Hallo zusammen!
Das war ja heute ein echter Bilderbuchvenustransit. Bestes Wetter in Aachen, Beobachtung an der Sternwarte mit diversen Teleskopen, Publikunszulauf, Funk und Fernsehen vor Ort. Dazu die ganze Palette, die wir erhofft hatten: Das Troepfchenphaenomen waehrend des 2. Kontakts deutlich sichtbar, beim Austritt hingegen kaum. Am spektakulaersten fand ich jedoch die Lichtbruecke, die zwischen 1. und 2. sowie 3. und 4. Kontakt fuer mehrere Minuten klar und deutlich sichtbar war. Die Venusatmosphaere war als feiner Lichtring um die Venus zu sehen (bzw. dem noch nicht eingetretenen bzw. dem schon ausgetretenen Teil)
Bilder und Videos wurden en masse gefertigt, nur die Bestimmung der Kontaktzeitpunkte gestaltete sich sehr schwierig, was neben dem Troepfchenphaenomen vor allem am maessigen Seeing lag.
Ein fantastisches Erlebnis - mehr davon :-)
Gruesse,
Jan
Venustransit - Troepfchenphaenomen- Lichtbogen - Klasse!
Moderator: StefanK
- Jan Hattenbach
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André.Müller
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Das kann ich exakt genau so unterschreiben.
Ich stand in Aachen auf dem Steppenberg, wo im Minutenrhythmus Studenten, Jogger, Hundebesitzer und Spatzierengänger vorbeikanmen die alle Restlos begeistert waren. Leider hab ich vergessen eine Strichliste der Besucher zu führen.
Das Tropfenphänomen konnte ich auch bei 2. und 3. Kontakt sehr schön sehen, wie auch den Atmosphärenring! Hier schonmal ein erstes Bild:

André
Ich stand in Aachen auf dem Steppenberg, wo im Minutenrhythmus Studenten, Jogger, Hundebesitzer und Spatzierengänger vorbeikanmen die alle Restlos begeistert waren. Leider hab ich vergessen eine Strichliste der Besucher zu führen.
Das Tropfenphänomen konnte ich auch bei 2. und 3. Kontakt sehr schön sehen, wie auch den Atmosphärenring! Hier schonmal ein erstes Bild:

André
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André.Müller
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Nicht nur auf dem oben schon gezeigten Bild, sondern auch auf zwei weiteren Bildern kann man den Atmosphärenring gut erkennen.


Auf die Bilder klicken bringt einen zur größeren Version.
Die Ausschnitte sind jeweils originalgröße und stark bearbeitet. Das gesammte Bild ansonsten ist unbearbeitet.
Aufgenommen hab ich alle Bilder an meinem 114mm F=900mm Newton mit visueller Filterfolie. Bei den ersten Bildern hab ich meine A60 hinter ein 4mm Okular gehalten, bei dem letzten hinter ein 24mm Okular!
André
(weitere Bilder und Bericht auf meiner HP!)


