Frage zu Polarlicht Statistik

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Ulrike

Frage zu Polarlicht Statistik

Beitrag von Ulrike » 16. Mai 2002, 18:24

Hallo Alle,

hat einer von Euch mal eine Statistik ueber die Anzahl der Polarlichtnaechte ueber die Jahre hinweg gemacht? Oder gibt es eine Auflistung, in welchem Jahr, Monat und Tag die Lichter in welcher Staerke zu sehen waren, vom Wetter abgesehen?

Zum Beispiel fotografierte ich eine sehr gute Nacht lang am 6. November 2000, dann war am 5. November 2001 wieder eine sehr gute Nacht mit roten Lichtern.

Danke.
Ulrike


Ulrich Rieth

Re: Frage zu Polarlicht Statistik

Beitrag von Ulrich Rieth » 16. Mai 2002, 19:18

Hallo Ulrike!

Zu diesem Thema hatte ich vor Kurzem eine E-Mail Anfrage.
Daher kopiere ich einfach mal meine Antwort hier rein.
Das sollte Dir evtl schon etwas weiter helfen.

------------------
Hallo!

----- Original Message -----
From:
To: Ulrich.Rieth@uni-mainz.de>
Sent: Wednesday, May 01, 2002 2:07 PM
Subject: Polarlichter Ende März bis April

> Sie schreiben, gerade in o.a. Zeitraum kann man mit starken
> Polarlichtern rechnen.
> Warum frage ich mich?
> Ich habe auch schon festgestellt, dass es ein Frühjahrs- und
> Herbstmaximum der Solaraktivität mit starker Flare-Aktivität
> gibt (veröffentlicht in 1985, 10.7 cm -Fluss).
> In manchen Jahren kommt ein Sommermaximum hinzu.
> Wie kommen Sie zu der Erkenntnis?

Gute Frage, also bislang habe ich auch immer nur diese Statistik
kennengelernt.
Allerdings habe ich irgentwo auch schon einmal eine Erklärung gelesen, die die leichte "auf und ab"-Bewegung der Erde im Vergleich zum Sonnenäquator heranzieht.
Die Häufigkeit von Flares kann man sicherlich nicht betrachten, denn die verteilen sich im Großen und Ganzen konstant über den Jahreslauf.
Es hat wohl vielmehr etwas mit der Effektivität der Kopplung zwischen Sonnen- und Erdmagnetfeld zu tun.
Ich kann mir zwar auch noch nicht erklären, wieso sich hierbei die wenigen Grad Abweichung nach Norden und Süden vom solaren Äquator auswirken sollen, aber ich hoffe, dass ich irgentwann einmal eine plausible Erklärung dafür zu lesen bekomme.
Hier vielleicht noch ein guter Link, der das oben gesagte nochmal etwas besser beschreibt (in Englisch).
Dort finden sich auch weiterführende Links.
http://science.nasa.gov/headlines/y2001/ast26oct_1.htm
Leider kann ich Ihnen also keine befriedigende Antwort auf Ihre Frage geben.
Falls Sie jedoch mehr erfahren, würde ich mich über eine kurze Mitteilung freuen.
Viele Grüße

Ulrich Rieth
------------------

Zusätzlich kannst Du Dir noch die folgenden beiden Seiten zur Statistik ansehen:

http://www.irf.se/obshb/kstat.html
http://www.irf.se/obshb/all-skylong.html

So, jetzt hoffe ich, auch Dir geholfen zu haben.
Gruß

Ulrich

Peter Kuklok

Re: Frage zu Polarlicht Statistik

Beitrag von Peter Kuklok » 16. Mai 2002, 19:50

> Allerdings habe ich irgentwo auch schon einmal eine Erklärung
> gelesen, die die leichte "auf und ab"-Bewegung der
> Erde im Vergleich zum Sonnenäquator heranzieht.
> [...]
> Es hat wohl vielmehr etwas mit der Effektivität der Kopplung
> zwischen Sonnen- und Erdmagnetfeld zu tun.
> Ich kann mir zwar auch noch nicht erklären, wieso sich hierbei
> die wenigen Grad Abweichung nach Norden und Süden vom solaren
> Äquator auswirken sollen, aber ich hoffe, dass ich irgentwann
> einmal eine plausible Erklärung dafür zu lesen bekomme.
> [...]

Hi!

Ich denke mal, dass es in erster Linie mit der Lage der geomagnetischen Achse zur Sonne zusammenhängt, denn die verändert sich ja im Jahresverlauf ganz erheblich. Die "Polarlicht-Jahreszeit" tritt offenbar immer dann auf, wenn diese Achse nicht direkt zur oder von der Sonne wegzeigt, sondern eher tangential zu ihr bzw. zum HCS steht.
Die Veränderungen des Sonnenäquators zur Ekliptikebene im Laufe des Jahres dagegen dürften nur relativ geringe Auswirkungen auf die irdische PL-Aktivität haben, dafür sind die Schwankungen, wie Ulrich bereits schrieb, einfach zu gering.

Grüße
Peter

Thomas Sävert

Auch meine Liste wächst langsam, aber sicher

Beitrag von Thomas Sävert » 17. Mai 2002, 09:03

zu finden unter

www.saevert.de/aurorapics.htm

Gruß, Thomas Sävert

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