hallo,
auf den Seiten von meteoros.de hab ich ihn nicht gefunden.
Hat jemand ein Bild davon?
Danke,
Jan
Wie sieht ein Bishopscher Ring aus?
-
Mark (Rottal/Niederbayern)
gute Frage
Der Ring von Bishop wurde erstmals nach der Eruption des Vulkans Krakatoa (27. August 1883) beschrieben. Bei der gewaltigen Explosion, der Knall war auch noch im 4800KM entfernten Afrika zu hören, wurden Unmengen von Staub in die Atmosphäre geschleudert, der jahrelang für unglaublich lebendige Sonnenauf- und Sonnenuntergänge gesorgt hat. Die erste veröffentlichte Beobachtung des Rings stammt vom 30. August 1883 und erschien in der Japan Gazette. Dort wird das Aussehen als "lichtschwacher Halo" um die Sonne beschrieben. Die erste genaue Beschreibung stammt von Sereno Bishop, der die Erscheinung am 5. September 1883 in Honolulu beobachtete:
"Gestatten Sie mir, besondere Aufmerksamkeit auf die sehr eigentümliche Korona bzw. den Halo zu lenken, der sich 20 bis 30 Grad von der Sonne weg erstreckt. Er war hier jeden Tag zu sehen, und dies den ganzen Tag lang. Ein weißlicher Schleier mit Rosafärbung und Lila- oder Purpurschatten vor dem blauen Hintergrund. Ich kenne keinen anderen Bericht von einer derartigen Korona. Es handelt sich um ein kaum auffälliges Objekt."
Der Ring wurde daraufhin nach Bishop benannt.
Die meisten Beobachtungen stimmen darin überein, daß die Innenseite des Rings weißlich oder bläulich weiß ist und daß der Ring nach außen hin rötlich, bräunlich oder purpurfarben ist. Wegen der Farbreihenfolge (Rot außen) kann man darauf schließen, daß es sich um eine Beugungserscheinung handelt, da z.B. bei Halos Rot immer an der Innenseite liegt. Der Radius des Rings beträgt durchschnittlich etwa 28°. Das ist für Lichtbeugung ein ziemlich großer Radius, der nur durch sehr kleine Staubteilchen erzeugt werden kann (0.002mm).
Grüße,
Mark
> hallo,
> auf den Seiten von meteoros.de hab ich ihn nicht gefunden.
> Hat jemand ein Bild davon?
> Danke,
> Jan
"Gestatten Sie mir, besondere Aufmerksamkeit auf die sehr eigentümliche Korona bzw. den Halo zu lenken, der sich 20 bis 30 Grad von der Sonne weg erstreckt. Er war hier jeden Tag zu sehen, und dies den ganzen Tag lang. Ein weißlicher Schleier mit Rosafärbung und Lila- oder Purpurschatten vor dem blauen Hintergrund. Ich kenne keinen anderen Bericht von einer derartigen Korona. Es handelt sich um ein kaum auffälliges Objekt."
Der Ring wurde daraufhin nach Bishop benannt.
Die meisten Beobachtungen stimmen darin überein, daß die Innenseite des Rings weißlich oder bläulich weiß ist und daß der Ring nach außen hin rötlich, bräunlich oder purpurfarben ist. Wegen der Farbreihenfolge (Rot außen) kann man darauf schließen, daß es sich um eine Beugungserscheinung handelt, da z.B. bei Halos Rot immer an der Innenseite liegt. Der Radius des Rings beträgt durchschnittlich etwa 28°. Das ist für Lichtbeugung ein ziemlich großer Radius, der nur durch sehr kleine Staubteilchen erzeugt werden kann (0.002mm).
Grüße,
Mark
> hallo,
> auf den Seiten von meteoros.de hab ich ihn nicht gefunden.
> Hat jemand ein Bild davon?
> Danke,
> Jan
-
Mark (Rottal/Niederbayern)
hab noch was gefunden
Hallo,
ein Foto von Bishops Ring konnte ich in meinen Büchern leider nicht finden.
