Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Moderator: StefanK
- Thorsten Gaulke
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Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Scheinbar ja...!
Schaut euch mal das Video an und teilt gerne eure Meinungen dazu...!
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Gruß Thorsten
circa N51°39' E008°31'
Erstes PL: 17.11.1989
Erste (bewusste) NLCs: 28.06.2007
Seit intensiverer Beobachtung - auch mit "Annke":
2025: N8 mit PL 40 | N8 mit NLC 21
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- Dennis Hennig
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Re: Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Hallo Thorsten!
Da hast Du ein großartiges Detail aus dem "Leben" einer NLC eingefangen! Gratuliere! Ob die für troposphärische Wolken entwickelte Terminologie "virgae" auch auf Leuchtende Nachtwolken anwendbar ist? Vielleicht schreibt einer der hier im Forum anwesenden Meteorologen was dazu.
Gerade bei den NLCs jenes frühen 20.7.2025 gab es zeitweise auch eine deutliche Löchrigkeit
"lacunosus"?
Grüße und danke für's Teilen dieses Videos!
Dennis
Da hast Du ein großartiges Detail aus dem "Leben" einer NLC eingefangen! Gratuliere! Ob die für troposphärische Wolken entwickelte Terminologie "virgae" auch auf Leuchtende Nachtwolken anwendbar ist? Vielleicht schreibt einer der hier im Forum anwesenden Meteorologen was dazu.


Grüße und danke für's Teilen dieses Videos!
Dennis
-
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Re: Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
In der besagten Nacht waren die Winde oberhalb von 80 km alle nordgerichtet. Die zu uns ziehende NLCs müssen dementsprechend darunter gelegen haben, was hier glaube ich als Auflösungszone genannt wird.
Ich habe diese ungewöhnlichen senkrechten Streifen auch gestaunt zugesehen. Ich meine das im Detailvideo im Faden dieser Nacht gepostet zu haben.
Ich habe diese ungewöhnlichen senkrechten Streifen auch gestaunt zugesehen. Ich meine das im Detailvideo im Faden dieser Nacht gepostet zu haben.
- Thorsten Gaulke
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Re: Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Moin ihr beiden...
Die "Löchrigkeit" hatte Jörgen ja auch schon einmal (ich glaube vorgestern) in einer anderen NLC-Nacht dokumentiert. Und bei dir - Carl - hatte ich sie auch gesehen. Vielleicht hat ja NOCH jemand eine bessere Auflösung dieser Fallstreifen. Meine Annke ist da auflösungstechnich bzw. qualitativ einfach nicht ausreichend genug...
Die "Löchrigkeit" hatte Jörgen ja auch schon einmal (ich glaube vorgestern) in einer anderen NLC-Nacht dokumentiert. Und bei dir - Carl - hatte ich sie auch gesehen. Vielleicht hat ja NOCH jemand eine bessere Auflösung dieser Fallstreifen. Meine Annke ist da auflösungstechnich bzw. qualitativ einfach nicht ausreichend genug...
Gruß Thorsten
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- Dennis Hennig
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Re: Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Wobei die Frage, ob Begrifflichkeiten aus der troposphärischen Wolkenkunde auch auf NLCs anwendbar sind, weiter offen ist.
- Dennis Hennig
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Re: Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Was ich auch toll finde ist, wie "schneidend" scharf NLC-Wellenkämme in Video erscheinen.
Auch nach Jahren/Jahrzehnten Beschäftigung mit ihnen immer wieder ein Wunder, diese Leuchtenden Nachtwolken!

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- Dennis Hennig
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Re: Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Danke für den Teaser! Macht mich neugierig!Carl Herzog hat geschrieben: ↑24. Jul 2025, 20:20 ... Ich meine das im Detailvideo im Faden dieser Nacht gepostet zu haben.

