Wiederkehr von Spot 720 ?

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Wolfgang Dzieran
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Seh ich auch so

Beitrag von Wolfgang Dzieran » 10. Feb 2005, 18:48

Hallo Lutz,

ich sehe das auch so wie Du. auf der eigentlichen "Far Side" Homepage der Stanford Solar Group ( http://soi.stanford.edu/data/farside/index.html ) werden zwar auch ein paar überaschend positive Beispiele gezeigt, aber wenn ich mir allein die dort angebotenen mpegs anschaue, so kann ich im Laufe des Films, also ich mein über die verschiedenen Tage hinweg doch eigentlich nur große Schwankungen erkennen. Ich habe das Gefühl, dass der mögliche Fehler doch recht groß ist.

Vergleiche doch nur einmal in dem http://soi.stanford.edu/data/farside/gi ... e_9393.mpg
die Aufnahmen vom 13.4. 0 Uhr, 12 Uhr und 14.4. 0 Uhr und 12 Uhr. Das springt recht munter zwischen einem dicken dunklem Klecks und einer verwaschenen Soße hin und her. Es ist auf der Sonne zwar sicher ordentlich was los, aber so viel "Dynamik" ?

Es handelt sich hier ja um eine Darstellung des "magnetischen Flußes" (wenn man das so übersetzen kann), hat also erstmal nur wenig mit den visuell sichtbaren Flecken zu tun.

Und dann wird, wenn ich die Seite und weiterführenden Berichte richtig verstanden habe, ja auch nur ein Teil der Sonnenrückseite richtig "berechnet", die unsichtbaren "Seiten" machen aber auch schon wieder jeweils gut drei Tage der Rotation aus - und in drei Tagen kann sich auch eine größere Fleckengruppe durchaus auflösen.

Aus meiner Sicht ist das Rückseitenbild ein nettes "Spielzeug", nicht mehr.

Wolfgang
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Daniel Ricke
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Beitrag von Daniel Ricke » 10. Feb 2005, 19:13

Moin!

Die Methode der farside-images basiert doch auf der sogenannten Helio-Seismologie. Es werden Wellen im 5-Minuten-Band gemessen.

Nun Frage ich mich, wie entstehen überhaupt diese Wellen. Hier bei uns sind Erdbeben die Ursache. Und auf der Sonne? Das "Hintergrund-Brummen" auf der Sonne wird verursacht durch konvektive Bewegungen in den äußeren Schichten der Sonne, ok. (so steht es auf dieser Seite. http://www.spaceweather.com/glossary/farside.html )

Aber wie erklären wir uns die Flecken auf den farside Bildern, die sich von einem auf den anderen Tag stark verkleinern oder sogar ganz verschwinden?
Wenn diese Bilder nur Momentaufnahmen, quasi "Fotos" sind, wäre doch zu vermuten, dass ein großer dunkelroter Fleck verursacht wird durch einen in dem Moment stattfindenen Flare. Ist kein Flare im Gange, wenn das "Foto" geschossen wird/die Messung erfolgt, erscheint natürlich kein dicker roter Fleck mehr auf den farside-Bildern.
Vielleicht zeigen uns die Bilder gar nicht unbedingt das Vorhandensein von Sonnenflecken, sondern hauptsächlich deren Aktivität zum Aufnahmezeitpunkt. Was meint ihr?

Grüße
Daniel

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Lutz Schenk
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Beitrag von Lutz Schenk » 11. Feb 2005, 17:34

Hallo Daniel,

so wie Du es beschreibst, trifft es die Sache IMO recht gut.
Daniel Ricke hat geschrieben: ...
Wenn diese Bilder nur Momentaufnahmen, quasi "Fotos" sind, wäre doch zu vermuten, dass ein großer dunkelroter Fleck verursacht wird durch einen in dem Moment stattfindenen Flare. Ist kein Flare im Gange, wenn das "Foto" geschossen wird/die Messung erfolgt, erscheint natürlich kein dicker roter Fleck mehr auf den farside-Bildern.
Vielleicht zeigen uns die Bilder gar nicht unbedingt das Vorhandensein von Sonnenflecken, sondern hauptsächlich deren Aktivität zum Aufnahmezeitpunkt.
...
Es sagt halt mehr oder weniger aus, das wenn da eine recht große (oder auch kleine) Gruppe ist, die auch aktiv ist, so zeigen dies die Farsides an. Eine genaue Aussage über möglich Größe und Lage von Gruppen, so wie deren Aktivität beim hereindrehen über den Rand ist da keinesfalls zu entnehmen.

Ich will ja auch diese Methode nicht schlecht machen, da bedarf es gewiss noch viel Forschung. Ein interessanter Ansatz ist es allemal.

Viele Grüße,

Lutz

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