Welche Digi-Knipse kaufen?

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Moderator: StefanK

Rico Hickmann
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Welche Digi-Knipse kaufen?

Beitrag von Rico Hickmann » 17. Jul 2006, 10:26

Hallo!

Es ist zwar noch kein Zeitpunkt abzusehen, aber irgendwann werde auch ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera zulegen.
Sie soll eingesetzt werden für:
- Deeps Sky mit eigenem Objektiv bzw. am Fernrohr
- Sonne & Planeten
- Polarlicht
- "Alltagsfotografie"

Was könnt ihr mir da empfehlen? Sie sollte ja auch möglichst wenig kosten...

Schöne Grüße,
Rico!

André.Müller
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Beitrag von André.Müller » 17. Jul 2006, 11:52

Hallo Rico

Bei der Frage bekommst du von 5 verschiedenen Leuten mindestens 7 verschiedene Antworten.

Du suchst ja nun offensichtlich die eierlegende Wollmilchsau für möglichst wenig Geld. Ich persönlich würde dir eine Nikon (D50 ist das günstigste Modell) empfehlen. Diese hat in der Alltagsfotografie von der Bildqualität die Nase etwas vor der Canon. Bei Sonne und Planeten sind wohl beide Einsteigermodelle nur bedingt geeignet, da sie keine SVA haben. Da tut sich also nichts. Bei der Astrofotografie stört bei der Nikon, dass sie kein "echtes RAW" liefert, aber das kann man über den Mode3 übergehen (ob das bei der D50 auch klappt weiß ich nicht, muss ich mal testen ...), dann hast du bei Nikon den Vorteil, dass du alle alten, manuellen Objektive nutzen kannst. Bei der Astro und Polarlichtfotografie kommt es ja nicht auf einen schnellen AF und Belichtungsprogramme an. Zu guter Letzt kommt noch dazu, dass der CCD der Nikons im roten etwas empfindlicher ist als der CMOS der Canons (zumindest ist der Chip deutlich (Faktor >10) empfindlicher im Infraroten ...). Ich hatte bis jetzt leider noch keine Chance meine D70 auf wirkliche DS-Tauglichkeit zu testen, werde das aber hoffentlich diesen Sommer schaffen (dann lässt mir die Uni recht viel Zeit ...

Mein Rat:
Geh in den Fotoladen deines Vertrauens und lass dir alle in Frage kommenden Kameras geben und erklären. Normalerweise können die dir alle deine Fragen beantworten. (Die geilen in den blöden Märken können das übrigens meistens nicht!!) Die die dir am besten gefällt, einfach so vom Handling nimmst du dann einfach mit. Denn nur wenn du mit der Kamera von Anfang an ein gutes Gefühl hast, wirst du sie lieben lernen :D

Ansonsten google bemühen und Erfahrungsberichte lesen, oder bekannte Fragen die diese Kameras haben.

André
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ThomasD
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Beitrag von ThomasD » 17. Jul 2006, 14:33

Bei Sonne und Planeten sind wohl beide Einsteigermodelle nur bedingt geeignet, da sie keine SVA haben. Da tut sich also nichts.
sprichst du jetzt nur von NIKON ? die 350D hat sehr wohl ne spiegelvorauslösung... ;)

rein von der erfahrung her (ichhab selber eine) würd ich dir zur canon 350D raten. die hat nur dummerweise einen sperrfilter für h-alpha. der kann zwar recht kostengünstig ausgetauscht werden, damit geht dir aber ein ganzes stück an tageslichttauglichkeit verloren.

idealerweise nimmt man dann eine 20Da, die ist sowohl tages- als auch astrotauglich, jedoch nicht ganz billig...

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Ulrich Rieth
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Beitrag von Ulrich Rieth » 17. Jul 2006, 15:48

Hallo!

