieses Knistern hörte, was wiederum draußen nicht gehört wurde - interessant. Wenn die Ursache beider Geräusche diesseelbe Quelle ist, dann hat die Tatsache, dass ich drinnen (also durch eine Holz Hauswand) ein wenig isolierter war, diese Wellen zu empfangen, während draußen ungestört "gelauscht" werden konnte.

Interessant :idea:

wolfgang hamburg
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Beitrag von wolfgang hamburg » 7. Sep 2011, 16:10

Moin Stefan,

ein Geräusch ist es ja eigentlich gar nicht. Wir nehmen nur es als Geräusch wahr. In etwa so wie der Blitz den man auch bei geschlossenem Auge sieht, wenn ein Schlag(Druckimpuls) den Augapfel trifft. Den kann auch kein anderer sehen, aber für mich ist der da(real oder eher realer Reiz; manchmal später aber auch blau ;-) ). Reize über Nervenbahnen werden eben adäquat wahrgenommen, Reiz von Sehnerven Blitz, Reiz von Hörnerven Geräusch. Was den Reiz triggert, ist völlig egal. Was exakt der Sensor(Modulator; der den Reiz konkret triggert) für diese "Meteor-EMP" ist, ist auch nicht bekannt.

Grüße wolfgang

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Beitrag von Stefan Schwager » 7. Sep 2011, 19:06

Hi Leute,

hier jetzt ein paar Aufnahmen, wo man zumindest das Leuchten im Hintergrund erkennen kann. Der Meteor hat bei diesen 10s Belichtungen (ISO 6400 f=200mm) im entsprechenden Zeitfenster ordentlich für Aufhellung gesorgt. Insgesamt wurden 40 Aufnahmen mit exakt den Werten gemacht, wobei diese 3 hier die Reihenfolge vor - während - nach dem Ereignis darstellen.

Bild

Hier das Bild während dem Ereignis:

Bild

Am rechten Rand kann man erkennen, dass es ein wenig heller ist, als die anderen. In den originalen TIF Versionen ist es deutlicher, doch diese sprengen mit 20 MB den hießigen Rahmen :wink:

Bild

Bilder sind von Stefan Plach der Sternwarte Riesa gemacht wurden. Er hat die Galaxie M101 mit Supernova fotografiert und dabei die Aufhellung mitbekommen.

Beste Grüße

Stefan :P

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Hans Günter König
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Electrophonic meteor

Beitrag von Hans Günter König » 7. Sep 2011, 19:24

Hallo Freunde,

beim Leonidensturm 1998 wurde sogar eine Expedition in die Mongolei durchgeführt, um dieses Phänomen zu registrieren und zu erklären. Hab' schnell mal gegoogelt und diese Links gefunden:

http://vinkovic.org/Projects/Mongolia/

auch die NASA hat sich mit dieser Erscheinung beschäftigt - z.B. hier:

http://science.nasa.gov/science-news/sc ... st26nov_1/

Dejan Vinkovic und Colin Keay sind da Pioniere auf dem Gebiet. Leider sind viele der darin zitierten Links mittlerweile tot:-(

Auch ich habe damals versucht, Meteor-induzierte Signale als VLF/ELF im Frequenzbereich des Hörens aufzunehmen und habe dabei mindestens ein Signal registriert und damals auch Dejan Vinkovic zur Begutachtung bereitgestellt. Leider habe ich diese Aktivitäten - bedingt auch durch familiäre Wirren - eingestellt. Vielleicht gelingt mir demnächst die Reaktivierung dieses Hobbys.

Viele Grüße und clear skies -

Hans Günter
Ich wasnet? was soll es bedeuten...

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Yvonne Kleinfeld
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Hat jemand diese Ereignis in Deutschland beobachtet?

Beitrag von Yvonne Kleinfeld » 7. Sep 2011, 22:19

Hallo,

ich bin ganz erstaunt, mein Mann kam 06.09. früh aus der nachtschicht und erzählte mir auch er habe 2 Feuerbälle mit Schweif am Nachthimmel gesehn. Ich sagte ja ich hab schon mal über soetwas gelesen und es kann sein das es ein sogenannter Bolide war.

Nun, leider kann ich zu der Zeit nicht viel sagen, nur das zwischen 22 und 01 Uhr 2 fette brennende Kugel vom Himmel flogen. :oops: Ich bin ja da totaler Laie und es ist auch nicht so mein Thema aber vielleicht hat es noch wer in Deutschland gesehen, vorzugsweise im Norden an der Ostseeküste.

8) Würde mich schon interessieren was es war. Geräusche wurden keine wahrgenommen, die Männers hatten nur nen offen stehenden Mund und meinten zu sich hast du das auch grade gesehen. :lol:
Schöne Grüße von der Ostsee

Anton Norup Sorensen
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Beitrag von Anton Norup Sorensen » 8. Sep 2011, 19:49

Hi Stefan,

Great to read your detailed observation report.
Sorry for replaying so late - I had not expected this fireball to be mentioned in a German forum.
This meteor was photographed from three all-sky cameras in Denmark, and from Klokkerholm in northern Jutland, it was indeed extremely bright:

Bild

Note the fuzzy blob to the left a little below the middle - that is Jupiter, for comparison.

You can read more about the analysis of the fireball and see the movie clip here:
http://www.stjerneskud.info/fireball/fb20110906b/

Any remains have unfortunately disappeared in the North Sea.

Kind regards,
Anton

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Stefan Schwager
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Beitrag von Stefan Schwager » 15. Sep 2011, 11:47

Hi Anton

very nice movie from the meteor. It was a really bright and flashing light and it was the brightest meteor I´ve ever seen in my life.

Thanks for the pictures and the movie.

Kind regards from Riesa

Stefan :P

StephanPsyMayer
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electrophonic sounds

Beitrag von StephanPsyMayer » 20. Sep 2011, 18:46

Auch ich habe vor Jahren einmal einen Boliden mit gleichzeitigem Geräusch beobachtet, ich wurde mit meinem damaligen Bericht auf den folgenden Link verwiesen:

http://sciencev1.orf.at/science/news/42705

Zitat:

"Ein von Astronomen favorisiertes Erklärungsmodell, das den nicht vorhandenen zeitlichen Unterschied zwischen Sichtbarwerdung des Meteoriten und den aufgezeichneten Geräuschen beschreibt, geht in diesem Fall von Radiowellen als den Verursachern der Geräusche aus.
In diesen Fall würden elektrisch geladene Teilchen im Sog des Meteoriten mit dem Magnetfeld der Erde interagieren und dabei Radiowellen produzieren, die dann auf der Erde als jene elektrophonischen Geräusche hörbar werden.
Diese Radiowellen (Very-Long-Frequency-Radiowellen; VLF) werden an einen Betrachter oder Hörer mit Lichtgeschwindigkeit übertragen, was den fehlenden zeitlichen Unterschied zwischen Sichtbarwerdung des Meteoriten und seine Geräuschen erklären würde."

es scheint also möglicherweise doch eine wissenschaftliche Erklärung dafür zu geben

Der Bericht zu meiner damaligen Sichtung ist hier "Grüne Feuerkugel mit “electrophonic sounds” 11.07.2004" (bissl runterscrollen) unter

http://www.psy-mayer.de/photos_fam/Geli ... tungen.htm

mit schönen Grüßen, StephanPsy

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