Hallo!
Ich habe doch noch einen Multimedia-fähigen Rechner gefunden und zumindest Teile der PK sehen können.
In der Opportunity Ledge konnten eindeutige Hinweise auf früheres stehendes Wasser gefunden werden.
Unteranderem gibt es eine Unmenge an Sulfaten, darunter ein auf der Erde sehr seltenes Eisen-Hydroxid-Sulfat, dass nur unter stehendem Wasser gebildet wird.
Mehr dazu später, nachdem ich die Webseite auswerten konnte, wo die Teile stehen, die ich nicht sehen konnte.
Gruß
Ulrich
Stehendes Wasser auf Mars
Moderator: StefanK
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Opportunity findet Beweis für Mars-Fluten
Moin...
Diesen Bericht fand ich gestern (02.03.2004) auf der T-Online-Startseite...
...von Thorsten Dambeck
(http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 87,00.html)
"Ich bin baff, ich bin erstaunt", sagte Steve Squyres, wissenschaftlicher Leiter der Rover-Mission, angesichts der Fotos des zweiten Marsvehikels "Opportunity". Keine andere Landestelle ähnelte der weiten Ebene, in der die Schwestersonde von "Spirit" niedergegangen war. Besonders angetan zeigte sich der Forscher von der hellen Gesteinsformation, die direkt vor den Kamera-Augen des Rovers aus dem dunklen Marssand hervorlugte. Nach eingehender mineralogischer und chemischer Analyse des Gesteins in den letzten Wochen scheint nun klar, dass Squyres spontane Begeisterung berechtigt war. Wie Spiegel-Online aus Kreisen der US-Raumfahrtbehörde erfuhr, handelt es sich bei der Felsformation um Sedimente, die definitiv in einem stehenden Gewässer gebildet wurden.
Erster Verdacht bestätigt
Die "Smoking Gun", der unumstößliche Beweis für die Existenz vergangener Fluten auf dem Mars, sei eine in den Steinen entdeckte Sulfatverbindung, die nur in der Umgebung von Wasser gebildet werden könne. Bereits die ersten Nahaufnahmen der Formation hatten den Verdacht der Planetologen genährt, dass die Gesteine durch Sedimentation, also durch Ablagerung, entstanden sein könnten. Die einzelnen Schichten waren auf den hoch auflösenden Schnappschüssen der Panorama-Kamera von "Opportunity" klar auszumachen. Einen wichtigen Beitrag bei der Entdeckung dürfte das Mößbauer-Spektrometer "Mimos II" des Mainzer Physikers Göstar Klingelhöfer gespielt haben, das für die mineralogische Analyse eisenhaltiger Marsgesteine zuständig ist.
Durchbruch mit deutschen Instrumenten
Schon am 9. Februar hatten deutsche Mitglieder der Rover-Forschertruppe überraschende Ergebnisse ihres APXS-Instrumentes ("Alpha Particle X-Ray Spectrometer") gemeldet. Danach hatten Analysen mit dem Spektrometer in einem hellen Felsen mit dem Namen "Robert E" weitaus höhere Gehalte an Zink und Schwefel ergeben als bei allen bisher untersuchten Marsbrocken. "Dies deutet darauf hin, dass der Stein eine verfestigte, salzhaltige Ablagerung und nicht vulkanischen Ursprungs ist", erklärte ein Mitarbeiter des Max-Plack-Instituts für Chemie, wo das APXS-Spektrometer gebaut wurde.
US-Rover bestätigt frühere Annahmen
Aber auch wenn nicht-vulkanische Prozesse mehr und mehr favorisiert wurden: Bis in die vergangene Woche betonten Nasa-Forscher immer wieder, dass verschiedene Entstehungsmechanismen - auch Varianten ohne den Einfluss von flüssigem Wasser - für die Gesteinsbildung an "Opportunitys" Landestelle denkbar seien. Jetzt, so scheint es, hat jedoch flüssiges Wasser das Rennen gemacht. Damit hätte der US-Rover vom Boden aus bestätigt, was die europäische Sonde "Mars Express" bereits aus dem Orbit erkannt hatte: Ende Januar hatten Esa-Wissenschaftler die atemberaubenden Bilder vom Roten Planeten als eindeutigen Beweis gewertet, dass auf dem Mars einst Flüsse und Meere existierten.
Die chemische Zusammensetzung dieses Felsens konnte nur durch flüssiges Wasser zustande kommen. (Foto: Nasa)