Also bevor hier schon direkte Tipps gegeben werden, würde ich erstmal nachfragen, ob Rico schon ein System hat.
Sind schon Objektive von einer analogen SLR vorhanden.
Es macht nämlich reichlich wenig Sinn, jetzt auf ein komplett neues System umzusteigen, wenn bereits Objektive eines anderen Herstellers vorhanden sind.
Der Body allein ist nämlich nichts und die zusätzlich anzuschaffenden Objektive schlagen auch ganz schön auf der Ausgabenseite zu Buche.
Also, wie sieht es mit der vorhandenen Ausrüstung aus?
Gruß

Ulrich

André.Müller
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Beitrag von André.Müller » 17. Jul 2006, 17:08

ThomasD hat geschrieben:
Bei Sonne und Planeten sind wohl beide Einsteigermodelle nur bedingt geeignet, da sie keine SVA haben. Da tut sich also nichts.
sprichst du jetzt nur von NIKON ? die 350D hat sehr wohl ne spiegelvorauslösung... ;)
:shock: Das wusste ich tatsächlich nicht. Ich kenn nur die 300er einigermaßen, und diese hatte es nicht.

Dann ist das wohl ein Pluspunkt für die Canon.

André
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Dörte E./Schleswig
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wer hat Erfahrungen mit Pentax versus Canon/ Nikon?

Beitrag von Dörte E./Schleswig » 17. Jul 2006, 17:46

Hallo !

Ich beschäftige mich auch (mittelfristig) mit der Suche nach einer Kamera - und stehe genau vor derselben Frage, die Ulrich erwähnt -

kaufe ich eine neue Pentax zu meinen "alten", wohl nicht besonders hochwertigen/lichtstarken Bajonett-Objektiven
(Sigma 28-70mm/ Pentax 50mm/ Tokina 70-210)

oder wechsle ich komplett das System, weil z.B. die Eos350D von vielen benutzt und empfohlen wird und entsprechend viele Tipps+Tricks dazu zu finden sind ...

Heute fand ich bei amazon dieses Kit mit Batteriegriff und 2 Obj. im Angebot - wie sind diese qualitativ einzuordnen und ist die Lichtstärke ausreichend ? (D.h. würde sich das Angebot lohnen?)

>>Canon EOS 350D inkl. Objektiv EF-S 18-55 mm + 55-200mm + BG-E3 Batteriegriff von Canon UvP EUR 1.199,00 Amazon: EUR 949,00<<

Was wäre die Alternative von Pentax ... hier ist der local dealer überfragt, hat da jemand Erfahrungen mit ?

Sonnige Grüße,
Dörte
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André.Müller
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Beitrag von André.Müller » 17. Jul 2006, 18:56

Kit Objektive sind i.A. nicht die besten, und schon gar nicht für Astrofotografie. Da bieten sich immer Lichtstarke Festbrennweiten an. Ich hab dafür ein 50mm/1.4 und ein 135mm/2.8. Die beigelegten Objektive sind gute Schnappschussobjektive, weil sie bei viel Licht (Ab Blende 5 oder 5.6) gute Ergebnisse erzielen, aber bei schlechten Lichtverhältnissen, wenn du möglichst weit Aufblenden willst kannst du sie meistens (nicht immer!) vergessen.

Eine sehr ausführliche (und weiter wachsende) Objektivtest-Liste findet man übrigens hier: http://www.photozone.de/8Reviews/

Das Angebot klingt nicht schlecht, auch wenn du es in jedem Fotoladen zum gleichen Preis kriegen kannst und nicht bei Amazon bestellen solltest.

MfG
André
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Rico Hickmann
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Beitrag von Rico Hickmann » 17. Jul 2006, 19:56

Hallo!

Vielen Dank erstmal für die vielen schnellen Antworten!

@ Ulrich: Ich habe schon eine gute alte Practica mit M42-Gewinde, ich weiß nicht, ob es da noch was passendes gibt, wo ich meine Objektive draufschrauben kann?

Schönen Grüße aus Dresden,
Rico!

