Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Moderator: StefanK
- StefanK
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Wir hatten ein Wohnzimmer voller Sonnensicheln dank der Fichte draußen, der Zimmerpflanzen und einer spiegelnden Glastür.
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Andreas Liebold
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hallo,
Bild auf der Höhe von Wilhelmshaven. Interessanter (ich habe schon soviele SoFi's gesehen) fand ich die Lichtbrechung in den Cirren daneben.
Gruss
Andreas
Bild auf der Höhe von Wilhelmshaven. Interessanter (ich habe schon soviele SoFi's gesehen) fand ich die Lichtbrechung in den Cirren daneben.
Gruss
Andreas
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Immekather
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Der Immekather hat mal was gebastelt … viele Grüße
- Tobias F.
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hallo,
auch hier fast perfetes Wetter. Die Schleierbewölkung hat eher noch etwas zur Stimmung beigetragen. Der Horizont selbst war aber dann wieder frei von Wolken, so daß der Untergang perfekt zu sehen war.

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auch hier fast perfetes Wetter. Die Schleierbewölkung hat eher noch etwas zur Stimmung beigetragen. Der Horizont selbst war aber dann wieder frei von Wolken, so daß der Untergang perfekt zu sehen war.

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es grüßt
Tobias

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Anja Verhöfen
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Moin zusammen,
Glückwunsch zu den Bildern. Ich war ebenfalls erfolgreich. Ich habe mit dem Dwarf 3 die Sonnenfinsternis ums Maximum fotografiert. Dafür sind wir raus nach Moers gefahren. Da gibt es noch genug Ecken mit freier Sicht. Hier ein Bild vom Maximum.
Clear Skies,
Anja Verhöfen
Glückwunsch zu den Bildern. Ich war ebenfalls erfolgreich. Ich habe mit dem Dwarf 3 die Sonnenfinsternis ums Maximum fotografiert. Dafür sind wir raus nach Moers gefahren. Da gibt es noch genug Ecken mit freier Sicht. Hier ein Bild vom Maximum.
Clear Skies,
Anja Verhöfen
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Gerrit Rudolph
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Ich habe mich heute mal auf den Sichelschatteneffekt konzentriert, den kannte ich 1999 noch nicht. Außerdem war damals das Wetter nicht optimal und die Sonne stand ungünstig.






Gruß, Gerrit






Gruß, Gerrit
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Felix (MoinMoinHH)
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Moin, man darf ja auch mal Glück haben. 
LG Felix aus Hamburg
LG Felix aus Hamburg
- StefanK
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hallo zusammen,
nachstehend ein paar Impressionen aus Oberursel.
Viele Grüße,
Stefan
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Viele Grüße,
Stefan
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- Marcus Speckmann
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steffi kister
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hier konnten wir heute mehrere SoFis auf dem Mond beobachten:
- Elmar Schmidt
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hallo,
hier ist meine Photometrie der Zenithelligkeit vom gestrigen Finsternistag. Sie ging von 14:23 bis 23:28 MESZ und umfaßt in diesen gut neun Stunden erwartungsgemäß mehr als sechs Größenordnungen, welche mein Konica-Minolta LS-150 gut meistert. Die Bedingungen zur Finsternis waren fast gut, nur um den Finsternisbeginn störten einige wenige Cirren über mir den Blauhimmel und führten zu drei irregulär erhöhten Messungen (rote Punkte im Schaubild).
Die Sonne war auch zu einem viertel verfinstert und beim Untergang noch so hell, daß sie blendete; das spricht für die exzellente Transparenz. Im Auslauf am Ende der astronomischen Dämmerung wird eine hier im Sommer nicht gut unterbietbare Helligkeit von 0,001 cd/m^2 erreicht, das entspricht etwa 20 mag/(")^2.

