An der priv. Wetterstation Süderlügum (54° 52´19″ N/8° 54´45″ O) wurde am 10. und 11.01.2026ein schwaches fotografisches Polarlicht in der Zeit von ca. 23.30 - ca. 01.00 Uhr MEZ aufgezeichnet.
Leider stört die Beleuchtung der ständigen Grenzkontrollen,sowohl von Dänemark aus,als auch die auf deutscher Seite,gewaltig.
Hallo Jörg, die von dir verwendeten Begriffe und Abkürzungen scheinen aus einer Liste/ einem Referenzdokument zu stammen. Kannst Du mir sagen woher?
Liebe Grüße
Hallo Marko.
Das ist die Klassifikation nach Alister Vallance Jones.
Zum ersten Mal darauf gestoßen bin ich aber hier: https://www.meteoros.de/akm/materialien -> Formblätter -> Beobachtung von Polarlichtern
Viele Grüße
Jörg
Ich nehm` das Wetter so wie es ist. Es gibt eh im Moment kein anderes.
Hallo von Helgoland!
Wir hatten einen (fast) sternenklaren Himmel.
So konnte ich zu unterschiedlichen Zeiten Polarlicht aufnehmen.
Beobachtungszeitraum: 21:47 bis 00:32 Uhr MEZ
Beobachtungsort: Helgoland, 54°10'57''N - 7°53'01''O
Helligkeit: erst fotografisch, später deutlich visuell
Kommentar: anfangs nur fotografische rote Fläche,
gegen Mitternacht sehr heller grüner Bogen und rotes Polarlicht mit Strahlen deutlich visuell,
danach abnehmende Aktivität, grüner Bogen noch schwach visuell und rot nur noch fotografisch.
21:47 Uhr
OlafS hat geschrieben: ↑10. Jan 2026, 19:32
Bisher schwach fotografischer grüner Bogen von N-Rostock aus mit Lichtverschmutzung.
Sony A7s, 4/12 mm, ISO 800, um 8“ herum
Gruß, Olaf
So, nun etwas mehr Detail:
- Ort: Rostock
- Durchsicht nach anfänglichen vielen kleinen Kumulanten sehr gut
- autom. Kamera lief von 19:19 - 04:09 UT
- visuelle Kontrollen (keine Dauerbeobachtung) zwischen 19:15 - 22:10 UT
- anfangs sehr schwach Anzeichen des grünen Bogens in der Kamera, später auch mal schwach visuell
- Phasen:
...- ca. 19:20 - 20:40 UT mit anfangs langsam entwickelnden grünen Bogen, später mit einigen Aufspaltungen und einigen konzentrierten grünen Knoten / Flecken und etwas Strahlenaktivität
...- ca. 21:30 sich wieder langsam aber stetig entwickelnder grüner Bogen mit ab ca. 22:35 UT Strahlentätigkeit bis hin zur...
...- Maximalphase von ca. 22:55 - 23:25 UT (Bogen, Strahlen, grün und rot)
...- weitere leicht stärkere Aktivität (wieder Bogen, Strahlen, grün und rot, diffuses rot) ca. 23:50 - 00:20 UT
...- abflauender grüner Bogen bis ca. max. 00:40 UT
Moin!
hier in südlichen Zipfel der Lüneburger Heide in Stüde gab gestern auch noch Polarlichter zu sehen:
52° 33′ N, 10° 41′ O
ca. 23:45-0:30 MEZ
leicht visuell
Ich hab bei der Kälte einen Moment gezögert, aber beim Blick aus der Haustür konnte man schon ganz zart Beamer erahnen. Die kalten Flossen haben sich aber für mich gelohnt.
Hallo, Ihr Lieben, mir sind auch eindrucksvolle Foto`s gelungen im südlichen Schleswig-Holstein.
Dies ist für´s Archiv:
22:02 - 01:21 UT
deutlich visuell
Thorsten Witt
Reinfeld Kommentar: Eine klirrend kalte, aber sehr schöne Nacht wurde von diesem Nordlicht vergoldet. Die Sichtungen gelangen mir in Steinfeld bei Reinfeld bei Temperaturen bis -10 Grad !!
Von Beginn an war schwach visuelles PL erkennbar. Ab 23:52 MEZ ging die Post ab mit deutlich visuellem Polarlicht (sowohl Beamer als auch dem Polarlichtband) für 25 Minuten - die zahlreichen Beamer tanzten nur so hin und her. Zusätzlich konnte ich über dem PL-Band großflächige Flächen in Rottönen erkennen, und zwar fast deutlich.