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Ulrich Rieth
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Beitrag von Ulrich Rieth » 17. Jul 2006, 20:22

Hallo Rico!

Okay, das macht die Sache für uns zumindest etwas einfacher.
Für Dich wirds aber sicherlich schwere, denn neben dem reinen Kameragehäuse musst Du sicher nochmal etwa halb soviel Geld für die Objektive einplanen.
Damit entfernst Du Dich aber sicher von "Sie sollte ja auch möglichst wenig kosten...".
Ach ja, mein Tipp geht klar in Richtung einer Canon. Und so wie die Entwicklung da in den letzten Jahren lief, dürfte sicher bald wieder was Neues rauskommen und damit die 350er wieder im Preis fallen.
Gruß

Ulrich

RainerKracht
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Adapter

Beitrag von RainerKracht » 17. Jul 2006, 20:32

@Rico. Für meine Canon EOS 300D habe ich einen M42-Adapter, damit
kann ich meine alten Objektive weiter benutzen. Der Adapter ist sicher
für die 350D derselbe.

Rainer

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RolfK
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Beitrag von RolfK » 17. Jul 2006, 20:54

Also ich würde die EOS300D empfehlen.Habe zwar selber die EOS350D,aber für Astrofotografie ist die 300er mit Sicherheit besser.Sie hat zwar weniger Pixel,aber das ist sowas von egal,man schau sich nur mal die tollen Bilder im Netz an,die mit dieser Kamera gemacht wurden.- Ich weiss nicht wie gut das Standartobjektiv der 300er ist,das mitgelieferte Objektiv der 350iger ist auf jedenfall aus Plastik und für Grenzbereiche nicht brauchbar.(Autofokus geht nicht richtig in Grenzbereichen und Farbprobleme ).Ich vermute mal dass die 300er noch ein besseres Objektiv hat (weiss es aber nicht genau). - KOMMENTAR : nicht alles was neu ist ist gut ! Deshalb lieber auf altbewährtes zurückgreifen. ( ist aber nur meine Meinung ) . Gruss Rolf

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Nils N.
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Beitrag von Nils N. » 17. Jul 2006, 21:54

Ich habe selber die Canon EOS 300D und kann sie nur empfehlen. Das Problem mit der Spiegelvoraslösung lässt sich übrigens mit der modifizierten Firmware lösen :D . Ich habe die Firmware nun schon über ein Jahr drauf, und keine Probleme damit. Wenn eine Canon in Frage kommt, dann kann ich http://www.traumflieger.de/ empfehlen. Sehr informativ! Hier gibt es auch infos bezüglich der mod. Firmware und Astofotografie mit Canon EOS.
Gruß Nils

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Harald Wochner
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Beitrag von Harald Wochner » 18. Jul 2006, 05:55

Mit den Canons machst du eigentlich nichts falsch, ich kenn jetzt die 20d, die 350D und die 300D, für den normalen Alltagsgebrauch und die Astrofotografie sind alle drei gut zu haben und zeigen eine excellente Bildqualität (von den dreien zeigt die alte 300D bei niedrigen ISO-Zahlen (also nicht bei Astrofotografie) sogar das niedrigste Rauschen). Die Bildqualität der Nikon D70 und der Pentax ist Ds hat mich nicht überzeugt - beide zeigen manchmal etwas unschöne Farben, vor allem z.B. bei Sonnenuntergangsfotos. Ebenso rauschen sie stärker als die Canons. Die Pentax ist Ds (bei einem Foto-Chip Preisausschreiben gewonnen) habe ich deswegen aus großem Frust über die Bildqualität im Vergleich zu meiner alten Canon 300D meinem Bruder geschenkt.
Ich vermute mal dass die 300er noch ein besseres Objektiv hat (weiss es aber nicht genau).
Das ist leider nicht der Fall :( Es ist das gleiche billige Teil aus Plastik was nicht im geringsten für Astrofotografie taugt - aber für normale Tageslichtaufnahmen ist es für den Preis unschlagbar gut!!!
Ein weiteres Argument für Canon wäre noch die große Objektivvielfalt bzw. das größere Angebot und auch der günstigere Preis im Vergleich zu Nikon.
Viel Erfolg bei der richtigen Auswahl!