Hauptsächlich sieht man aber die erwartete Finsternisdelle, welche zu einer vorgezogenen Dämmerung führte. In der Tat bewahrheitete sich meine Vorhersage, indem es im Finsternismaximum mit 41 cd/m^2 so dunkel wurde, als wenn die Sonne schon um einiges unter dem Horizont stünde. Vorbehaltlich einer detaillierten Auswertung komme ich auf die Äquivalenz der minimalen Finsternishelligkeit für 4,4 Grad Sonnenhöhe mit einer schon 1,6 Grad unter dem Horizont stehenden Sonne [revidiert durch Messung vom 13.8. auf Seite 3 des Fadens]. Durch die Finsternis kamen die Verhältnisse also denen fast zum Drittel einer normalen und klaren bürgerlichen Dämmerung gleich.
Dieses ungewöhnliche Dämmerigwerden wurde auch allerseits von den etwa 500 Beobachtern in den Weinbergen bei Wiesloch so empfunden, und selbst eine Spätkassiererin im heimischen REWE hatte die Beschleunigung des Dunkelwerdens bis 20:15 von innen bemerkt.
Die Helligkeit ging dann mit abnehmender Bedeckung wieder etwas hoch bis auf 91 cd/m^2. Bei Sonnenuntergang drückte die zugenommene Extinktion längs des Sehstrahls die Zenitleuchtdichte auf 71 cd/m^2. Es trat also nicht ganz die weiter oben im Faden von mir erwartete Verdoppelung des Dellenminimums ein, sondern nur +73%.
*Diese liegt vor, und für unser Seminar und das VdS-Journal werde ich die beiden Messungen übereinander schieben, um die Verhältnisse genauer zu klären.
Beste Grüße
Elmar
hier ist meine Photometrie der Zenithelligkeit vom gestrigen Finsternistag. Sie ging von 14:23 bis 23:28 MESZ und umfaßt in diesen gut neun Stunden erwartungsgemäß mehr als sechs Größenordnungen, welche mein Konica-Minolta LS-150 gut meistert. Die Bedingungen zur Finsternis waren fast gut, nur um den Finsternisbeginn störten einige wenige Cirren über mir den Blauhimmel und führten zu drei irregulär erhöhten Messungen (rote Punkte im Schaubild).
Die Sonne war auch zu einem viertel verfinstert und beim Untergang noch so hell, daß sie blendete; das spricht für die exzellente Transparenz. Im Auslauf am Ende der astronomischen Dämmerung wird eine hier im Sommer nicht gut unterbietbare Helligkeit von 0,001 cd/m^2 erreicht, das entspricht etwa 20 mag/(")^2.

