NLC 2020-06-26/27
Moderator: StefanK
- StefanK
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NLC 2020-06-26/27
Gerade sichtbar geworden (Hinweis von Claudia Hinz):
https://www.foto-webcam.eu/webcam/norde ... 06/26/2330
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- Thorsten Gaulke
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Re: NLC 2020-06-26/27
Moin...
Jawoll... Links vom Wolkenmonster in Geseke...
Helligkeit 2, Höhe 6-8 Grad, Azimut 320-340 Grad...

23:50 MESZ
Edit: ich hatte die letzten drei Tage immer gehofft, dass ich mal NLCs mit Mond aufnehmen kann. Leider steht der Mond zu weit westlich... Deswegen musste ich mal ein Panorama erstellen. 3 Bilder... Links der Mond, in der Mitte die NLCs, rechts Capella...

Mal wieder Mitternacht...!
Jawoll... Links vom Wolkenmonster in Geseke...
Helligkeit 2, Höhe 6-8 Grad, Azimut 320-340 Grad...

23:50 MESZ
Edit: ich hatte die letzten drei Tage immer gehofft, dass ich mal NLCs mit Mond aufnehmen kann. Leider steht der Mond zu weit westlich... Deswegen musste ich mal ein Panorama erstellen. 3 Bilder... Links der Mond, in der Mitte die NLCs, rechts Capella...

Mal wieder Mitternacht...!
Zuletzt geändert von Thorsten Gaulke am 26. Jun 2020, 22:29, insgesamt 4-mal geändert.
Gruß Thorsten
circa N51°39' E008°31'
Erstes PL: 17.11.1989
Erste (bewusste) NLCs: 28.06.2007
Seit intensiverer Beobachtung - auch mit "Annke":
2025: N8 mit PL 15 | N8 mit NLC 0
2024: 30 | 16
2023: 18 | 16
2022: 0 | 20
circa N51°39' E008°31'
Erstes PL: 17.11.1989
Erste (bewusste) NLCs: 28.06.2007
Seit intensiverer Beobachtung - auch mit "Annke":
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Re: NLC 2020-06-26/27
Ah, im oberen Teil leicht links sind leichte NLC erkennbar. Richtig?
- Jannick Bruhns
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Re: NLC 2020-06-26/27
Flensburg, visuell sehr leicht sichtbar, werden grad stärker. Nord, rund um Capella
Bericht von Kumpel: Standort Großenwiehe, Richtung N/W, Beobachtungzeit 23:50-00:20 MESZ, auch leicht über Horizont (nichts genaueres)- StefanK
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Re: NLC 2020-06-26/27
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- StefanK
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Re: NLC 2020-06-26/27
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Re: NLC 2020-06-26/27
Moin von Helgoland !
Um Mitternacht herum wieder NLC westlich der Insel.
Schönes WE.
Um Mitternacht herum wieder NLC westlich der Insel.
Schönes WE.
Re: NLC 2020-06-26/27
Ich glaube, ich habe meine erste NLC gesichtet:
https://netzdeponie.de/cloud/s/3sP4HR3nkyPQePG
Leider sehr schwach, aber immerhin. Liege ich mit meiner Annahme richtig?
Bei dem bin ich mir nicht sicher. Ich glaube, das ist nur Lichtverschmutzung:
https://netzdeponie.de/cloud/s/zdCFm4G4M5FqGyx
Ort: Oldenburg
Uhrzeit: 0:22 und das Zweite um 1:29
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Leider sehr schwach, aber immerhin. Liege ich mit meiner Annahme richtig?
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Re: NLC 2020-06-26/27
Schlüttsiel

