Was ist das?
- Helga Schöps
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Was ist das?
Hallo zusammen,
habe eben dieses Foto entdeckt. Wem fällt dazu was ein?
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/1 ... ay/7383485
VG Helga
habe eben dieses Foto entdeckt. Wem fällt dazu was ein?
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/1 ... ay/7383485
VG Helga
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André.Müller
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Möglicherweise ein Polfilter vor dem Objektiv ... Hab ich auch mal versucht, das sieht so ähnlich aus bei mir.
André
André
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- Claudia Hinz
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Ich habe den Effekt aus dem Flugzeug auch schon mehrfach beobachtet und denke, daß daß Licht durch die Fensterscheibe im Flugzeug polarisiert wird. Die größte Polarisation erhält man, wenn man im flachen Blickwinkel durch die Scheibe schaut. Vielleicht ist die Scheibe an den Seiten dicker als in der Mitte, so daß die Reflektion da am größten ist oder vielleicht sogar eine Doppelbrechung stattfindet?
Viele Grüße
Claudia
Viele Grüße
Claudia
- Christian Fenn
- Moderator
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In jedem Fall handelt es sich m.E. um eine Polarisation, da die Wolken, die diffuses Licht zurück geben, diesen Effekt nicht zeigen. Möglicherweise wurde das Foto über dem Meer gemacht, dessen Spiegelung mit einer Polarisierung des Lichts einhergeht. Das so polarisierte Licht hat den selben Effekt wie der Polfilter selbst, wenn man ihn über verspannten Kunststoff hält. Dann werden nämlich die im Fenster wirkenden Spannungskräfte sichtbar, weil sie zu einer Farbverschiebung führen. Das Fenster selbst hat dabei vermutlich keinen eingebauten Polfilter, wie das bei Flugzeugen manchmal üblich ist.
- Claudia Hinz
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- Helga Schöps
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- Claudia Hinz
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Hallo,
aufgrund eines ähnlichen Fotos (ohne Wasser) im Blog erhielt ich von Günther Können, der sich lange Zeit intensiv mit Polarisation beschäftigt hat, folgende Antwort:
Die Farben entstehen durch die Kombination von drei Faktoren:
1. es gibt polarisiertes Licht hinter dem Fenster
2. das Fenster besteht aus einer doppelbrechenden Substanz
3. man benutzt einen Polarisationsfilter vor dem Fenster
Wenn die Situation so ist, dann wird das Licht vom Fenster in zwei Kohärente polarisierte Komponenten gespalten die mit ungleicher Geschwindigkeit durch das Fenster reisen. Es entsteht so ein Phasenunterschied, der von der Wellenlänge abhängt. Dass heißt dass die Polarisation transformiert wird in lineare Polarisation mit einer anderen Richtung als der Ursprung einer gewissen Farbe und z.B. in zirkulare Polarisation für eine andere Farbe
(Lissagiu Interferez von zwei Schwingungen). Da die Polarisation jetzt farbabhängig ist, erscheinen mit einem Polarisationsfilter so die Farben. Die Farben erscheinen aber auch, wenn man durch ein zirkularen Polarisationsfilter schaut.
Jetzt die 3 Bedienungen:
1. auf der einen Seite des Fensters gibt er polarisiertes Licht, aufgrund des blauen Himmels (Rayleighstreuung) und Reflektion gegen Wasser, sowie der Streuung durch Wolken.
2. das Fenster ist normalerweise aus Plastik. Es gibt Mechanische Spannungen in diesem Material, welche eine Doppelbrechung verursachen.
3. vor der Kamera ist ein Polarisationsfilter
Die letzte Bedienung ist nicht notwendig wenn man schräg auf das Fenster schaut. Denn dann wird das Licht bereits aufgrund der Brechung polarisiert. In diesem Falle braucht man kein Filter um die Farben zu sehen. Die Farben, die man auf diese Weise sieht, sind aber schwächer als die Farben mit dem Polarisationsfilter, weil Brechung das Licht nur teilweise polarisiert.
Viele Grüße
Claudia
aufgrund eines ähnlichen Fotos (ohne Wasser) im Blog erhielt ich von Günther Können, der sich lange Zeit intensiv mit Polarisation beschäftigt hat, folgende Antwort:
Die Farben entstehen durch die Kombination von drei Faktoren:
1. es gibt polarisiertes Licht hinter dem Fenster
2. das Fenster besteht aus einer doppelbrechenden Substanz
3. man benutzt einen Polarisationsfilter vor dem Fenster
Wenn die Situation so ist, dann wird das Licht vom Fenster in zwei Kohärente polarisierte Komponenten gespalten die mit ungleicher Geschwindigkeit durch das Fenster reisen. Es entsteht so ein Phasenunterschied, der von der Wellenlänge abhängt. Dass heißt dass die Polarisation transformiert wird in lineare Polarisation mit einer anderen Richtung als der Ursprung einer gewissen Farbe und z.B. in zirkulare Polarisation für eine andere Farbe
(Lissagiu Interferez von zwei Schwingungen). Da die Polarisation jetzt farbabhängig ist, erscheinen mit einem Polarisationsfilter so die Farben. Die Farben erscheinen aber auch, wenn man durch ein zirkularen Polarisationsfilter schaut.
Jetzt die 3 Bedienungen:
1. auf der einen Seite des Fensters gibt er polarisiertes Licht, aufgrund des blauen Himmels (Rayleighstreuung) und Reflektion gegen Wasser, sowie der Streuung durch Wolken.
2. das Fenster ist normalerweise aus Plastik. Es gibt Mechanische Spannungen in diesem Material, welche eine Doppelbrechung verursachen.
3. vor der Kamera ist ein Polarisationsfilter
Die letzte Bedienung ist nicht notwendig wenn man schräg auf das Fenster schaut. Denn dann wird das Licht bereits aufgrund der Brechung polarisiert. In diesem Falle braucht man kein Filter um die Farben zu sehen. Die Farben, die man auf diese Weise sieht, sind aber schwächer als die Farben mit dem Polarisationsfilter, weil Brechung das Licht nur teilweise polarisiert.
Viele Grüße
Claudia
- Robert Wagner
- Beiträge: 449
- Registriert: 23. Feb 2004, 20:58
- Wohnort: Stockholm
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Hallo,
noch ein kurzer experimenteller Update:
Viele Grüsse,
Robert
noch ein kurzer experimenteller Update:
Das man die Farben auch ohne Polfilter erkennt, sieht man sehr schön hier, insb. in der rechten unteren Ecke. Mit Polfilter sind die Effekte natürlich umwerfend, siehe z.B. hier.Claudia Hinz hat geschrieben: Die letzte Bedienung ist nicht notwendig wenn man schräg auf das Fenster schaut. Denn dann wird das Licht bereits aufgrund der Brechung polarisiert. In diesem Falle braucht man kein Filter um die Farben zu sehen. Die Farben, die man auf diese Weise sieht, sind aber schwächer als die Farben mit dem Polarisationsfilter, weil Brechung das Licht nur teilweise polarisiert.
Viele Grüsse,
Robert
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member: DPG, AGU, IAU, Cloud Appreciation Society
tweeting about aurora borealis, astronomy, science

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