Moin zusammen,
am vergangenen Donnerstag (28.01.) gelang es mir dann endlich auch noch, den Kometen abzulichten. Eine schmale, von SW nach NE verlaufende wolkenfreie Zone, verschaffte mir ein dreistündiges Beobachtungsfenster ohne Mondeinfluss. Während das Wetter also ausnahmsweise mal mitspielte, wollte die Technik nicht so wie ich es gern gehabt hätte: zunächst zerhackte ich mir die Ausrichtung der Montierung durch einen Fehler während des Polar-Realign über die SynScan-Steuerung. Als dann endlich alles wieder hergerichtet war, meinte der Autoguider Zicken machen zu müssen - bei einem Guiding-Test unter Vollmondhimmel waren eine Woche zuvor zehnminütige Sub-Frames problemlos möglich, an diesem Abend klappte es anfangs nichtmal mit einer Minute. Der Fehler war dann irgendwann gefunden: ich hatte versehentlich einen Doppelstern als Leitstern erwischt, und der Autoguider konnte sich weder für den einen noch für den anderen entscheiden...
Letztendlich kam ich doch noch zu 20 Einzelaufnahmen mit jeweils 143 Sekunden Belichtungszeit, bevor der Mond sich über den Horizont erhob - Gesamtbelichtungszeit also 47'40". Aufgenommen mit 5" F/5 Newton auf NEQ-5, Aufnahmekamera war meine altgediente EOS 1000D. Um einen brauchbaren Dynamikumfang zu erhalten, beschränkte ich mich auf ISO 400:
Seine beste Zeit hat Catalina offenbar leider bereits hinter sich; Staub- und Plasmaschweif sind dennoch eindeutig zu identifizieren, und treten insbesondere im auf den Kometen gestackten Composit klar hervor:
Die kommende Neumondphase wird nun hoffentlich nicht ausschließlich durch heranrückende Strumtiefs geprägt sein...