Danach konnte meine Kamera noch bis etwa 01:30 Uhr MEZ die Aurora nachweisen bei teils noch schwacher Sichtung von mir.....
Die Beamer war mindestens 45 Grad hoch !
Dateianhänge
Zuletzt geändert von Thorsten Witt am 11. Jan 2026, 20:22, insgesamt 3-mal geändert.
Hallo Jörg, die von dir verwendeten Begriffe und Abkürzungen scheinen aus einer Liste/ einem Referenzdokument zu stammen. Kannst Du mir sagen woher?
Liebe Grüße
Hallo Marko.
Das ist die Klassifikation nach Alister Vallance Jones.
Zum ersten Mal darauf gestoßen bin ich aber hier: https://www.meteoros.de/akm/materialien -> Formblätter -> Beobachtung von Polarlichtern
Viele Grüße
Jörg
Danke. Da hab ich mal schöne Abendlektüre.
☞ Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.
☞ raumwetter.de
20:30uhr - 21:10uhr Ortszeit
Grüner Polarlichtbogen mit roten Flächen
und kleinen Strahlen
1.Substurm 21:10uhr - 22:00uhr Ortszeit
schwach visuell
grüner Polarlichtbogen mit roten Flächen,
schwach visuellen Beamern und
aufblitzendem RAGDA
2.Substurm 23:55uhr - 00:35uhr Ortszeit
deutlich visuell
Deutlich visueller grüner Bereich mit
hohen Beamern, orangefarbenen
Bereich und roten Flächen die
visuell deutlich farblich sichtbar waren
Beobachtungszeitraum 23:00 bis ca. 00:30 MEZ
Zeitweise deutlich visuell
Ort Bremervörde 53° 29′ N, 9° 8′ O
Während der Beobachtungszeit schränkten Nebel, Dunst und Wolken stark ein. Trotzdem die gesamte Zeit über durchgehend min. fotografisches PL.
Der Substurm zwischen ca. 23:50 und 00:15 war trotz Wolken & co größtenteils deutlich visuell sichtbar. Auch Farben konnten erkannt werden, vor allem das Rot war deutlich und auffällig.
Auch von mir noch ein kleinen Nachtrag zum Event. Schöne Berichte und Bilder wieder einmal von Euch. Der Hammer ist natürlich Marcel's Foto mit der Feuerkugel . Und ja Marcel: Soviel Glück muss man haben, hat man aber auch nur, wenn man auch draussen ist. Insofern Glück ja, aber auch erzwungen...
Hier meine Daten:
Beobachtungszeit: 19:15h - 21:15h UTC Beobachtungsort: : Hessenstein; 54.3N, 10.5E Intensität: deutlich visueller Polarlicht-Bogen. Strahlen schwach visuell
Besonderheiten: RAGDA und SAR. RAGDA habe ich erstmals mit "eigenständigen" Strahlen (siehe Bild 6429) wahrgenommen. Sonst tatsächlich immer nur als scheinbar durchlaufende diffuse Grüne Fläche.
Nachdem der erste Substorm abgeklungen war und ich auch ausreichend durchgekühlt war, bin ich nach Hause gefahren. Der zweiten, noch stärkere Substorm ist mir somit entgangen. Aber ich habe ja Eure Bilder...
Herzliche Grüsse und hoffentlich bis bald an dieser Stelle
Henning
P.S.: Marko hatte im Chat auf STEVE (-Verdacht, Webcam Kap Arkona (?)) gegen 23:20h MEZ aufmerksam gemacht. Hat da jemand vllt noch einen Bild-Nachweis dazu ?
Hallo miteinander.
Hier kommt auch noch meine Beobachtung aus der Nacht 10./11.01.2026. Es war bei uns ziemliche klare und sehr kalte Luft, erst später zogen ein paar einzelne, wenig störende Streifen sehr dünner Schleierwolken durch.
Standort: 19089 Barnin. 53.5 // 11.6
Beobachtungszeit: 18:40 - 01:30 Uhr MEZ
Helligkeit: hell
Bemerkungen: Grüner Bogen stabil, vergleichsweise hoch, als hellgrauer bis hell graugrünlicher Bogen visuell sichtbar. Sich bewegende helle Bänder.