Hauptsächlich sieht man aber die erwartete Finsternisdelle, welche zu einer vorgezogenen Dämmerung führte. In der Tat bewahrheitete sich meine Vorhersage, indem es im Finsternismaximum mit 41 cd/m^2 so dunkel wurde, als wenn die Sonne schon um einiges unter dem Horizont stünde. Vorbehaltlich einer detaillierten Auswertung komme ich auf die Äquivalenz der minimalen Finsternishelligkeit für 4,4 Grad Sonnenhöhe mit einer schon 1,6 Grad unter dem Horizont stehenden Sonne [revidiert durch Messung vom 13.8. auf Seite 3 des Fadens]. Durch die Finsternis kamen die Verhältnisse also denen fast zum Drittel einer normalen und klaren bürgerlichen Dämmerung gleich.
Dieses ungewöhnliche Dämmerigwerden wurde auch allerseits von den etwa 500 Beobachtern in den Weinbergen bei Wiesloch so empfunden, und selbst eine Spätkassiererin im heimischen REWE hatte die Beschleunigung des Dunkelwerdens bis 20:15 von innen bemerkt.
Die Helligkeit ging dann mit abnehmender Bedeckung wieder etwas hoch bis auf 91 cd/m^2. Bei Sonnenuntergang drückte die zugenommene Extinktion längs des Sehstrahls die Zenitleuchtdichte auf 71 cd/m^2. Es trat also nicht ganz die weiter oben im Faden von mir erwartete Verdoppelung des Dellenminimums ein, sondern nur +73%.
*Diese liegt vor, und für unser Seminar und das VdS-Journal werde ich die beiden Messungen übereinander schieben, um die Verhältnisse genauer zu klären.
Beste Grüße
Elmar
Zuletzt geändert von Elmar Schmidt am 14. Aug 2026, 09:35, insgesamt 9-mal geändert.
- Thorsten Gaulke
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hier ein Kompost aus Geseke...
Gruß Thorsten
circa N51°39' E008°31'
Erstes PL: 17.11.1989
Erste (bewusste) NLCs: 28.06.2007
Seit intensiverer Beobachtung - auch mit "Annke":
2026: N8 mit PL 12| N8 mit NLCs 30
2025: 58 | 21
2024: 30 | 16
2023: 18 | 16
2022: 0 | 20
circa N51°39' E008°31'
Erstes PL: 17.11.1989
Erste (bewusste) NLCs: 28.06.2007
Seit intensiverer Beobachtung - auch mit "Annke":
2026: N8 mit PL 12| N8 mit NLCs 30
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- StefanK
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hallo zusammen,
ich habe mit einer anderen Methode als Elmar die Beleuchtungsunterschiede dokumentiert. Hierzu wurde mit der gleichen Kamera (Panasonic DC-FZ82D) und identischen Einstellungen (ISO 100, Blende 8, Bel. 1/125, Brennweite 20mm Kleinbild) von 19:20 MESZ bis 21:15 MESZ in Abständen von 5 Minuten der gleiche Landschaftsausschnitt rechts der Sonne abgelichtet. In nachstehender Kollage geben die Bildnamen die jeweilige Uhrzeit an. Nach 20:15 MESZ (Finsternis-Maximum) steigt die Helligkeit wieder an, obwohl die Sonne nun hinter dem Taunus verschwunden ist. Erst um 21:00 MESZ, 10 Minuten nach Sonnenuntergang, sind die Belichtungverhältnisse von 20:15 MESZ wieder erreicht. Anders ausgedrückt: zum Maximum der Finsternis war es etwa so dunkel wie in der Bürgerlichen Dämmerung bei einem Sonnenstand von etwa 1.5°. Was die Bilder nicht wiedergeben, sind die sehr verschiedenen Lichtsdtimmungen zu den beiden Zeitpunkten.
Viele Grüße aus Oberursel,
Stefan
ich habe mit einer anderen Methode als Elmar die Beleuchtungsunterschiede dokumentiert. Hierzu wurde mit der gleichen Kamera (Panasonic DC-FZ82D) und identischen Einstellungen (ISO 100, Blende 8, Bel. 1/125, Brennweite 20mm Kleinbild) von 19:20 MESZ bis 21:15 MESZ in Abständen von 5 Minuten der gleiche Landschaftsausschnitt rechts der Sonne abgelichtet. In nachstehender Kollage geben die Bildnamen die jeweilige Uhrzeit an. Nach 20:15 MESZ (Finsternis-Maximum) steigt die Helligkeit wieder an, obwohl die Sonne nun hinter dem Taunus verschwunden ist. Erst um 21:00 MESZ, 10 Minuten nach Sonnenuntergang, sind die Belichtungverhältnisse von 20:15 MESZ wieder erreicht. Anders ausgedrückt: zum Maximum der Finsternis war es etwa so dunkel wie in der Bürgerlichen Dämmerung bei einem Sonnenstand von etwa 1.5°. Was die Bilder nicht wiedergeben, sind die sehr verschiedenen Lichtsdtimmungen zu den beiden Zeitpunkten.
Viele Grüße aus Oberursel,
Stefan
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Steffen Hildebrandt
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- Wohnort: Dresden
Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Spiegelungseffekt an der Handyknipse. Hier die verfinsterte Sonne oben und umgedreht. 

Zeitpunkt der Aufnahme 20:14 MESZ, kurz nach dem Maximum.
Und noch ein "echtes" Bild.

Zeitpunkt der Aufnahme 20:24 MESZ.

Zeitpunkt der Aufnahme 20:14 MESZ, kurz nach dem Maximum.
Und noch ein "echtes" Bild.