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Re: NLC 2020-06-26/27
Moin zusammen,
von mir gibt es diesmal einen sehr dürftigen Beleg. Beim Nachtwandern, an einer Lichtung, habe ich mein Smartphone aus der Hosentasche gezogen und freihand eine Aufnahme erstellt. Der helle Vordergrund ist meiner Kopflampe geschuldet und obliegt keiner schlechten künstlerischen Ambition.
Standort: bei Lübbecke
Beobachtungszeitraum: 23:57-23:59 MESZ
Max. erfassbare Helligkeit: f (um 23:58 MESZ)
Max. erfassbare Höhe: 5° (um 23:58 MESZ)
Azimut der erfassbaren NLC: 356°-6° (um 23:58 MESZ)
Hinweis: Punktuelle Belegsicherung, keine umfassende Beobachtung. Der angegebene Azimut deckt die für mich sicheren NLC ab, weiter gen NNW standen die schöneren NLC-Strukturen (siehe bspw. Thorsten's Sichtung), aber diese standen für mich nicht erfassbar hinter Bäumen.
Viele Grüße
Jørgen
von mir gibt es diesmal einen sehr dürftigen Beleg. Beim Nachtwandern, an einer Lichtung, habe ich mein Smartphone aus der Hosentasche gezogen und freihand eine Aufnahme erstellt. Der helle Vordergrund ist meiner Kopflampe geschuldet und obliegt keiner schlechten künstlerischen Ambition.
Standort: bei Lübbecke
Beobachtungszeitraum: 23:57-23:59 MESZ
Max. erfassbare Helligkeit: f (um 23:58 MESZ)
Max. erfassbare Höhe: 5° (um 23:58 MESZ)
Azimut der erfassbaren NLC: 356°-6° (um 23:58 MESZ)
Hinweis: Punktuelle Belegsicherung, keine umfassende Beobachtung. Der angegebene Azimut deckt die für mich sicheren NLC ab, weiter gen NNW standen die schöneren NLC-Strukturen (siehe bspw. Thorsten's Sichtung), aber diese standen für mich nicht erfassbar hinter Bäumen.
Viele Grüße
Jørgen
Meine Beobachtungen: Himmelsbeobachtung.net
Re: NLC 2020-06-26/27
Hallo Thomas,ThomasK hat geschrieben: ↑27. Jun 2020, 01:25 Ich glaube, ich habe meine erste NLC gesichtet:
https://netzdeponie.de/cloud/s/3sP4HR3nkyPQePG
Leider sehr schwach, aber immerhin. Liege ich mit meiner Annahme richtig?
Bei dem bin ich mir nicht sicher. Ich glaube, das ist nur Lichtverschmutzung:
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Ort: Oldenburg
Uhrzeit: 0:22 und das Zweite um 1:29
Glückwunsch zu Deiner ersten NLC (Bild 1)!
Ich hoffe, daß Du bald mehr zu Gesicht bekommst.
Mit Bild 2 kann ich nicht viel anfangen. Das meiste sind offensichtliche Kontrasteffekte in den horizontalen Dunststreifen ohne Struktur.
Wenn Du das meinst, dann sehe ich dort keine NLC. Ein versteckter Fetzen sonst irgendwo im Bild ist mir nicht aufgefallen.
Schwierig macht es auch der "Weichzeichnereffekt" (Tau auf der Linse?).
Gruß, Olaf
https://3sky.de/NLC/Noctilucent_Clouds.html#REALTIME
Meine PL, NLC, PSC-Beobachtungen, Wetterlinks u.a.: https://3sky.de
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Rostock Re: NLC 2020-06-26/27
Aufgrund der nicht prickelnden Umgebungsbedingungen wartete ich nur bis kurz nach den Kamerastarts und ließ diese dann alleine.
Eine Kontrolle später gegen 01 UT zeigte zu viele Wolken im Vordergrund.
Der Westsektor zeigte generell bessere Bedingungen.
Hier zeigten sich auch die ersten NLC bei AZI 290/300 ab min. 21:48 UT tief zwischen Wolken. Später dann auch mehr in NW und je nach Bewölkung entlang des N-Horizontes.
Eine max. Höhe gebe ich für AZI ca. 340/350 mit 9° in einer Lücke so zwischen etwa 21:45 - 22:05 UT.
Alle Bilder zeigen nur Ausschnitte und sind mittels Autokorrektur nachbearbeitet und verkleinert.
Eine Kontrolle später gegen 01 UT zeigte zu viele Wolken im Vordergrund.
Der Westsektor zeigte generell bessere Bedingungen.
Hier zeigten sich auch die ersten NLC bei AZI 290/300 ab min. 21:48 UT tief zwischen Wolken. Später dann auch mehr in NW und je nach Bewölkung entlang des N-Horizontes.
Eine max. Höhe gebe ich für AZI ca. 340/350 mit 9° in einer Lücke so zwischen etwa 21:45 - 22:05 UT.
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Re: NLC 2020-06-26/27
Hallo zusammen,
da alle Parameter passten, war ich schon deutlich vor 23 Uhr MESZ an meinem Beobachtungsplatz auf dem Huntedeich bei Wardenburg. Es war quasi noch hell, so hieß es erst einmal warten.
Der Wetterbericht sagte einen klaren Himmel voraus, vor Ort bewegte sich aber eine Wolkenfront aus Westen gen Norden. Die tiefliegenden, dichten Wolken zogen zum Glück langsam und waren am Auflösen begriffen, sodass eine schnelle Hochrechnung ergab, dass diese Wolken meine Beobachtungen nicht stören werden. Nur ein Wolkenband weiter im Zenit zog schnell herbei. Gegen 23:40 stand es dann Richtung Westen, wo sich auch eine erste Aufhellung erkennen ließ. Visuell hätten dieses auch Cirrus-Wolken sein können, aber fotografisch waren deutlich NLC-Strukturen auszumachen. Da waren sie!
Im Laufe der nächsten halben Stunde wurden sie immer heller, im Maximum 3, wenn nicht sogar 4. Sie waren nur nicht so auffällig, da sie tief am Horizont standen und sehr kleinflächig waren.
Ab etwa 00:15 Uhr MESZ fingen die NLC an zu verblassen.
Zwischenzeitlich waren auch weitere Felder Richtung Norden zu erkennen. Eventuell war es ein größeres Feld, allerdings sehr tiefstehend und in der Dämmerung verschwindend.
Die allgemeinen Daten:
Standort: Wardenburg bei Oldenburg, auf dem Huntedeich mit freier Rundumsicht
Beobachtungszeit: 22:45 Uhr MESZ bis 00:40 MESZ
Die fotografische Dokumentation:
Auf der ersten Aufnahme um 23:40 Uhr MESZ waren leichte NLC-Strukturen Richtung 295° West auszumachen. Die Höhe betrug etwa 10°.
50 mm, f/2.0, 2.0 sec, ISO 200

