Meteoriteneinschlag in Norwegen?

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Werner Walter

Meteoriteneinschlag in Norwegen?

Beitrag von Werner Walter » 10. Jun 2006, 08:12

Hallo Leute,

kennt eigentlich jemand diese Geschichte hier?

http://www.aftenposten.no/english/local ... vice=print

Gruss

WW :?:

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Thomas Grau
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Noch eine große Feuerkugel ...!?

Beitrag von Thomas Grau » 12. Jun 2006, 13:13

Hallo Werner!

Ich dachte gerade: Man noch ein großes Ereignis zur selben Zeit! Ich hatte schon am Mittwoch eine Meldung zu einen Meteoritenfall in Kanada.


NORTHERN MINNESOTA: Fire in the sky
http://www.grandforks.com/mld/grandforks/14760933.htm

Aber der war dann doch schon am Freitag den 02.06.06 und von Süd nach Nord!

Also, die Meteoroide haben wirklich nichts miteinander zu tun, auch wenn ich im ersten Moment daran dachte ... :?

Gruß Thomas
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jo.walter
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Beitrag von jo.walter » 13. Jun 2006, 15:38

Hallo :)

Ich hatte dieses Ereignis anderweitig erfahren und machte mich auf die Suche nach einem Forum mit Leuten, die sich also besonders für Meteore interessieren.

Ich wollte eigentlich mal fragen, in welcher Höhe ein solcher Meteor den Schall entwickelt, den man dann wie in diesem Beispiel am Erdboden noch in dieser Intensität wahrnimmt. Mein hellster, den ich je gesehen hatte war nicht hörbar, hatte aber in einer sternenklaren Nacht fast die gleiche Leuchtkraft wie der Mond.

Ach ja, wie ist dieses Seismogramm welches wohl mit dem Ereignis in Norwegen in Zsammenhang steht zu interpretieren:
http://www.astro.uio.no/ita/nyheter/ild ... ule06.html
Wurde im niederfrequenten Schallsignal (4-6 Hz) tatsächlich der Schall der Luft gemessen? Er folgt ja dem seismischen Ereignis in gut einer Minute Abstand. Konnte das seismische Ereignis ebenfalls durch die Druckwelle erzeugt werden?

Ich freue mich schon auf die Meinungen und Antworten. :)

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Thomas Grau
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Eine Antwort für JO

Beitrag von Thomas Grau » 13. Jun 2006, 23:05

JO - das ist so eine Sache mit dem Schall, die keiner so richtig genau beantworten kann. Ein Überschallknall sollte aber grob ab 25km Höhe (+/-5km) hörbar werden. Doch schon die Größe des Eindringlings (eben der Impuls macht die Druckwelle) hat großen Einfluß auf das was man hört. Auch je tief das Objekt in die Atmosphäre eindringt, um so deutlicher wird sein Ton. Je tiefer das Donnergrollen, um so weiter weg oder hoch war das Ende der Überschallbewegung, da die Luft helle Töne besser dämpft als tiefere ...
Es gibt leider noch viele Parameter zu beachten, die dem Ereignis einen mehr oder minder gut hörbaren Ton geben ...

So wie beim Ereignis vom 25 April 1969, (Bovedy, Northern Ireland)
http://www.planetarium.montreal.qc.ca/I ... _00_a.html
Der überraschte Tierfreund hätte ruhig noch weiter diese einmalige Ton-Aufnahme für uns sichern können. Doch bei dem Krach waren wohl alle Vögel auf und davon ...

Toll finde ich die Aussage von dem Bauern aus Lyngseidet (Norwegen), der auch die Bilder fotografiert hat, daß erst nach etwa 7min der Donner kam. Das bedeutet, es war sehr weit weg! Viel weiter als der angebliche Treffer am Felsen! Der ist sowieso lächerlich ...
Wie genau der Bauer die Zeit angibt, ist wieder eine andere Frage ...

In Tschechien wurde 2000 der Moravka-Fall über Seismik und Infraschall berechnet. Such mal selbst im Netz danach ... und damit "ja" die Druckwelle kann seismisch gemessen und ausgewertet werden und sie ist schneller als der Schall ...

Und wo hast Du erstmals was vom Meteoritenfall in Norwegen gehört?
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jo.walter
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Beitrag von jo.walter » 14. Jun 2006, 03:15

im pf forum. ...

jo.walter
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Beitrag von jo.walter » 15. Jun 2006, 09:29

Das heißt also, daß die Schallimpression am Erdboden nicht unbedingt vom Ort der Fragmentierung des Meteors stammen muß, sondern auch in viel tieferen atmosphärischen Schichten durch überschallschnelle Fragmente ihren Usprung haben kann. Oder?

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Thomas Grau
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Beitrag von Thomas Grau » 22. Jun 2006, 14:04

JOJO - Es ist die Summe der zeitlich sogar überlagerten Ereignisse des Meteoritenfalls, denn der Meteorstein kam ja mit Kilometer pro Sekunde geflogen und wurde zum Ende hin weit unter Schallgeschwindigkeit abgebremst, da können die Messwerte die Wirklichkeit schon recht verzerrt wieder geben ... Es stellt sich nämlich die Frage: Was messe ich zeitlich in welcher Reihenfolge? Ich habe keine Ahnung wie die Experten diese Fakten aus den Daten erkennen können.

Thomas
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