Zeitpunkt der Aufnahme 20:24 MESZ.
Zuletzt geändert von Steffen Hildebrandt am 13. Aug 2026, 09:06, insgesamt 1-mal geändert.
VG, Steffen
http://wetter.jimjackii.de
http://wetter.jimjackii.de
- Elmar Schmidt
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- Wohnort: Bad Schönborn (8o39'51"O 49o13'21"N 130 m ü.N.N.)
Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Editiert am 14.8.:
Hallo Stefan,
schöne Fotoserie. Ich hatte oben -1,5 Grad Sonnenhöhe als Effekt der Finsternis erwartet, und das hat sich durch Vergleich mit der finsternislosen Serie vom 13.8. [auf Seite 3 des Fadens] bestätigt, der ich eine Äquivalenz bei -1,6 Grad entnehme. Du lagst also richtig; die nur noch wenig bedeckte untergegangene Sonne hat demnach die Dämmerung am Finsternistag nicht mehr wesentlich dunkler gemacht, wobei die Charakteristiken schon steil sind, indem sich die Helligkeit alle 5 min halbiert
Gruß, Elmar
PS: ich habe mit der Nachmessung vom 13.8. [siehe wieder auf der dritten Seite im Faden] nun auch die Tiefe der Delle ausgemessen und komme auf den Unterschied zwischen 428 und 41 cd/m^2. Das sind nur 9,6% bzw. ein Faktor 10,4. Geometrisch erwartet werden aber nur 13,7% bzw. der Faktor 7,3.* Natürlich mag es Meßunsicherheiten und Effekte von der Streuung zum Zenit geben, aber vorsichtig möchte ich mal die Hypothese äußern, daß in der schmalen Sichel schon die Randabdunklung der Sonne abgetastet wurde. Hier noch ein "Möndchenrechner" für die reine Geometrie:
https://rechneronline.de/pi/moendchen.php
*Achtung: mein Flächenanteil wurde unter der Voraussetzung mit der Möndchen-App berechnet, daß der "Bedeckungsgrad" laut Andreas' App ein lineares Maß ist, also ín meinem Fall maximal 88,8% des abgedeckten Sonnendurchmessers meint. So werden Finsternismagnituden üblicherweise angegeben. Für einen Wert von 0,5 etwa waren dann tatsächlich noch 60,7% der Sonnenscheibe unverdeckt.
Hallo Stefan,
schöne Fotoserie. Ich hatte oben -1,5 Grad Sonnenhöhe als Effekt der Finsternis erwartet, und das hat sich durch Vergleich mit der finsternislosen Serie vom 13.8. [auf Seite 3 des Fadens] bestätigt, der ich eine Äquivalenz bei -1,6 Grad entnehme. Du lagst also richtig; die nur noch wenig bedeckte untergegangene Sonne hat demnach die Dämmerung am Finsternistag nicht mehr wesentlich dunkler gemacht, wobei die Charakteristiken schon steil sind, indem sich die Helligkeit alle 5 min halbiert
Gruß, Elmar
PS: ich habe mit der Nachmessung vom 13.8. [siehe wieder auf der dritten Seite im Faden] nun auch die Tiefe der Delle ausgemessen und komme auf den Unterschied zwischen 428 und 41 cd/m^2. Das sind nur 9,6% bzw. ein Faktor 10,4. Geometrisch erwartet werden aber nur 13,7% bzw. der Faktor 7,3.* Natürlich mag es Meßunsicherheiten und Effekte von der Streuung zum Zenit geben, aber vorsichtig möchte ich mal die Hypothese äußern, daß in der schmalen Sichel schon die Randabdunklung der Sonne abgetastet wurde. Hier noch ein "Möndchenrechner" für die reine Geometrie:
https://rechneronline.de/pi/moendchen.php
*Achtung: mein Flächenanteil wurde unter der Voraussetzung mit der Möndchen-App berechnet, daß der "Bedeckungsgrad" laut Andreas' App ein lineares Maß ist, also ín meinem Fall maximal 88,8% des abgedeckten Sonnendurchmessers meint. So werden Finsternismagnituden üblicherweise angegeben. Für einen Wert von 0,5 etwa waren dann tatsächlich noch 60,7% der Sonnenscheibe unverdeckt.
Zuletzt geändert von Elmar Schmidt am 14. Aug 2026, 09:42, insgesamt 7-mal geändert.
-
Anette Aslan
- Beiträge: 1548
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- Wohnort: Niederösterreich bei Wien
-
Carl Herzog
- Beiträge: 553
- Registriert: 19. Mär 2023, 13:51
Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Ich hatte beim Beobachten den Eindruck, dass die Lichtfarbe der Umgebung sich während der maximalen Verfinsterung (bei uns 88,2 %) ins rot-gelbliche veränderte. Die Landschaft wirkte goldenfarben. Das ganze dauerte vllt. 10 Minuten, eh die Lichtfarbe sich wieder ins normale (bläuliche) verschob.
Update: Die Lichtfarbe meiner Allsky-Kamera zeigt keine Veränderung während der Finsternis. Es muss sich also um einen subjektiven Eindruck gehandelt haben, ggf.durch Einfluss des "Weißabgleichs" des menschlichen Auges.
