SICHTUNG IN KIEL

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Hartwig Luethen

SICHTUNG IN KIEL

Beitrag von Hartwig Luethen » 8. Dez 2003, 17:10

Soeben mailt Christoph Petermann eine Nordlichtsichtung
in Kiel ueber den GvA Verteiler
Hartwig Luethen

Sven Lüke

Hast Du weitere Daten? *LINK*

Beitrag von Sven Lüke » 8. Dez 2003, 17:51

War vermutlich nur per Fotobelichtung zu sehen, aber wie hoch und wo? Und lt. Wettermeldungen ist es in Kiel bewölkt. War es direkt bei Kiel oder woanders?

Grüße, Sven

Thomas Sävert

Vielleicht doch kein PL? *LINK*

Beitrag von Thomas Sävert » 8. Dez 2003, 18:08

Moin Sven,

habe auch so meine Zweifel, allein schon von den Wetterbedingungen her, da Kiel tatsächlich eine nahezu geschlossene Altocumulus-Decke meldet - wie schon den ganzen Tag. Vielleicht doch irgendwelche anderen Lichter? Aber vielleicht kommen ja noch mehr Daten rein.

Gruß, Thomas Sävert

: War vermutlich nur per Fotobelichtung zu sehen, aber wie hoch und
: wo? Und lt. Wettermeldungen ist es in Kiel bewölkt. War es
: direkt bei Kiel oder woanders?

: Grüße, Sven


Ulrich Rieth

Nach der Datenlage eher unwahrscheinlich...

Beitrag von Ulrich Rieth » 8. Dez 2003, 18:46

Hallo!

Also wenn ich mir die verfügbaren Daten so ansehe und noch die Wettersituation, wie sie hier geschildert wird, hinzunehme, sehe ich nur wenig Möglichkeit für eine echte Sichtung.
Im einzelnen zeigen die Z-Komponenten der Magnetometer in Norwegen (http://geo.phys.uit.no/stack/stackZ.html) eine Lage des PL-Ovals nördlich von Dombas an. Dort ist der Wechsel zwischen fallender und steigender Z-Komponente (siehe auch die Bestimmung der Südkante des Ovals im Canopus-Plot.
Hierzu passt auch der Plot der Nord-Süd-Intensität in der AllSky-Kamera in Sodankylä. Dort ist zwar zum fraglichen Zeitpunkt (ca. 17:10 UTC) ein Maximum in der Intensität zu sehen, aber auch nur im Zenit in Sodankylä mit schwachen Ausläufern bis zum Südhorizont.
Insgesamt würde ich damit eine Südgrenze des Ovals auf maximal ca. 60°N geomagnetischer Breite vermuten. Die absolute Sichtbarkeitsgrenze dürfte sich damit irgendwo in Südschweden befunden habe.
Allerdings muss dazu immer wieder gesagt werden, dass die magnetische Intensität nie 1 zu 1 in die visuelle Intensität und auch die visuelle Lage übertragen werden kann. Als bestes Beispiel dient hier wohl das Polarlicht vom 20.November, dass wohl die südlichste Sichtbarkeitslinie und damit auch die maximal südliche Ausdehnung des Ovals der letzten 50 Jahre hatte. Die magnetischen Schwankungen waren dafür aber doch recht gering, wenn man sie mit Ende Oktober 2003 vergleicht.
Überhaupt ist die gesamte Aktivität heute eher rätselhaft.
Der "echte" Beginn des coronalen Stromes aus dem großen, Reentier-förmigen coronalen Loch ist in allen verfügbaren Modellen immer noch für den 10.12. gerechnet, teilweise sogar erst für den 12.12.
Da sich jetzt auch die Dichte im, für den Hauptteil der coronalen Löcher typischen, niedrigen Bereich eingependelt hat und auch die Geschwindigkeit nicht übermäßig hoch ist, erwarte ich eher keine Sichtungen heute Abend, vor allem wenn man den hellen Mond mit einbezieht.
Soviel erstmal als Analyse.
Gruß

Ulrich

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