Grüße Harald

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Beitrag von Dörte E./Schleswig » 18. Jul 2006, 08:36

Guten Morgen + schon mal herzlichen Dank für die Antworten !

Es zeichnet sich schon ein "Trend" ab :)
- ich werde mal auf Ulrichs Tipp hin nachfragen, was sich bei Canon demnächst tut ... und mir dann wohl (lichtstarke) Objektive dazukaufen ...

...noch eine konkrete Anfänger-Frage, wenn ich Richtung Sonne fotografiere (ich möchte Halos!!!) - wie muss ich die Optik evtl. schützen ?

@Ulrich + andere HHer: hast du/ihr evtl. schon einen Astro-/Fotoladen (mit Ausstellung+Beratung) ausfindig gemacht - der AstroShop im Planetarium hat wohl zugemacht und verkauft nur noch online ? (astro-shop, Eiffestr. 426)

viele Grüße,
Dörte
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Lutz Schenk
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Beitrag von Lutz Schenk » 18. Jul 2006, 14:53

Hallo Zusammen,

ich muss mich doch mal etwas einklinken, da die Sache für meinen Geschmack etwas zu Canon-lastig wird.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will damit nicht gegen Canon Meinung machen!

Es ging Rico ja um möglichst billig. Dies ist natürlich ein Systemwechsel gerade nicht.

Möchte da auch auf das 5 Leute / 7 Meinungen-Argument hervorheben.
Das ist leider oft so. Hier noch einige Links, wo man evtl. auch noch weitere Info findet :


Eine Pentax-lastiges Forum, aber mit vielen Vergleichen und Hinweisen auch zu anderen Herstellern.
http://www.digitalfotonetz.de/

Weiterhin sollte man noch den Cropfaktor nicht außer Acht lassen, je nach dem wo die Vorlieben hingehen.

Wer mehr Astro/Deepsky macht, dem könnte der Crop von 2 der Olympus gut gefallen. (Mal bei folgendem Link nachsehen)

http://www.digitalkamera.de/Kameras/

Pentax z.B. bietet einen Crop von 1,5, was wiederum für Weitwinkel besser ist. Auch sollte man gerade für Nachtaufnahmen einen guten Sucher haben, da die Digi-SLR's kein Livebild auf dem Screen bringen !

Weiterhin ein nicht zu verachtendes Merkmal ist der Akku. Nimmt man eine Cam mit Herstellerprorietärem Batterieformat, oder etwas mit AA.
Pentax hat bei dr istDs den Akkuschacht so geformt, das wahlweise 2xCR-3V oder 4xAA verwendbar sind.

Generell kann man sagen, das alle Digi-SLR mit IR-Sperrfilter ausgerüstet sind, außer Spezialmodelle oder die modifizierten, welche dann nur noch bedingt Tageslichtauglich sind.

Ich wollte hier einfach nur noch mal einige Überlegungen anführen, um die Entscheidung etwas schwieriger zu machen ;-)

Nee, klingt echt doof, aber es ist einfach sehr schwer, da die richtigen Tipps zu geben.

@Rico: Hangel Dich noch mal durch einige Foto/Astroforen, und versuche da zu einem Schluss zu gelangen. Der Tipp mit dem ausprobieren beim Händler ist auch sehr gut.

Ach, noch etwas... Vielleicht macht es auch Sinn, auf die Vollformat-Cams zu warten ?

