Atmosphärische Erscheinungen Dezember 2025
- Adrian Marin
- Beiträge: 56
- Registriert: 23. Nov 2025, 15:34
Re: Atmosphärische Erscheinungen Dezember 2025
Die Fotos sind sehr schön. Die Kronen sind sehr gut definiert. Eine vollständige Krone mit mehreren Ringen ist etwas Besonderes. Herzlichen Glückwunsch!
Unity, solidarity and harmony among the peoples of Europe.
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Wolfgang Speckert
- Beiträge: 74
- Registriert: 12. Sep 2014, 11:18
- Wohnort: Mainz
Re: Atmosphärische Erscheinungen Dezember 2025
Die Sonnenuntergänge der letzten Tage so ab Weihnachten waren oft sehr schön.
Speziell hier blicke ich auf den 26.12. zurück, weil die Situation nicht nur schön, sondern auch recht interessant war.
20251226_161615
Kurz vor Sonnenuntergang erkennt man, wie die Sonne in einen Schleier eintaucht, bestehend aus unzähligen recht parallelen Kondensstreifen, die sich horizontnah nicht mehr auflösen.
20251226_164603
Eine halbe Stunde später verschwimmen schon die vielen Kondensstreifen. Aber auch Dunst legt sich über den Boden des Mainzer Beckens im rheinhessischen Hügelland.
Und ganz hinten im sonnenlicht- oder sekundärlicht-durchfluteten Dunst erkennt man schemenhaft die Konturen des vorderen Hunsrücks.
Die sich allmählich verschmelzenden Kondensstreifen sind wohl die Flugspuren in den Flugkorridoren zwischen Raum Köln und Lyon bzw. Marseille.
20251226_165801
Eine Viertelstunde später zeigt eine Lichtsäule die Richtung der längst untergegangenen Sonne an. Die Lichtsäule wirkt fast, als würde sich die Sonne an der Kondens-Schicht förmlich spiegeln.
Zeitgleich sieht man auch sehr viel näher liegende Kondensstreifenreste (unbeleuchtet), die Strukturen bilden, z.B. in Bildmitte ein stellenweise in die Breite zerflossener Kondensstreifen mit longitudinaler Fächerbildung (quasi ein transversales Schwingungsmuster). Oder zum linken Bildrand hin zwei Streifenreste mit longitudinalem Schwingungsmuster - wohl Ansätze à la Kelvin-Helmholtz-Wellen.
Diese Kondensstreifen liegen auf der Route zwischen Raum Köln und Raum Stuttgart bzw. Mailand und queren mein nahes Blickfeld in der Regel irgendwo zwischen Mainz und Bad Kreuznach. Mein Standort ist übrigens Saulheim bzw. Wörrstadt.
Der nächste Blick in die Ferne zeigt besser noch die Lichtsäule der Sonne. Und auch an einem Streifen in größerer Nähe machen sich Kelvin und Helmholtz zu schaffen und knabbern ihn bereits ein wenig an.
20251226_165817
Die Strukturen im Himmel stellen sich nun wie folgt dar:
20251226_165805
Speziell hier blicke ich auf den 26.12. zurück, weil die Situation nicht nur schön, sondern auch recht interessant war.
20251226_161615
Kurz vor Sonnenuntergang erkennt man, wie die Sonne in einen Schleier eintaucht, bestehend aus unzähligen recht parallelen Kondensstreifen, die sich horizontnah nicht mehr auflösen.
20251226_164603
Eine halbe Stunde später verschwimmen schon die vielen Kondensstreifen. Aber auch Dunst legt sich über den Boden des Mainzer Beckens im rheinhessischen Hügelland.
Und ganz hinten im sonnenlicht- oder sekundärlicht-durchfluteten Dunst erkennt man schemenhaft die Konturen des vorderen Hunsrücks.
Die sich allmählich verschmelzenden Kondensstreifen sind wohl die Flugspuren in den Flugkorridoren zwischen Raum Köln und Lyon bzw. Marseille.
20251226_165801
Eine Viertelstunde später zeigt eine Lichtsäule die Richtung der längst untergegangenen Sonne an. Die Lichtsäule wirkt fast, als würde sich die Sonne an der Kondens-Schicht förmlich spiegeln.
Zeitgleich sieht man auch sehr viel näher liegende Kondensstreifenreste (unbeleuchtet), die Strukturen bilden, z.B. in Bildmitte ein stellenweise in die Breite zerflossener Kondensstreifen mit longitudinaler Fächerbildung (quasi ein transversales Schwingungsmuster). Oder zum linken Bildrand hin zwei Streifenreste mit longitudinalem Schwingungsmuster - wohl Ansätze à la Kelvin-Helmholtz-Wellen.