Um 0:10 Uhr MESZ war ungefähr die größte Helligkeit erreicht. Deutlich war der diagonale Streifen zu erkennen. Wären die NLC größer gewesen, wären sie sicher auch Zufallsbeobachtern aufgefallen. Horizontnah und klein waren sie eher was für Eingeweihte. Helligkeit also 3, vielleicht sogar 4.
Die Ausdehnung des westlichen Feldes betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 290° bis 320°. Die Höhe ging bis 7°.
Die Cirren in der oberen Bildhälfte (a Lyn) unterscheiden sich doch deutlich von den NLC über den Bäumen. Sie haben zwar auch feine Strukturen, aber die Leuchtkraft und der Kontrast fehlt den Cirren. Und in einem Zeitraffer bzw. bei den einzelnen Fotos kann man deutlich die unterschiedlichen Zuggeschwindigkeiten sehen. Die NLC verharren mehr oder weniger an einem Ort, die Cirren ziehen von Links nach Rechts durch die Bilder.
50 mm, f/2.0, 8.0 sec, ISO 400

Zwischenzeitlich gab es die Sichtung eines weiteren Feldes Richtung Norden. Dieses war wesentlich lichtschwächer. Die Helligkeit würde ich hier mit einer 1 beschreiben. Die ersten Aufnahmen von diesem Feld habe ich gegen Mitternacht gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass zwischen dem westlichen, hellen Feld und dem nördlichen, unscheinbaren Feld noch weitere NLC-Strukturen zu erkennen sind, die sich jedoch irgendwo in der Dämmerung verlieren. Daher habe ich eine Panorama-Aufnahme um 00:15 Uhr MESZ gemacht.
Die Ausdehnung des westlichen Feldes betrug weiter 290° bis 320°, Höhe bis 7°, Helligkeit 3.
Die Ausdehnung des nördlichen Feldes betrug etwa 355° bis 6°, Höhe bis 6°, Helligkeit 1.
Dazwischen lassen sich immer wieder leichte NLC-Strukturen erkennen, insbesondere unter DU Lyn auf 330°, Höhe vielleicht 4°. Auf die Beschriftung in dem Bild habe ich verzichtet, diese ist aber in dem großen Bild (Link) zu finden.