Im Internet gibt es auch nicht viel. Auf dieser Seite ist ein Bild, das Bishops Ring zeigen soll:
http://www.psiaz.com/polakis/dayatmos/dayatmos.html
Außerdem gibt es noch einen Aufsatz, in dem bestimmt auch Bilder von den Simulationen sind. Vielleicht kann den jemand besorgen. Die Simulationen würden mich nämlich auch interessieren:
Estimation of the size distribution of Pinatubo volcanic dust from Bishop's ring
simulations
Asano, Shoji
Meteorological Research Institute, Tsukuba, Japan
Geophysical Research Letters, Washington, DC, 20(6): 447-450, March 19, 1993. Refs., figs. (Paper
93GL00512). Reprint available from American Geophysical Union, Wash., DC 20009. M.G.A. (1993), 44:9-562
Abstract: Since the middle of July 1991, approximately one month after the explosive eruptions of Mt. Pinatubo in
the Philippines, Bishop's ring phenomena were occasionally observed over Japan under favorable conditions of
clear skies. On the basis of the single-scattering approximation, the chromaticity of Bishop's rings was simulated.
It was found that Bishop's rings are observable only when a sufficient amount of aerosols exist that have an
unusually narrow mono-modal size distribution and a mode radius between 0.57 > m and 0.63 > m,
with an effective variance of less than 0.05.
Grüße,
Mark
> Der Ring von Bishop wurde erstmals nach der Eruption des Vulkans
> Krakatoa (27. August 1883) beschrieben. Bei der gewaltigen
> Explosion, der Knall war auch noch im 4800KM entfernten Afrika
> zu hören, wurden Unmengen von Staub in die Atmosphäre
> geschleudert, der jahrelang für unglaublich lebendige Sonnenauf-
> und Sonnenuntergänge gesorgt hat. Die erste veröffentlichte
> Beobachtung des Rings stammt vom 30. August 1883 und erschien in
> der Japan Gazette. Dort wird das Aussehen als
> "lichtschwacher Halo" um die Sonne beschrieben. Die
> erste genaue Beschreibung stammt von Sereno Bishop, der die
> Erscheinung am 5. September 1883 in Honolulu beobachtete:
> "Gestatten Sie mir, besondere Aufmerksamkeit auf die sehr
> eigentümliche Korona bzw. den Halo zu lenken, der sich 20 bis 30
> Grad von der Sonne weg erstreckt. Er war hier jeden Tag zu
> sehen, und dies den ganzen Tag lang. Ein weißlicher Schleier mit
> Rosafärbung und Lila- oder Purpurschatten vor dem blauen
> Hintergrund. Ich kenne keinen anderen Bericht von einer
> derartigen Korona. Es handelt sich um ein kaum auffälliges
> Objekt."
> Der Ring wurde daraufhin nach Bishop benannt.
> Die meisten Beobachtungen stimmen darin überein, daß die
> Innenseite des Rings weißlich oder bläulich weiß ist und daß der
> Ring nach außen hin rötlich, bräunlich oder purpurfarben ist.
> Wegen der Farbreihenfolge (Rot außen) kann man darauf schließen,
> daß es sich um eine Beugungserscheinung handelt, da z.B. bei
> Halos Rot immer an der Innenseite liegt. Der Radius des Rings
> beträgt durchschnittlich etwa 28°. Das ist für Lichtbeugung ein
> ziemlich großer Radius, der nur durch sehr kleine Staubteilchen
> erzeugt werden kann (0.002mm).
> Grüße,
> Mark
ein Foto von Bishops Ring konnte ich in meinen Büchern leider nicht finden.
Im Internet gibt es auch nicht viel. Auf dieser Seite ist ein Bild, das Bishops Ring zeigen soll:
http://www.psiaz.com/polakis/dayatmos/dayatmos.html
Außerdem gibt es noch einen Aufsatz, in dem bestimmt auch Bilder von den Simulationen sind. Vielleicht kann den jemand besorgen. Die Simulationen würden mich nämlich auch interessieren:
Estimation of the size distribution of Pinatubo volcanic dust from Bishop's ring
simulations
Asano, Shoji
Meteorological Research Institute, Tsukuba, Japan
Geophysical Research Letters, Washington, DC, 20(6): 447-450, March 19, 1993. Refs., figs. (Paper
93GL00512). Reprint available from American Geophysical Union, Wash., DC 20009. M.G.A. (1993), 44:9-562
Abstract: Since the middle of July 1991, approximately one month after the explosive eruptions of Mt. Pinatubo in
the Philippines, Bishop's ring phenomena were occasionally observed over Japan under favorable conditions of
clear skies. On the basis of the single-scattering approximation, the chromaticity of Bishop's rings was simulated.