Diese Kondensstreifen liegen auf der Route zwischen Raum Köln und Raum Stuttgart bzw. Mailand und queren mein nahes Blickfeld in der Regel irgendwo zwischen Mainz und Bad Kreuznach. Mein Standort ist übrigens Saulheim bzw. Wörrstadt.
Der nächste Blick in die Ferne zeigt besser noch die Lichtsäule der Sonne. Und auch an einem Streifen in größerer Nähe machen sich Kelvin und Helmholtz zu schaffen und knabbern ihn bereits ein wenig an.
20251226_165817
Die Strukturen im Himmel stellen sich nun wie folgt dar:
20251226_165805
Zuletzt geändert von Wolfgang Speckert am 3. Jan 2026, 04:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Wolfgang Speckert
- Beiträge: 74
- Registriert: 12. Sep 2014, 11:18
- Wohnort: Mainz
Re: Atmosphärische Erscheinungen Dezember 2025
In Fortsetzung des Beitrags vorher zeigen sich drei Minuten später interessante Feinstrukturen. Und gleich der Hinweis: nein, das Bild ist nicht verwackelt, auch wenn die Strukturen in den unbeleuchteten Kondenswolken so wirken:
20251226_170051
Und fast nahtlos im Anschluss links davon finden sich wieder die bereits beobachteten längs aufgeflockten Streifenreste in Kelvin-Helmholtz-Manier:
20251226_165826
Tja, und rund 5 Minuten später zeigt sich quasi ein Fischgrätenmuster beim Blick wieder zurück ein Stück nach rechts:
20251226_170401
Ich sollte dazu erwähnen, dass ich mich in der Zeit zwischen den Bildern immer ein Stück fortbewege. Das sind also quasi Beobachtungen am Wegesrand. Da ist es also schwierig, sich an den Bildvordergründen zu orientieren, sondern besser an den sich stetig wandelnden, aber wiederzerkennenden Strukturen im Himmel.
Hier nun ein naher Blick, 10 Minuten später, auf das linke Ende des Fischgrätenmusters:
20251226_171457
Es hat sich also eine schöne Kelvin-Helmholtz-Wellenform ausgebildet. Schön auch, dass die Entlüftung des Schornsteins im Vordergrund die Welle bereitwillig mitzumachen scheint...
Inwieweit dies nun wirklich definitive Kelvin-Helmholtz-Wellen sind, könnte fraglich bleiben. Da die Sicht darauf von seitlich schräg kommt, könnten das auch, wenn man unter diesem Gebilde steht, beidseits in die Breite faserig auslaufende Ausläufer der einstigen Kondensstreifen sein.
20251226_172500
Nochmals 10 Minuten später verdichtet sich der ganze Komplex mit den einstigen Kondensstreifenresten immer mehr zu einem linsenförmigen Gebilde.
20251226_170051
Und fast nahtlos im Anschluss links davon finden sich wieder die bereits beobachteten längs aufgeflockten Streifenreste in Kelvin-Helmholtz-Manier:
20251226_165826
Tja, und rund 5 Minuten später zeigt sich quasi ein Fischgrätenmuster beim Blick wieder zurück ein Stück nach rechts:
20251226_170401
Ich sollte dazu erwähnen, dass ich mich in der Zeit zwischen den Bildern immer ein Stück fortbewege. Das sind also quasi Beobachtungen am Wegesrand. Da ist es also schwierig, sich an den Bildvordergründen zu orientieren, sondern besser an den sich stetig wandelnden, aber wiederzerkennenden Strukturen im Himmel.
Hier nun ein naher Blick, 10 Minuten später, auf das linke Ende des Fischgrätenmusters:
20251226_171457
Es hat sich also eine schöne Kelvin-Helmholtz-Wellenform ausgebildet. Schön auch, dass die Entlüftung des Schornsteins im Vordergrund die Welle bereitwillig mitzumachen scheint...
Inwieweit dies nun wirklich definitive Kelvin-Helmholtz-Wellen sind, könnte fraglich bleiben. Da die Sicht darauf von seitlich schräg kommt, könnten das auch, wenn man unter diesem Gebilde steht, beidseits in die Breite faserig auslaufende Ausläufer der einstigen Kondensstreifen sein.
20251226_172500
Nochmals 10 Minuten später verdichtet sich der ganze Komplex mit den einstigen Kondensstreifenresten immer mehr zu einem linsenförmigen Gebilde.
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