Frage zu Meteorvideo von 2012

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Bernd Pröschold
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Frage zu Meteorvideo von 2012

Beitrag von Bernd Pröschold » 1. Feb 2017, 13:52

Liebes Forum,

die ein oder anderen hier im Forum werden mich noch aus der Zeit des Sonnenmaximums 2001-2003 kennen. In den letzten Jahren war ich hier leider weniger aktiv. Beim Sichten von altem Videomaterial bin ich über das folgende Meteorvideo von 2012 gestolpert:

http://www.sternstunden.net/meteorvideo.html

Visuell nehme ich Meteore (d.h. das assoziierte Lichtphänomen) eigentlich immer länglich wahr. Warum sieht der Meteor auf dem Video eher punktförmig aus?

Von dem Meteor existiert auch ein Fischaugenfoto (s.u.)

Viele Grüße,
Bernd

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Christian Overhaus
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Re: Frage zu Meteorvideo von 2012

Beitrag von Christian Overhaus » 2. Feb 2017, 19:13

Hallo Bernd,
ich kann da auch nur Vermutungen anstellen. Die längliche Erscheinung eines Meteors ist ja der Kanal aus ionisierten Luftmolekülen in großer Höhe . Das Leuchten ist also Rekombinationsenergie, die frei wird. In großer Höhe ist die Luft so dünn, dass einige Zeit vergeht, bis ein Elektron wieder auf ein Ion stößt um dann zu leuchten. Das führt dann zu dieser Spur.
Ich könnte mir vorstellen, das langsame Meteore in tiefere Luftschichten eindringen, die dichter sind und die Elektronen schneller ein Ion finden und somit der Ionisationskanal so kurz ist, dass er in weiter Entfernung punktförmig erscheint.
Immerhin ist man ja meistens so 300 -400 km vom Meteor entfernt, wenn er tief am Himmel unterwegs ist.

Das wäre meine Vorstellung davon. Vielleicht weiß jemand mehr.
Grüße aus Borken,
Christian

Bernd Pröschold
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Re: Frage zu Meteorvideo von 2012

Beitrag von Bernd Pröschold » 4. Feb 2017, 00:16

Hi Christian,

sooo tief am Himmel war der Meteor eigentlich gar nicht. Das Fischaugenfoto täuscht da vielleicht ein wenig. Anhand des vertikalen Bildwinkels des Videoobjektivs (53°) komme ich auf etwa 15-22°.

Inzwischen habe ich ein ähnliches Video im Netz gefunden: http://www.meteorastronomie.ch/images/M ... _VTE_4.mp4
Es ist ebenfalls recht dunkel belichtet. Viellleicht reicht in beiden Fällen einfach die Empfindlichkeit der Kamera nicht aus, um den ionisierten Kanal sichtbar zu machen.

Viele Grüße ins Münsterland,
Bernd

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