Hallo zusammen,
langsam ist es an der Zeit, daß ich mir Gedanken darüber mache, wie ich den Kometen im Januar am besten auf Film banne.
Hat jemand Tipps, bei welchem Farbfilm der Gasschweif farblich am besten zur Geltung kommt ?
Viele Grüße
Ralf
C/2004 Q2 - welcher Film am besten für Gasschweif?
Moderator: StefanK
- Ralf Pitscheneder
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- Thorsten Schipmann
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Hallo Ralf,
zu Negativfilmen kann ich nichts sagen, da ich praktisch nur Dia fotografiere.
Beim Kometen Hale-Bopp habe ich gute Erfahrungen gemacht mit dem Kodak EKTACHROME P1600 professional.
Der Film benötigt eine Push-Entwicklung (Prozess E-6P) um zwei Stufen, um die 1600ISO zu erreichen. Auch eine Entwicklung als 800ISO ist möglich. Zu kaufen gibt's den nur bei guten Fotohändlern die auch die professional-Palette von Kodak führen. Dort bekommst Du den auch korrekt entwickelt.
Tip: Wenn ein Händler diesen Film nicht aus dem Kühlschrank holt, such Dir einen anderen.
Kodak-Webseite zum P1600
Naturgemäß ist der Film nicht besonders feinkörnig, aber ist für mich die einzige Alternative, da ich ohne Nachführung auskommen muß.
Gruß,
Thorsten
zu Negativfilmen kann ich nichts sagen, da ich praktisch nur Dia fotografiere.
Beim Kometen Hale-Bopp habe ich gute Erfahrungen gemacht mit dem Kodak EKTACHROME P1600 professional.
Der Film benötigt eine Push-Entwicklung (Prozess E-6P) um zwei Stufen, um die 1600ISO zu erreichen. Auch eine Entwicklung als 800ISO ist möglich. Zu kaufen gibt's den nur bei guten Fotohändlern die auch die professional-Palette von Kodak führen. Dort bekommst Du den auch korrekt entwickelt.
Tip: Wenn ein Händler diesen Film nicht aus dem Kühlschrank holt, such Dir einen anderen.
Kodak-Webseite zum P1600
Naturgemäß ist der Film nicht besonders feinkörnig, aber ist für mich die einzige Alternative, da ich ohne Nachführung auskommen muß.
Gruß,
Thorsten
-
Till Credner
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- Registriert: 17. Jan 2004, 13:45
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Kometen Filme
Hallo,
ich stehe auch mal wieder vor dem gleichen Problem. Gerade beim Plasmaschweif
haben viele Filme Probleme. Der Ionenschweif zeigt überwiegend die blaue Linien-
emission des CO+ bei 426nm. Und da sind viele Filme bereits weniger empfindlich.
Man kann auf den Kodak- und Fuji-Webseiten aber die spektralen Empfindlichkeiten
der Filme abrufen und vergleichen.
In der Tat schneidet der Ektachrome P1600 bei 426nm ganz gut ab:

Ich hoffe die Kurve verschiebt sich nicht bei ISO400 oder 800 Entwicklung.
Ähnlich gut ist der Kodak E100VS, der aber wohl nicht pushbar ist.
Beide Filme sollen einen schwachen Schwarzschildeffekt zeigen.
Bekannte Astro-Filme wie Fuji Provia 400 oder Kodak E200 sind bei 426nm ziemlich
schlecht. Unter den aktuellen Negativfilmen habe ich bisher auch nichts brauchbares
gefunden. Der Kodak Portra 400 oder 800 ist sicher nicht schlecht, ich weiss aber
nichts genaues zum Schwarzschildverhalten.
Mich würden mal die entsprechenden Kurven der Digiknipsen interessieren. Hat da
jemand Infos? Da ist sicher noch ein Vorteil der Filmfotografie. Ich schätze mal das
die Empfindlichkeit so weit im Blauen rapide abnimmt, da CCDs halt eher im Roten
empfindlich sind. In Analogkameras hat man durch die unterschiedlichen Filme eine
gewisse Auswahl.
Grüße,
Till
ich stehe auch mal wieder vor dem gleichen Problem. Gerade beim Plasmaschweif
haben viele Filme Probleme. Der Ionenschweif zeigt überwiegend die blaue Linien-
emission des CO+ bei 426nm. Und da sind viele Filme bereits weniger empfindlich.
Man kann auf den Kodak- und Fuji-Webseiten aber die spektralen Empfindlichkeiten
der Filme abrufen und vergleichen.
In der Tat schneidet der Ektachrome P1600 bei 426nm ganz gut ab:

Ich hoffe die Kurve verschiebt sich nicht bei ISO400 oder 800 Entwicklung.
Ähnlich gut ist der Kodak E100VS, der aber wohl nicht pushbar ist.
Beide Filme sollen einen schwachen Schwarzschildeffekt zeigen.
Bekannte Astro-Filme wie Fuji Provia 400 oder Kodak E200 sind bei 426nm ziemlich
schlecht. Unter den aktuellen Negativfilmen habe ich bisher auch nichts brauchbares
gefunden. Der Kodak Portra 400 oder 800 ist sicher nicht schlecht, ich weiss aber
nichts genaues zum Schwarzschildverhalten.
