Und das hier ist interessant für Meteorbeobachter:
Schon bevor die Erde die Bahnebene von Komet 10P/Tempel 2 im Juli durchquerte, war der in der Bahnebene des Kometen verteilte Staub als auffällige Linie sichtbar. Selten konnte bisher solch eine Staubbahn (Achtung: nicht der Staubschweif!) in dieser Auffälligkeit beobachtet werden (siehe hier)(anfangs wurde der Staubschweif als Plasmaschweif interpretiert).
Tiefere Aufnahmen zeigen jetzt sogar eine zweite Staubbahn, die parallel zur Hauptstaubbahn verläuft (siehe hier).
Diese Staubbahnen machen sich normalerweise nur als Meteorschauer bemerkbar. Aus der Meteorbeobachtung bzw. der Berechnung von Ereignissen ist bekannt, dass durch Störungen (v.a. durch Jupiter) teile der Staubbahn abgelenkt werden können und somit ihre ursprüngliche Bahn verlassen. Als weitere Ursache solcher Sekundärbahnen kommt auch eine Spaltung des Kometenkernes in Frage. Diese bisher rechnerisch erschlossenen sekundären Staubbahnen konnten nun erstmals auch sichtbar gemacht werden!
Gruß aus HD,
Christoph
10P/Tempel 2: Staubbahnen
Moderator: StefanK
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Carl Herzog
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Re: 10P/Tempel 2: Staubbahnen
Hallo Christoph,
in der Nacht vom 19. auf 20.07 hatte ich glaube ich so eine zweite Staubbahn drauf (direkt rechts vom Kometen, unterhalb der Hauptstaubbahn):
In den Folgetagen war sie allerdings nicht mehr nachweisbar.
VG, Carl
in der Nacht vom 19. auf 20.07 hatte ich glaube ich so eine zweite Staubbahn drauf (direkt rechts vom Kometen, unterhalb der Hauptstaubbahn):
In den Folgetagen war sie allerdings nicht mehr nachweisbar.
VG, Carl
- Christoph Gerber
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Re: 10P/Tempel 2: Staubbahnen
Hallo Carl,
vielen Dank für deine Beobachtung. Ich bin mir nicht so ganz sicher, wie das zu bewerten ist. Zunächst wurde dieser Bogen als Staubschweif (tail im Gegensatz zur Staubbahn: trail) bezeichnet. Auf dem Bildern vom 23.7. ist er fast noch genauso zu erkennen (vgl. die verlinkten Bilder), um nur einen Tag später (24.7.) bereits auf der anderen Seite der Staubbahn zu erscheinen! Möglicherweise fand in diesem Interwall die Durchquerung der Komentenbahnebene statt. Was (für mich zumindest) verwirrend ist, dass dieser Staubschweif offenbar mit der sekundären Staubbahn in Verbindiung zu stehen scheint. Dann sollte die ausgeprägte Staubbahn viel älter sein und die neue sich gerade als Sekundärbahn bilden. Dazu würde passen, dass auf dem "Entdeckungsbild" (vom 8. Juni) der Komet selbst knapp neben der Staubbahn (knapp obehalb!) erschient. Mal sehen, was weitere Beobachtungen zeigen werden.
Gruß aus HD,
Christoph
vielen Dank für deine Beobachtung. Ich bin mir nicht so ganz sicher, wie das zu bewerten ist. Zunächst wurde dieser Bogen als Staubschweif (tail im Gegensatz zur Staubbahn: trail) bezeichnet. Auf dem Bildern vom 23.7. ist er fast noch genauso zu erkennen (vgl. die verlinkten Bilder), um nur einen Tag später (24.7.) bereits auf der anderen Seite der Staubbahn zu erscheinen! Möglicherweise fand in diesem Interwall die Durchquerung der Komentenbahnebene statt. Was (für mich zumindest) verwirrend ist, dass dieser Staubschweif offenbar mit der sekundären Staubbahn in Verbindiung zu stehen scheint. Dann sollte die ausgeprägte Staubbahn viel älter sein und die neue sich gerade als Sekundärbahn bilden. Dazu würde passen, dass auf dem "Entdeckungsbild" (vom 8. Juni) der Komet selbst knapp neben der Staubbahn (knapp obehalb!) erschient. Mal sehen, was weitere Beobachtungen zeigen werden.
Gruß aus HD,
Christoph
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Carl Herzog
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Re: 10P/Tempel 2: Staubbahnen
Hallo Christoph,
die Durchquerung der Kometenebene war am 20. Juli.
Letzte Nacht habe ich einen erneuten Versuch gewagt, wobei mit einer Höhe von 11° und Blick nach Süden (über Wiesbaden) die Bedingungen in der Zwischenzeit suboptimal sind, um sehr schwache Staubspuren nachzuweisen. Hinzu kam noch etwas Mond. Hier das Ergebnis (es waren diesmal nur Mono-Aufnahmen im L-Kanal):
Sternenspurenbefreit:
Das Bild ist bis fast waagerecht zum Horizont ausgerichtet, N ist oben, W ist rechts. Ich meine auch einen schwachen Staubschweif Richtung 2 Uhr zu erkennen.
VG, Carl
die Durchquerung der Kometenebene war am 20. Juli.
Letzte Nacht habe ich einen erneuten Versuch gewagt, wobei mit einer Höhe von 11° und Blick nach Süden (über Wiesbaden) die Bedingungen in der Zwischenzeit suboptimal sind, um sehr schwache Staubspuren nachzuweisen. Hinzu kam noch etwas Mond. Hier das Ergebnis (es waren diesmal nur Mono-Aufnahmen im L-Kanal):
Sternenspurenbefreit:
Das Bild ist bis fast waagerecht zum Horizont ausgerichtet, N ist oben, W ist rechts. Ich meine auch einen schwachen Staubschweif Richtung 2 Uhr zu erkennen.
VG, Carl
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