Viele Grüße,

Lutz
Zuletzt geändert von Lutz Schenk am 19. Jul 2006, 06:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Harald Wochner
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Beitrag von Harald Wochner » 19. Jul 2006, 06:48

....hab mir fast gedacht, dass da noch was von dir kommt, Lutz :wink:

Du hast mit dem Argument zum Sucher in Verbindung mit Nachtaufnahmen völlig recht: der Sucher der Pentax ist wesentlich heller und klarer als die Sucher der oben genannten Canons und Nikons und ist mir als positivste Eigenschaft der Pentax ist Ds aufgefallen.

Grüße Harald

Wolfgang Dzieran
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senf

Beitrag von Wolfgang Dzieran » 19. Jul 2006, 16:15

Hallo,

jetzt möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben. Nach etwa einem Jahr Erfahrung mit einer Canon 35OD habe ich festgestellt, dass dies eine schöne, handliche "Allround"-DSLR ist. Der Chip hat genug Pixel um von den Bildern auch mal A4 Abzüge machen zu lassen, ohne dass die Qualität leidet.

Den Batteriegriff (mit den Ersatzakkus) habe ich nicht, und in diesem Jahr auch nie vermisst. Wenn man seine Knipse an ein Fernrohr hängen will, ist man sowieso froh um jedes Gramm, was man sparen kann, das macht meines Erachtens also gar keinen Sinn. Der eine Akku, den ich habe, ist völlig ausreichend, wenn man damit sparsam umgeht und nicht nach jedem "Klick" sich die Bilder anschließend lange auf dem Display anguckt.

Ernsthafte Astrofotografie in Verbindung mit einem Fernrohr wird man ohnehin auch gleich in Verbindung mit einem PC oder Notebook betreiben, die Canon läßt sich darüber sehr gut steuern - und für die kalten Winternächte, wo der Akku vielleicht tatsächlich leer gehen könnte, gibt es auch Lösungen, die Canon direkt ans Netz zu hängen, dann hat man (sofern man Astrofotografie vom Garten in der Nähe des Hauses betreibt) überhaupt keine Stromprobleme.

Ein sehr ernsthaftes Problem ist jedoch das nächtliche Fokussieren. Den Autofokus kann man (außer vielleicht beim Mond) nicht nutzen, das geht also nur manuell. Wegen des ganzen Autofocus-High-tech usw. ist bei manueller Fokussierung "unendlich" aber leider nicht einfach am "Anschlag" des Objektivs (jedenfalls nicht bei meinem Kit-Objektiv (18-55mm) und auch nicht bei meinem Sigma 70-300mm APO Zoom Teleobjektiv. Das bedeutet aber, man ist ganz schnell über den tatsächlichen Fokuspunkt hinweg und es beginnt eine endlose Pfriemelei.

Um dem abzuhelfen, habe ich mir für relativ teures Geld eine passende Canon-Sucher-Lupe gekauft, welche das Sucherbild in zwei verschiedenen Stufen vergößert. ich habe mich für das original Canonprodukt entschieden, weil andere (billigere) Lösungen leider nicht mehr ausreichend die gewählten Einstellungen für Zeit, Blende usw. anzeigten. Damit ist das Einstellen etwas besser, aber immer noch nicht ideal. (Was war die Welt früher in der Analogfotografie doch tausendmal einfacher!).

Überhaupt die Objektive! Da ich mein Gerät bei einem Fachhändler gekauft habe hatte ich zwar die Möglichkeit, mir unter allen seinen vorhandenen Geräten, das mit dem rauscharmsten Chip auszusuchen (schon allein deshalb würde ich nie übers Internet kaufen, weil man ja gar keine Vergleichsmöglichkeit hat), aber auf die Qualität der Objektive habe ich da nicht besonders geachtet. Im Normalbetrieb, bei der Fotografie von Haus, Boot, Auto oder Familie merkt man es nicht, aber in der Sternenfotografie schon: Nutzt man den jeweiligen Zoom der Objektive werden die Sternenpunkte, die ja im Idealfall nur ein einzelnes Pixel ausleuchten sollten, schnell zu kreisförmigen Scheiben. Ich denke mir, die Strahlengänge durch diese relativ preiswerten Objektive sind eben doch nicht für alle Brennweiten gleich gut gerechnet. Wie gesagt, normalerweise fällt so ein Effekt nicht auf, bei unser Form der Extremfotografie ist auch dies aber schon ein Problem. Deshalb nutzen auch alle guten Astrofotografen niemals Zoom, sondern immer Festbrennweiten!