Wandernde Beamer deutlich visuell bis hell, visuell farblos und teilweise auch farbig (rötlich und grünlich). Im Foto sind die Beamer verschiedenfarbig, weißlich, rötlich-violett, grünlich und vereinzelt apricotfarben.
Rötlich bis rötlich-violette diffuse Flächen deutlich visuell.
Einzelne RAGDA-Flecken, visuell hell. Im Foto erscheinen sie eher blaugrün, während die wabernden Bänder überwiegend graugrünlich oder gelbgrünlich sind.
Verdammt kalt wurde es auf dem Steg am See, hat sich jedoch definitiv gelohnt länger durchzuhalten
ist ja schön, dass einige das Polarlicht erwischt haben
Ich war an dem Abend ab etwa 23 Uhr in der Nähe von Talkau etwa 30 km östlich von Hamburg. Schon bei meiner Ankunft war der grüne Bogen knapp über dem Horizont mit bloßem Auge schwach sichtbar. Der Bogen wurde in der Folge heller und stieg langsam höher und erreichte etwa 6° über dem Nordhorizont. Kurz vor Mitternacht setzte dann ein sehr beeindruckender Substorm mit Strahlenvorhang und hellem Polarlicht ein, währenddessen rot und grün problemlos visuell sichtbar waren. Er hielt etwa 20 Minuten an. Nach dem Maximum um etwa 00:10 MEZ herum nahm die Aktivität allmählich ab und ich beendete die Beobachtung gegen 1 Uhr MEZ.
Die folgenden Bilder sind Panoramen zusammengesetzt aus Einzelbildern. Canon R6II mit 24mm@2.5, ISO 6400, Didymfilter. Belichtungszeit 3,2 Sekunden beim ersten Panorama, bei den anderen beiden 1,6 Sekunden.
Besonderheiten: RAGDA und SAR. RAGDA habe ich erstmals mit "eigenständigen" Strahlen (siehe Bild 6429) wahrgenommen. Sonst tatsächlich immer nur als scheinbar durchlaufende diffuse Grüne Fläche.
P.S.: Marko hatte im Chat auf STEVE (-Verdacht, Webcam Kap Arkona (?)) gegen 23:20h MEZ aufmerksam gemacht. Hat da jemand vllt noch einen Bild-Nachweis dazu ?
Hallo Henning, dass die Strahlen zu RAGDA gehören, kann nicht sein. Proton-Aurora ist immer diffus, das liegt in der Natur der Sache, da sich die Protonen entlang der Erdmagnetfeldlinien bewegen, ihr dann entkommen (Loss-Cone, Verlustkegel) und zwar in unterschiedlichen Winkeln und unterschiedlichen Richtungen. Bei Kollision mit anderen Partikeln entstehen Sekundär-Elektronen, die dann das Aurora-Leuchten erzeugen bei erneuter Kollision.
Ob es tatsächlich RAGDA war, da bin ich mir auch nicht sicher. Es ist kein zugehöriger roter Bogen zu finden (Red Arc Green Diffuse Aurora). Es war deshalb wohl eher ein grüner Proton-Bogen. Vielleicht können das noch weitere Aufnahmen widerlegen/bestätigen.
Strahlen sind immer diskrete Aurora, diskrete Aurora ist immer Elektronen-Aurora. Optisch ist das nicht immer gut zu unterscheiden, was zu was gehört, da wir ja einen dreidimensionalen Raum zweidimensional projiziert sehen. Vermutlich waren die Strahlen dahinter (da Proton-Aurora sub-auroral und damit von uns aus gesehen vor ((oder neben)) der "normalen" Aurora zu finden ist)
STEVE-Verdacht war IAP Rügen Cam - Im Nachhinein denke ich, es war eher ein (untypischer) dünner SAR-Bogen. Das ließe sich nur mit einer Bilderserie bestätigen oder widerlegen.
Danke für deine Antwort, bzw. Deine Hinweise.
Sehe ich auch so, dass die Strahlen optisch "vor", bzw. "hinter" dem Grünen Fleck liegen. Man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass ein dreidimensionales Geschehen abgelichtet wird...
Was RAGDA betrifft, so komme ich beim Durchscrollen der Fotoserie auch zu dem Schluss, dass es eher ein "pulsierender" zweiter grüner Bogen ist. Mit anderen Worten: der Doppelte-PL-Bogen baute sich - zumindest aus unserer Perspektive- nicht komplett auf.
Eine roter Bogen war zwar da; jedoch deutlich weiter im Zenit als SAR-Bogen.