VG, Carl
Update: Die Lichtfarbe meiner Allsky-Kamera zeigt keine Veränderung während der Finsternis. Es muss sich also um einen subjektiven Eindruck gehandelt haben, ggf.durch Einfluss des "Weißabgleichs" des menschlichen Auges.
VG, Carl
Zuletzt geändert von Carl Herzog am 13. Aug 2026, 13:55, insgesamt 2-mal geändert.
- Christoph Gerber
- Beiträge: 1003
- Registriert: 24. Okt 2011, 14:44
- Wohnort: Heidelberg
Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
... und hier mein Beitrag aus Heidelberg.
Für die Bilder der Sonne mit Filter hatte ich eine feste Belichtung (manuell eingestellt), hatte mir aber über die Folgen überhaupt keine Gedanken gemacht. Bis mir gegen Ende der Serie auffiel, dass die Sonnensichel gar nicht mehr abgebildet wurde. Für das letzte Bild der Collage musste ich die Belichtungszeit verlängern, anschließend konnte ich auf den Filter ganz verzichten (da reichten schon die beiden Stufen Unterbelichtung aus). Aber gerade dadurch ist schön sichtbar geworden, wie die Sonne immer tiefer stehend an Strahlkraft verloren hat – in gewisser Weise das Gegenstück zur Collage von Stefan aus Oberursel. Ich habe von Ehrenfriedhof über Heidelberg aus beobachtet, und so ergab sich die Konstellation, dass die untergehende Sonnensichel direkt über dem Donnersberg verschwand. Während alle zur Sonne schauten, richteten sich meine Blicke in die Gegenrichtung. An einer Wand zeichneten sich die sichelfrömigen Schattenwürfe ab – ein "Sichelbaum" zeigte Erscheinungen, die ich bisher nur kurz vor der Totalität kannte (war es ja auch gewissermaßen!). Und durch voneinader weit entfernte Bäume gesellten sich zu diesen Sicheln auch noch einige Riesensicheln! Ein völlig unerwartetes Schauspiel, auf das so mancher nur deshalb aufmerksam geworden ist, weil ich von der Sonne weg fotografierte... Und zum Schluss gab es noch einen Hauch von Sonnensäule (letzte Sichtung möglicherweise um 21:16 MEZ, Sonnenstand: -5.0°!) Gruß aus HD,
Christoph
Nachtrag: diesmal konnte ich den "Randeffekt" auch mit der SoFi-Brille sehr gut erkennen: sehr scharfer Mondrand, etwas diffuser Sonnenrand, der mit der Randverdunkelung der Sonne zusammenhängt (vgl. Collage oben rechts). Diese Erscheinung war mir erstmals aufgefallen, als ich eine partielle SoFi durch Wolken (und ohne SoFi-Brille) sichten konnte.
Für die Bilder der Sonne mit Filter hatte ich eine feste Belichtung (manuell eingestellt), hatte mir aber über die Folgen überhaupt keine Gedanken gemacht. Bis mir gegen Ende der Serie auffiel, dass die Sonnensichel gar nicht mehr abgebildet wurde. Für das letzte Bild der Collage musste ich die Belichtungszeit verlängern, anschließend konnte ich auf den Filter ganz verzichten (da reichten schon die beiden Stufen Unterbelichtung aus). Aber gerade dadurch ist schön sichtbar geworden, wie die Sonne immer tiefer stehend an Strahlkraft verloren hat – in gewisser Weise das Gegenstück zur Collage von Stefan aus Oberursel. Ich habe von Ehrenfriedhof über Heidelberg aus beobachtet, und so ergab sich die Konstellation, dass die untergehende Sonnensichel direkt über dem Donnersberg verschwand. Während alle zur Sonne schauten, richteten sich meine Blicke in die Gegenrichtung. An einer Wand zeichneten sich die sichelfrömigen Schattenwürfe ab – ein "Sichelbaum" zeigte Erscheinungen, die ich bisher nur kurz vor der Totalität kannte (war es ja auch gewissermaßen!). Und durch voneinader weit entfernte Bäume gesellten sich zu diesen Sicheln auch noch einige Riesensicheln! Ein völlig unerwartetes Schauspiel, auf das so mancher nur deshalb aufmerksam geworden ist, weil ich von der Sonne weg fotografierte... Und zum Schluss gab es noch einen Hauch von Sonnensäule (letzte Sichtung möglicherweise um 21:16 MEZ, Sonnenstand: -5.0°!) Gruß aus HD,
Christoph
Nachtrag: diesmal konnte ich den "Randeffekt" auch mit der SoFi-Brille sehr gut erkennen: sehr scharfer Mondrand, etwas diffuser Sonnenrand, der mit der Randverdunkelung der Sonne zusammenhängt (vgl. Collage oben rechts). Diese Erscheinung war mir erstmals aufgefallen, als ich eine partielle SoFi durch Wolken (und ohne SoFi-Brille) sichten konnte.