It was found that Bishop's rings are observable only when a sufficient amount of aerosols exist that have an
unusually narrow mono-modal size distribution and a mode radius between 0.57 > m and 0.63 > m,
with an effective variance of less than 0.05.
Grüße,
Mark
> Der Ring von Bishop wurde erstmals nach der Eruption des Vulkans
> Krakatoa (27. August 1883) beschrieben. Bei der gewaltigen
> Explosion, der Knall war auch noch im 4800KM entfernten Afrika
> zu hören, wurden Unmengen von Staub in die Atmosphäre
> geschleudert, der jahrelang für unglaublich lebendige Sonnenauf-
> und Sonnenuntergänge gesorgt hat. Die erste veröffentlichte
> Beobachtung des Rings stammt vom 30. August 1883 und erschien in
> der Japan Gazette. Dort wird das Aussehen als
> "lichtschwacher Halo" um die Sonne beschrieben. Die
> erste genaue Beschreibung stammt von Sereno Bishop, der die
> Erscheinung am 5. September 1883 in Honolulu beobachtete:
> "Gestatten Sie mir, besondere Aufmerksamkeit auf die sehr
> eigentümliche Korona bzw. den Halo zu lenken, der sich 20 bis 30
> Grad von der Sonne weg erstreckt. Er war hier jeden Tag zu
> sehen, und dies den ganzen Tag lang. Ein weißlicher Schleier mit
> Rosafärbung und Lila- oder Purpurschatten vor dem blauen
> Hintergrund. Ich kenne keinen anderen Bericht von einer
> derartigen Korona. Es handelt sich um ein kaum auffälliges
> Objekt."
> Der Ring wurde daraufhin nach Bishop benannt.
> Die meisten Beobachtungen stimmen darin überein, daß die
> Innenseite des Rings weißlich oder bläulich weiß ist und daß der
> Ring nach außen hin rötlich, bräunlich oder purpurfarben ist.
> Wegen der Farbreihenfolge (Rot außen) kann man darauf schließen,
> daß es sich um eine Beugungserscheinung handelt, da z.B. bei
> Halos Rot immer an der Innenseite liegt. Der Radius des Rings
> beträgt durchschnittlich etwa 28°. Das ist für Lichtbeugung ein
> ziemlich großer Radius, der nur durch sehr kleine Staubteilchen
> erzeugt werden kann (0.002mm).
> Grüße,
> Mark
-
Claudia
Fotos
Hallo Mark,
Jan hat recht der Ring von Bishop fehlt auf den METEOROS-Seiten. Wohl deshalb, weil er innerhalb des Arbeitskreises Meteore bisher nicht beobachtet wurde. Aber inzwischen haben wir eine ganz gute Aufnahme von Frank Wächter vorliegen und Peter-Paul stellt uns sein sehr gutes Bild sicherlich auch zur Verfügung. Infos hast Du ja schon zusammengetragen, also sollten wir dies alles schnellstmöglichst in die METEOROS-Seiten aufnehmen. Vielleicht hat auch noch jemand anderes Fotos von dieser Naturerscheinung, denn Staubtrübung durch Sahara-Staub scheint es ja - zumindest im Süden Deutschlands - öfters zu geben.
Viele Grüße
Claudia
Jan hat recht der Ring von Bishop fehlt auf den METEOROS-Seiten. Wohl deshalb, weil er innerhalb des Arbeitskreises Meteore bisher nicht beobachtet wurde. Aber inzwischen haben wir eine ganz gute Aufnahme von Frank Wächter vorliegen und Peter-Paul stellt uns sein sehr gutes Bild sicherlich auch zur Verfügung. Infos hast Du ja schon zusammengetragen, also sollten wir dies alles schnellstmöglichst in die METEOROS-Seiten aufnehmen. Vielleicht hat auch noch jemand anderes Fotos von dieser Naturerscheinung, denn Staubtrübung durch Sahara-Staub scheint es ja - zumindest im Süden Deutschlands - öfters zu geben.
Viele Grüße
Claudia
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