Die chemische Zusammensetzung dieses Felsens konnte nur durch flüssiges Wasser zustande kommen. (Foto: Nasa)

Gruß Thorsten
Diesen Bericht fand ich gestern (02.03.2004) auf der T-Online-Startseite...
...von Thorsten Dambeck
(http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 87,00.html)
"Ich bin baff, ich bin erstaunt", sagte Steve Squyres, wissenschaftlicher Leiter der Rover-Mission, angesichts der Fotos des zweiten Marsvehikels "Opportunity". Keine andere Landestelle ähnelte der weiten Ebene, in der die Schwestersonde von "Spirit" niedergegangen war. Besonders angetan zeigte sich der Forscher von der hellen Gesteinsformation, die direkt vor den Kamera-Augen des Rovers aus dem dunklen Marssand hervorlugte. Nach eingehender mineralogischer und chemischer Analyse des Gesteins in den letzten Wochen scheint nun klar, dass Squyres spontane Begeisterung berechtigt war. Wie Spiegel-Online aus Kreisen der US-Raumfahrtbehörde erfuhr, handelt es sich bei der Felsformation um Sedimente, die definitiv in einem stehenden Gewässer gebildet wurden.
Erster Verdacht bestätigt
Die "Smoking Gun", der unumstößliche Beweis für die Existenz vergangener Fluten auf dem Mars, sei eine in den Steinen entdeckte Sulfatverbindung, die nur in der Umgebung von Wasser gebildet werden könne. Bereits die ersten Nahaufnahmen der Formation hatten den Verdacht der Planetologen genährt, dass die Gesteine durch Sedimentation, also durch Ablagerung, entstanden sein könnten. Die einzelnen Schichten waren auf den hoch auflösenden Schnappschüssen der Panorama-Kamera von "Opportunity" klar auszumachen. Einen wichtigen Beitrag bei der Entdeckung dürfte das Mößbauer-Spektrometer "Mimos II" des Mainzer Physikers Göstar Klingelhöfer gespielt haben, das für die mineralogische Analyse eisenhaltiger Marsgesteine zuständig ist.
Durchbruch mit deutschen Instrumenten
Schon am 9. Februar hatten deutsche Mitglieder der Rover-Forschertruppe überraschende Ergebnisse ihres APXS-Instrumentes ("Alpha Particle X-Ray Spectrometer") gemeldet. Danach hatten Analysen mit dem Spektrometer in einem hellen Felsen mit dem Namen "Robert E" weitaus höhere Gehalte an Zink und Schwefel ergeben als bei allen bisher untersuchten Marsbrocken. "Dies deutet darauf hin, dass der Stein eine verfestigte, salzhaltige Ablagerung und nicht vulkanischen Ursprungs ist", erklärte ein Mitarbeiter des Max-Plack-Instituts für Chemie, wo das APXS-Spektrometer gebaut wurde.
US-Rover bestätigt frühere Annahmen
Aber auch wenn nicht-vulkanische Prozesse mehr und mehr favorisiert wurden: Bis in die vergangene Woche betonten Nasa-Forscher immer wieder, dass verschiedene Entstehungsmechanismen - auch Varianten ohne den Einfluss von flüssigem Wasser - für die Gesteinsbildung an "Opportunitys" Landestelle denkbar seien. Jetzt, so scheint es, hat jedoch flüssiges Wasser das Rennen gemacht. Damit hätte der US-Rover vom Boden aus bestätigt, was die europäische Sonde "Mars Express" bereits aus dem Orbit erkannt hatte: Ende Januar hatten Esa-Wissenschaftler die atemberaubenden Bilder vom Roten Planeten als eindeutigen Beweis gewertet, dass auf dem Mars einst Flüsse und Meere existierten.
Die chemische Zusammensetzung dieses Felsens konnte nur durch flüssiges Wasser zustande kommen. (Foto: Nasa)

Die chemische Zusammensetzung dieses Felsens konnte nur durch flüssiges Wasser zustande kommen. (Foto: Nasa)

Gruß Thorsten
Zuletzt geändert von Thorsten Gaulke am 3. Mär 2004, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Thorsten
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-
Udo, DK5YA
- Thorsten Gaulke
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Moin Udo...
Entschuldige bitte mein Fehlverhalten...
Demnächst wird alles verlinkt...
Schönen Abend noch und Danke für den Tipp...
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Gruß Thorsten
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