Hallo zusammen,
am 10. Mai tagsüber nutzte ich ein paar Wolkenlücken, um ein paar kurze Aufnahmen der Sonne zu machen. Einfach schnell eine AstroSolar-Folie auf mein 120er-Teleskop draufgesetzt und in mit der eigentlich für Deep-Sky-Aufnahmen gedachte Konfiguration (Image Scale 1,22 arcsec/pixel bei F5.6) die Sonne abgelichtet. Da die AstroSolar-Folie bei F5.6 mit dem L-Filter zur Überbelichtung führte, wechselte ich auf den H-Alpha-Filter mit 6nm Durchlass, der ebenfalls für Deep-Sky gedacht ist. Das müsste ein um rund 100 Mal breiterer Durchlass als bei dedizierten Sonnenteleskopen sein. Hier das Ergebnis, und darunter zum Abgleich der Protuberanzen am Sonnenrand das zeitlich näheste SDO/AIA-304-Bild 3 Minuten später:
Ich empfehle das Herunterladen und lokale Betrachten beider Bilder, um zwischen beiden Bildern hin- und herzuwechseln.
Es wurde mit AutoStakkert gestappelt, anschließend gestretcht und USM angewendet, wobei mittels Maske die Sonne und der Himmel unterschiedlich bearbeitet wurden. Der schwarze Rand an der Sonne ist ein Artefakt des USMs an der Maskengrenze.
Viele Grüße, Carl
2024-05-10 13:56 UT Sonnenprotuberanzen mit einfachen Mitteln
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Carl Herzog
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