Mich würden mal die entsprechenden Kurven der Digiknipsen interessieren. Hat da
jemand Infos? Da ist sicher noch ein Vorteil der Filmfotografie. Ich schätze mal das
die Empfindlichkeit so weit im Blauen rapide abnimmt, da CCDs halt eher im Roten
empfindlich sind. In Analogkameras hat man durch die unterschiedlichen Filme eine
gewisse Auswahl.
Grüße,
Till
-
Dennis_2
Hallo Till!
Ich treibe mich seit einigen Jahren gern
nachts draussen mit der Kamara rum.
Folgende Erfahrungen zum Thema
Sterne, evtl. Kometen, am Himmel
mit fest stehender Kamera ablichten -
haben sich eingestellt.
-Kodak E100VS gibt sehr schöne Dias, für einen
100er überraschend viele Sterne!
prima Schwarzschild-Verhalten
mein Lieblingsfilm für Alles
Nachteil: Manchen zu bunt
-Kodak EPJ320T hat sich bei mir für Komet Hyakutake
und Komet Hale-Bopp bewährt
Gasschweif schön blau, Himmel wird bei leichter
Anbelichtung garantiert blau, Staubschweif
erscheint trotzdem neutral.
Der EPJ ist ein Kunstlicht-Film.
Rötliche Sterne und Gasnebel erscheinen dennoch rot.
Film ist extra optimiert für lange Belichtungszeiten.
Nachteile:
1.wesentlich geringere Maximaldichte
im Vergleich zu 50er/100er-Farbdia-Filmen
2. für einen Profifilm erschreckend starke
Qualitätsschwankungen!
3.teuer
mehr Infos:
http://wwwde.kodak.com/global/en/profes ... 14.3&lc=en
-für Schwarz/Weiss: Kodak T-Max 3200
selbst entwickelt auf 12500 ASA laut
Datenblatt (na ja wer's glaubt...)
Das Aufsteilen der Gradation stört für den
Einsatz bei Nacht nicht. Wer will schon
Schattenzeichnung in Baumrinden bei
Venus-Licht? Habe die T-Max 3200 Negative
von Hale-Bopp und Hyakutake dann auf
Agfaortho25-Film umkopiert, diesen in
Dokumol entwickelt. Sind eindrucksvolle
Schwarz-Weiss-Dias geworden und zeigen
unglaublich viele Sterne, lange Kometenschweife
und die Venus - so im Hyakutake-Bild - wird
von uneingeweihten Betrachtern als "Mond"
betitelt...
Nachteile:
1. keine Farbe
2. selbst Verarbeitung ist angesagt
3. dickes Korn, passt aber zum Sujet
Berichte doch mal, wie Du Dich warum wie
entschieden hast!
Nette Grüsse aus Berlin
Dennis Hennig
Ich treibe mich seit einigen Jahren gern
nachts draussen mit der Kamara rum.
Folgende Erfahrungen zum Thema
Sterne, evtl. Kometen, am Himmel
mit fest stehender Kamera ablichten -
haben sich eingestellt.
-Kodak E100VS gibt sehr schöne Dias, für einen
100er überraschend viele Sterne!
prima Schwarzschild-Verhalten
mein Lieblingsfilm für Alles
Nachteil: Manchen zu bunt
-Kodak EPJ320T hat sich bei mir für Komet Hyakutake
und Komet Hale-Bopp bewährt
Gasschweif schön blau, Himmel wird bei leichter
Anbelichtung garantiert blau, Staubschweif
erscheint trotzdem neutral.
Der EPJ ist ein Kunstlicht-Film.
Rötliche Sterne und Gasnebel erscheinen dennoch rot.
Film ist extra optimiert für lange Belichtungszeiten.
Nachteile:
1.wesentlich geringere Maximaldichte
im Vergleich zu 50er/100er-Farbdia-Filmen
2. für einen Profifilm erschreckend starke
Qualitätsschwankungen!
3.teuer
mehr Infos:
http://wwwde.kodak.com/global/en/profes ... 14.3&lc=en
-für Schwarz/Weiss: Kodak T-Max 3200
selbst entwickelt auf 12500 ASA laut
Datenblatt (na ja wer's glaubt...)
Das Aufsteilen der Gradation stört für den
Einsatz bei Nacht nicht. Wer will schon
Schattenzeichnung in Baumrinden bei
Venus-Licht? Habe die T-Max 3200 Negative
von Hale-Bopp und Hyakutake dann auf
Agfaortho25-Film umkopiert, diesen in
Dokumol entwickelt. Sind eindrucksvolle
Schwarz-Weiss-Dias geworden und zeigen
unglaublich viele Sterne, lange Kometenschweife
und die Venus - so im Hyakutake-Bild - wird
von uneingeweihten Betrachtern als "Mond"
betitelt...
Nachteile:
1. keine Farbe
2. selbst Verarbeitung ist angesagt
3. dickes Korn, passt aber zum Sujet
Berichte doch mal, wie Du Dich warum wie
entschieden hast!
Nette Grüsse aus Berlin
Dennis Hennig
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