Hallo Carl,
meine Herleitung ist rein geometrisch:
1. weist der Plasmaschweif (im Gegensatz zum Staubschweif) immer direkt von der Sonne weg.
2. Der Komet zieht (scheinbar) sehr dicht an der Sonne vorbei, steht also praktisch zwischen Sonne und Erde.
3. Der Komet hat zu diesem Zeitpunkt die Ekliptik nach Süden durchstoßen, ist ihr aber noch recht nahe.
und 4. Er hat einen ausgeprägt langen Plasmaschweif!

- Komet zwischen Sonne und Erde

- Kometenbahn in Bezug auf die Erdbahnebene
(Graphiken: screenshots aus
https://astro.vanbuitenen.nl/comet/2025R3)
Wenn also der Plasmaschweif etwa 0.5 aE lang sein sollte, müsste er südlich der Erde vorbeiziehen. Wenn er am 15.4. knapp 20° lang war, dann müsste er real etwas über 0.2 aE lang gewesen sein (danke für das bemerkenswerte Bild!). Bis zur Sonnennähe könnte er noch länger werden.
Und am Nachthimmel sollten tiefe Aufnahmen möglich sein, um sein Vorhandensein (bzw. das einzelner der "Knoten"?) nachweisen zu können...
Ich bin mal gespannt, was sein wird (oder ob mein Gedankengang irrig ist...)
Auch aus geometrischen Gründen erschient der Schweif in diesen Tagen so lang: weil wir praktisch seine gesamte Länge unverkürzt sehen. Das wird sich in den kommenden Tagen ändern.
Gruß aus HD,
Christoph