War selbst in jener Nacht draußen, daher bewusst noch nicht in den Faden der Nacht reingeschaut.
Freundliche Grüße!
Dennis
- Marcel Becker
- Beiträge: 379
- Registriert: 29. Aug 2016, 19:52
- Wohnort: Kirchhain (50,8°N, 8,92°E)
Re: Fallstreifen (Virgae) bei NLCs? Gibt's das?
Meines Wissens nach werden Bezeichnungen von Wolkenarten und -unterarten (wie Virga, Lacunosus, Undulatus, etc.) für troposphärische Wolken angewendet, um die Wolken detailiert nach ihrem Aussehen (horizontale+vertikale Ausdehnung, optische Dichte, Formen) zu beschreiben. Es steht aber nirgendwo, dass solche Bezeichnungen nicht auch für andere atmosphärische Wolken (PSC, NLC) angewendet werden dürfen.
Für NLCs gibt es aber auch schon gewisse Formtypen, die das Aussehen der Wolken schon recht gut beschreiben (z.B. Typ II für Bänder oder Typ III für Wellen).
Virga (Fallstreifen) ist ja die Bezeichnung für aus einer Wolke ausfallenden Niederschlag (sowohl fest als auch flüssig), welcher im Verlauf in eine deutlich trockenere Schicht (nicht zwangsläufig auch wärmer) fällt und dabei verdunstet/sublimiert (je nach Phase) und sich dabei diese Fallstreifen bilden. Niederschlag ist dabei die Bezeichnung für eine Ausscheidung von Wasser/Eis aus der Atmosphäre, was man am Erdboden messen/beobachten kann (in dem Fall letzteres). Es muss sich ja aufgrund der Höhe und der dortigen Temperaturen um feine Eiskristalle handeln. Die Frage ist, wie groß diese und wie stark Auf- und Abwinde in dieser Höhe sind (mögliches Anwachsen der Eiskristalle). Zumindest ist die Luftdichte dort oben so dünn, dass der Luftwiderstand schon sehr niedrig ist und bereits kleinere Eiskristalle schneller Richtung Boden fallen. Auf- und Abwinde gibt es zumindest ja, zumal auch Schwerewellen einen gewissen Faktor dazu beitragen (Wellenmuster in den NLCs).
Auf jeden Fall ein spannendes Thema. Mich würde es nicht wundern, wenn aus den NLCs ein paar Eiskristalle zu Boden fallen, dort in deutlich trockeneren Schichten fallen und sublimieren und dann solche Fallstreifen sichtbar werden.
Ich hoffe, ich konnte mit meinem meteorologischen Wissen etwas weiter helfen
Viele Grüße aus Hamburg
Marcel
Für NLCs gibt es aber auch schon gewisse Formtypen, die das Aussehen der Wolken schon recht gut beschreiben (z.B. Typ II für Bänder oder Typ III für Wellen).
Virga (Fallstreifen) ist ja die Bezeichnung für aus einer Wolke ausfallenden Niederschlag (sowohl fest als auch flüssig), welcher im Verlauf in eine deutlich trockenere Schicht (nicht zwangsläufig auch wärmer) fällt und dabei verdunstet/sublimiert (je nach Phase) und sich dabei diese Fallstreifen bilden. Niederschlag ist dabei die Bezeichnung für eine Ausscheidung von Wasser/Eis aus der Atmosphäre, was man am Erdboden messen/beobachten kann (in dem Fall letzteres). Es muss sich ja aufgrund der Höhe und der dortigen Temperaturen um feine Eiskristalle handeln. Die Frage ist, wie groß diese und wie stark Auf- und Abwinde in dieser Höhe sind (mögliches Anwachsen der Eiskristalle). Zumindest ist die Luftdichte dort oben so dünn, dass der Luftwiderstand schon sehr niedrig ist und bereits kleinere Eiskristalle schneller Richtung Boden fallen. Auf- und Abwinde gibt es zumindest ja, zumal auch Schwerewellen einen gewissen Faktor dazu beitragen (Wellenmuster in den NLCs).
Auf jeden Fall ein spannendes Thema. Mich würde es nicht wundern, wenn aus den NLCs ein paar Eiskristalle zu Boden fallen, dort in deutlich trockeneren Schichten fallen und sublimieren und dann solche Fallstreifen sichtbar werden.
Ich hoffe, ich konnte mit meinem meteorologischen Wissen etwas weiter helfen

Viele Grüße aus Hamburg
Marcel
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