Auf die Bilder klicken bringt einen zur größeren Version.
Die Ausschnitte sind jeweils originalgröße und stark bearbeitet. Das gesammte Bild ansonsten ist unbearbeitet.
Aufgenommen hab ich alle Bilder an meinem 114mm F=900mm Newton mit visueller Filterfolie. Bei den ersten Bildern hab ich meine A60 hinter ein 4mm Okular gehalten, bei dem letzten hinter ein 24mm Okular!
André
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- Ulrich Rieth
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Ring?
Hallo André!
Danke für die bearbeiteten Bilder und Glückwunsch zur gelungenen Transitbeobachtung.
Allerdings bin ich hier immer noch sehr skeptisch, was den Ring angeht.
Auf dem ersten Bild finde ich den Sonnenrand schon so diffus, dass es von den Kontakten her schon "Sonne" und keine "Venus Atmosphäre" mehr sein könnte.
Beim zweiten Bild sieht es schon eher nach Atmosphäre aus, aber auch hier kommt mir der "Ansatzpunkt" der Atmosphäre sehr stark verschoben vor, gegenüber dem Venusscheibchen. Deshlab würde ich nicht ausschließen, dass es sich um Artefakte der Bildbearbeitung handelt.
Diese "Ringe" um Planeten treten ja auch sehr häufig bei exzessiver Bearbeitung von Jupiterbildern auf.
Bisher habe ich vielleicht 2 oder 3 überzeugende Bilder von Atmosphärenringen gesehen. Alle diese Bilder waren 1000%ig fokussiert und man konnte die Granulation erkennen. Da der Ring wirklich extrem klein ist, kommt es wohl auf die 100%ige Fokuslage an. Nur eine Winzigkeit daneben und die Sichtung gelingt schon nicht mehr.
Gleiches scheint in umgekehrter Richtung für das Tropfenphänoment zu gelten. Sobald man den Fokus leicht verpasst, ist der Tropfen gut sichtbar. Hat man dagegen 100%ig den Fokus getroffen, scheint es keinen Tropfen zu geben.
Zusätzlich kommt in beiden Fällen noch eine genaue Kollimation des Systems hinzu. Aber das sollte ohnehin klar sein.
Gruß
Ulrich
Danke für die bearbeiteten Bilder und Glückwunsch zur gelungenen Transitbeobachtung.
Allerdings bin ich hier immer noch sehr skeptisch, was den Ring angeht.
Auf dem ersten Bild finde ich den Sonnenrand schon so diffus, dass es von den Kontakten her schon "Sonne" und keine "Venus Atmosphäre" mehr sein könnte.
Beim zweiten Bild sieht es schon eher nach Atmosphäre aus, aber auch hier kommt mir der "Ansatzpunkt" der Atmosphäre sehr stark verschoben vor, gegenüber dem Venusscheibchen. Deshlab würde ich nicht ausschließen, dass es sich um Artefakte der Bildbearbeitung handelt.
Diese "Ringe" um Planeten treten ja auch sehr häufig bei exzessiver Bearbeitung von Jupiterbildern auf.
Bisher habe ich vielleicht 2 oder 3 überzeugende Bilder von Atmosphärenringen gesehen. Alle diese Bilder waren 1000%ig fokussiert und man konnte die Granulation erkennen. Da der Ring wirklich extrem klein ist, kommt es wohl auf die 100%ige Fokuslage an. Nur eine Winzigkeit daneben und die Sichtung gelingt schon nicht mehr.
Gleiches scheint in umgekehrter Richtung für das Tropfenphänoment zu gelten. Sobald man den Fokus leicht verpasst, ist der Tropfen gut sichtbar. Hat man dagegen 100%ig den Fokus getroffen, scheint es keinen Tropfen zu geben.
Zusätzlich kommt in beiden Fällen noch eine genaue Kollimation des Systems hinzu. Aber das sollte ohnehin klar sein.
Gruß
Ulrich
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André.Müller
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Hi
Das es beim ersten Bild uneindeutig ist, seh ich auch so. Allerdings bin ich bei den beiden anderen Bildern ziemlich sicher!
Ich hab ebenfalls keinen Tropfen nach dem dritten Kontakt gesehen, und somit den Fokus wohl sehr gut getroffen (die Unschärfe kommt von einer absolut unchristlichen Belichtungszeit von 1/8s). Auch sehen Artefakte meistens anders aus.
Und das man bei den Bildern die Granulation sehen muss finde ich nicht. Denn der Ring ist ja um zwei Größenordnungen schwächer als die Oberfläche. Deswegen muss gerade mit einfachen mitteln die Sonne einfach überbelichtet sein.
Wenn du möchtest kann ich dir ja mal die Originale zukommen lassen (oder hier verlinken) dann kannst du dich daran auch nochmal versuchen ob du etwas besseres rausbekommst....
Aber nichtsdestotrotz war es ein gigantisch schönes Erlebnis. Denn Visuell war der Ring wirklich spektakulär!
André
Das es beim ersten Bild uneindeutig ist, seh ich auch so. Allerdings bin ich bei den beiden anderen Bildern ziemlich sicher!
Ich hab ebenfalls keinen Tropfen nach dem dritten Kontakt gesehen, und somit den Fokus wohl sehr gut getroffen (die Unschärfe kommt von einer absolut unchristlichen Belichtungszeit von 1/8s). Auch sehen Artefakte meistens anders aus.
Und das man bei den Bildern die Granulation sehen muss finde ich nicht. Denn der Ring ist ja um zwei Größenordnungen schwächer als die Oberfläche. Deswegen muss gerade mit einfachen mitteln die Sonne einfach überbelichtet sein.
Wenn du möchtest kann ich dir ja mal die Originale zukommen lassen (oder hier verlinken) dann kannst du dich daran auch nochmal versuchen ob du etwas besseres rausbekommst....
Aber nichtsdestotrotz war es ein gigantisch schönes Erlebnis. Denn Visuell war der Ring wirklich spektakulär!
André
- Ulrich Rieth
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Zum Märchen des Tropfenphänomens...
...empfehle ich ab sofort ein paar Bilder auf der Mainzer Astrohomepage http://www.astro-mainz.de.
Im Speziellen geht es um dieses Bild (12" Meade SCT, f=3000mm, Philips ToUCam 740 Pro):

Die Bildunterschrift lautet:
Pseudotropfen!
Das sogenannte Tropfenphänomen ist ausschließlich ein Resultat von Kontrast und Auflösung, gewissermaßen ein Phänomen kleiner Teleskope. Allein durch das Verändern entsprechender Einstellungen bei der Bildbearbeitung lässt sich durch "Verschlechterung" ein und desselben Bildes praktische jede berichtete Form des Tropfenphänomens erzeugen.
Mehr muss zu diesem Märchen dann auch nichtmehr gesagt werden.
Gruß
Ulrich
Im Speziellen geht es um dieses Bild (12" Meade SCT, f=3000mm, Philips ToUCam 740 Pro):

Die Bildunterschrift lautet:
Pseudotropfen!
Das sogenannte Tropfenphänomen ist ausschließlich ein Resultat von Kontrast und Auflösung, gewissermaßen ein Phänomen kleiner Teleskope. Allein durch das Verändern entsprechender Einstellungen bei der Bildbearbeitung lässt sich durch "Verschlechterung" ein und desselben Bildes praktische jede berichtete Form des Tropfenphänomens erzeugen.
Mehr muss zu diesem Märchen dann auch nichtmehr gesagt werden.
Gruß
Ulrich
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