Zuletzt geändert von Christoph Gerber am 13. Aug 2026, 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
-
Carl Herzog
- Beiträge: 553
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hallo Elmar,
ergänzend zu Deinen Messungen hier die Messreihe meines Sky-Quality-Meters in Idstein (50.2°N, 8.28°O), der gen Zenit gerichtet ist und jede 2 Minuten automatisch abgefragt wird. Habe zum Vergleich die Messereihe des Vortages überlagert. Die linke Skala stellt die Leuchtdichte in MPSAS dar (passend zur weiß-rot-grünen Kurve), die rechte Skala den Sonnenstand (passend zur gelb-rot-grün-blau-grauen Kurve):
Die minimale Leuchtdichte (zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung) lag bei 8,31 MPSAS, was ungefähr 51,22 cd/m² entsprechen dürfte.
VG, Carl
ergänzend zu Deinen Messungen hier die Messreihe meines Sky-Quality-Meters in Idstein (50.2°N, 8.28°O), der gen Zenit gerichtet ist und jede 2 Minuten automatisch abgefragt wird. Habe zum Vergleich die Messereihe des Vortages überlagert. Die linke Skala stellt die Leuchtdichte in MPSAS dar (passend zur weiß-rot-grünen Kurve), die rechte Skala den Sonnenstand (passend zur gelb-rot-grün-blau-grauen Kurve):
Die minimale Leuchtdichte (zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung) lag bei 8,31 MPSAS, was ungefähr 51,22 cd/m² entsprechen dürfte.
VG, Carl
- Elmar Schmidt
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Re: Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland 12.8.2026
Hallo allen,
und danke für die Berichte. Es kommen sicher noch vieeel mehr. Oder wird die Totalität nur auf Instagram oder Facebook gepostet? Gähdt joa goahr nöh!
Carl, Deine SQM-Messung scheint mir konsistent, wenngleich ich mich an ihr Kopfstehen gewöhnen mußte
Ich "leiste" mir eine eigene Umrechnung mag/(")^2 auf cd/m^2 und komme von 8,31 MPAS auf 47,4 cd/m^2 Der Unterschied zu meinen 41,1 cd/m^2 kann aber gut und gerne am anderen Standort und den unterschiedlich großen Raumwinkeln der Geräte liegen (meines mißt ja nur in 1 Grad Durchmesser). Ich messe übrigens heute nochmal das gleiche, weil die Verhältnisse von Cirren bislang völlig ungestört sind.
Ja, den Eindruck einer tiefgoldenen "Stunde" (eher 15 min) hatten wir auch, wir standen zudem in einem abgeernteten gelblichen Stoppelfeld.
Christoph, das mit dem photosphärischen Randverdunkelungseinfluß aufs Minimumlicht halte ich inzwischen für belastbar und werde mal abschätzen, ob er bei der Finsternis etwa -30% ausmachen konnte. Auf die Schnelle fand ich das:
https://ui.adsabs.harvard.edu/scan/mani ... ..51..321P
An meinem Beobachtungsort erstreckte sich die schmalste Sichel über Radienbereiche von 0,78 bis 1,0. In denen fällt die relative Leuchtdichte der Photosphäre gemäß der Publikation im Bereich visueller Wellenlängen von 80% auf unter 50% des Mittenwertes ab. Das kann also im Integral über die Sichel (ohne geht's einfach nicht, Alex
) in etwa hinkommen. Bald!
Gruß, Elmar
und danke für die Berichte. Es kommen sicher noch vieeel mehr. Oder wird die Totalität nur auf Instagram oder Facebook gepostet? Gähdt joa goahr nöh!
Carl, Deine SQM-Messung scheint mir konsistent, wenngleich ich mich an ihr Kopfstehen gewöhnen mußte
Ja, den Eindruck einer tiefgoldenen "Stunde" (eher 15 min) hatten wir auch, wir standen zudem in einem abgeernteten gelblichen Stoppelfeld.
Christoph, das mit dem photosphärischen Randverdunkelungseinfluß aufs Minimumlicht halte ich inzwischen für belastbar und werde mal abschätzen, ob er bei der Finsternis etwa -30% ausmachen konnte. Auf die Schnelle fand ich das:
https://ui.adsabs.harvard.edu/scan/mani ... ..51..321P
An meinem Beobachtungsort erstreckte sich die schmalste Sichel über Radienbereiche von 0,78 bis 1,0. In denen fällt die relative Leuchtdichte der Photosphäre gemäß der Publikation im Bereich visueller Wellenlängen von 80% auf unter 50% des Mittenwertes ab. Das kann also im Integral über die Sichel (ohne geht's einfach nicht, Alex
Gruß, Elmar
Zuletzt geändert von Elmar Schmidt am 15. Aug 2026, 06:58, insgesamt 1-mal geändert.
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