Dies sind meines Erachtens die größten Probleme, die einem das Thema der Astrofotografie vielleicht doch etwas verleiden können. Mit einigem zusätzlichen Aufwand (und Geld) kann man die sicherlich überwinden. Mit dem "billigsten" DSLR Angebot darf man sich da aber dann nicht zufrieden geben.

Wolfgang
aus Bad Lippspringe
Zuletzt geändert von Wolfgang Dzieran am 29. Jul 2006, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.

Claus P.
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Beitrag von Claus P. » 20. Jul 2006, 23:38

So, da mir auch das ganze zu Canon-lastig ist, würde ich empfehlen noch ein paar Tage zu warten.

Am 9.8. wird eine neue Nikon (D80) offiziell von Nikon vorgestellt. Preislich wirrd sie bei etwa 900,- € liegen und einen 10,2 MP Sensor besitzen. Auch der Sucher soll stark an den der D200 (und der ist wirklich sehr gut) angelehnt sein.

Ist nur mal so ein Tip ;-)

LG
Claus

Torsten Lohf
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Beitrag von Torsten Lohf » 24. Jul 2006, 19:24

Hallo Rico,

lasse Dich nicht durch den "Markenkrieg" beeinflussen. Jeder favorisiert natürlich "seine" Marke. Wer schon seit Jahren ein bestimmtes System hat, wird sich auch schwer von Alternativen überzeugen lassen - auch aus Prinzip eben. Ich versichere Dir, daß man nicht sehen kann, mit welcher Kamera eine Aufnahme gemacht wurde. Sie sind alle gleichwertig (im "Billig"-Segment).

Die hier angeprangerte Canonlastigkeit hat einen ganz natürlichen Ursprung. Canon machte die digitale Spiegelreflexfotografie für den Consumer-Bereich mit der 300D bezahlbar. Die Kamera setzte sich auch in der Astroszene durch und fand viele Freunde. Die Meinungslastigkeit hier ist eigentlich nur ein Spiegelbild der Marktanteile.

DIE geeignete Kamera gibt es nicht. Du mußt wissen, was DU willst, worauf DU besonderen Wert legst. Zu jedem Punkt gibt es geteilte Meinungen. Für die einen ist ein kleines Gehäuse ein Muß, für die anderen ist es ein KO-Kriterium. Die einen müssen 10 MP haben, die anderen sind mit 6 MP mehr als zufrieden. Das läßt sich noch endlos fortführen. Entscheidend ist, was DIR wichtig ist: z.B.: Rauschverhalten, Spiegelvorauslösung, Gewicht, Haptik, Crop, Auflösung, Belichtungskontrollen, Bildstabilisator, Sucher, automatische Reihenaufnahmen, Schärfe, JPG/RAW, Objektive, weiteres Zubehör, Software, .....

Jede Kamera hat ihre Stärken - und auch Schwächen. Eine neutrale Kaufberatung findest Du z.B. im DSLR-Forum. Vielleicht hast Du im Freundes- und Bekanntenkreis Leute mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. Ziehe mit denen los und mache das, was Du später auch gerne mit Deiner Kamera machen möchtest. Bilde Dir Dein eigenes Urteil und höre nicht auf "die und die ist die Beste".

Vielleicht hilft es Dir weiter.

Gruß Torsten

Ben

H-alpha

Beitrag von Ben » 29. Jul 2006, 07:01

@ ThomasD:

CANON EOS 350 hatn Sperrfilter für H-Alpha? ... Was hat das für Konsequenzen für Aufnahmen durch das PST?

Gruss
- Ben -

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