Hallo Volker,
erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
Die aktuelle Unruhe im Sonnenwind (s.
https://www.swpc.noaa.gov/products/real-time-solar-wind) hat nichts mit der CME zu tun. Der Sonnenwind ist bisweilen etwas böig, ohne dass eine solare Ursache erkennbar wäre. Es könnte aber auch sein, dass sich ein Sektorwechsel im permanenten Magnetfeld der Sonne ankündigt. Sofern es sich um letzteres handelt, sollte die hellblaue Linie im vorstehend verlinkten Plot in nächster Zeit dauerhaft nach unten sinken.
So oder so sind das Vorgänge, welche für die Polarlicht-Situation in Deutschland fast nie eine Rolle spielen, aber zu heftigen Polarlichtern im hohen Norden führen. Im aktuellen Fall lässt sich das an den kräftigen Ausschlägen der im Norden Norwegens stationierten Magnetometer gut nachvollziehen:
https://flux.phys.uit.no/cgi-bin/mkstac ... 1635548400& .
Nach dem Impakt einer schnellen und dichten CME, wie sie für heute erwartet wird, schlagen dann alle Magnetometer in dem Plot mehr oder weniger stark aus.
Nachtrag 30.10.21, 14 MESZ: Es hat sich nach der Entwicklung am o.g. Plot einfach um eine Unruhephase im Sonnenwind gehandelt. Hier ein allerdings erst um 9 MESZ (= 7 UT) Stunden entstandenes Polarlicht-Foto aus dem Westen Kanadas:
https://spaceweathergallery.com/indiv_u ... _id=179047.
Zu der Zeit schlugen auch die Magnetometer in hohen geomagnetischen Breiten wieder aus:
https://flux.phys.uit.no/cgi-bin/mkstac ... 1635634800& .
Viele Grüße aus Oberursel,
Stefan