Und in groß mit Beschriftung:
http://extern.ralfkuennemann.de/Images/ ... -gross.jpg
Gegen 00:30 Uhr MESZ trat rechts neben dem westlichen Feld eine Struktur auf, die um 00:15 Uhr MESZ nur schwach zu sehen war, jetzt aber deutlich. Diese NLC-Struktur stand unter Alsciaukat bis in eine Höhe von etwa 5°. Die Helligkeit dürfte bei 1 oder 2 gelegen haben.
50 mm, f/2.0, 8.0 sec, ISO 400

Insgesamt war es ein sehr interessanter Abend, der einige Entwicklungen in den NLC-Strukturen erkennen ließ. Schade, dass die NLC so tief über dem Horizont standen, ansonsten wäre sicher mehr drin gewesen.
Mal sehen, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln wird, die Prognosen sind nicht so toll.
Viele Grüße und cs
Ralf
da alle Parameter passten, war ich schon deutlich vor 23 Uhr MESZ an meinem Beobachtungsplatz auf dem Huntedeich bei Wardenburg. Es war quasi noch hell, so hieß es erst einmal warten.
Der Wetterbericht sagte einen klaren Himmel voraus, vor Ort bewegte sich aber eine Wolkenfront aus Westen gen Norden. Die tiefliegenden, dichten Wolken zogen zum Glück langsam und waren am Auflösen begriffen, sodass eine schnelle Hochrechnung ergab, dass diese Wolken meine Beobachtungen nicht stören werden. Nur ein Wolkenband weiter im Zenit zog schnell herbei. Gegen 23:40 stand es dann Richtung Westen, wo sich auch eine erste Aufhellung erkennen ließ. Visuell hätten dieses auch Cirrus-Wolken sein können, aber fotografisch waren deutlich NLC-Strukturen auszumachen. Da waren sie!
Im Laufe der nächsten halben Stunde wurden sie immer heller, im Maximum 3, wenn nicht sogar 4. Sie waren nur nicht so auffällig, da sie tief am Horizont standen und sehr kleinflächig waren.
Ab etwa 00:15 Uhr MESZ fingen die NLC an zu verblassen.
Zwischenzeitlich waren auch weitere Felder Richtung Norden zu erkennen. Eventuell war es ein größeres Feld, allerdings sehr tiefstehend und in der Dämmerung verschwindend.
Die allgemeinen Daten:
Standort: Wardenburg bei Oldenburg, auf dem Huntedeich mit freier Rundumsicht
Beobachtungszeit: 22:45 Uhr MESZ bis 00:40 MESZ
Die fotografische Dokumentation:
Auf der ersten Aufnahme um 23:40 Uhr MESZ waren leichte NLC-Strukturen Richtung 295° West auszumachen. Die Höhe betrug etwa 10°.
50 mm, f/2.0, 2.0 sec, ISO 200

Um 0:10 Uhr MESZ war ungefähr die größte Helligkeit erreicht. Deutlich war der diagonale Streifen zu erkennen. Wären die NLC größer gewesen, wären sie sicher auch Zufallsbeobachtern aufgefallen. Horizontnah und klein waren sie eher was für Eingeweihte. Helligkeit also 3, vielleicht sogar 4.
Die Ausdehnung des westlichen Feldes betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 290° bis 320°. Die Höhe ging bis 7°.
Die Cirren in der oberen Bildhälfte (a Lyn) unterscheiden sich doch deutlich von den NLC über den Bäumen. Sie haben zwar auch feine Strukturen, aber die Leuchtkraft und der Kontrast fehlt den Cirren. Und in einem Zeitraffer bzw. bei den einzelnen Fotos kann man deutlich die unterschiedlichen Zuggeschwindigkeiten sehen. Die NLC verharren mehr oder weniger an einem Ort, die Cirren ziehen von Links nach Rechts durch die Bilder.
50 mm, f/2.0, 8.0 sec, ISO 400

Zwischenzeitlich gab es die Sichtung eines weiteren Feldes Richtung Norden. Dieses war wesentlich lichtschwächer. Die Helligkeit würde ich hier mit einer 1 beschreiben. Die ersten Aufnahmen von diesem Feld habe ich gegen Mitternacht gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass zwischen dem westlichen, hellen Feld und dem nördlichen, unscheinbaren Feld noch weitere NLC-Strukturen zu erkennen sind, die sich jedoch irgendwo in der Dämmerung verlieren. Daher habe ich eine Panorama-Aufnahme um 00:15 Uhr MESZ gemacht.
Die Ausdehnung des westlichen Feldes betrug weiter 290° bis 320°, Höhe bis 7°, Helligkeit 3.
Die Ausdehnung des nördlichen Feldes betrug etwa 355° bis 6°, Höhe bis 6°, Helligkeit 1.
Dazwischen lassen sich immer wieder leichte NLC-Strukturen erkennen, insbesondere unter DU Lyn auf 330°, Höhe vielleicht 4°. Auf die Beschriftung in dem Bild habe ich verzichtet, diese ist aber in dem großen Bild (Link) zu finden.

Und in groß mit Beschriftung:
http://extern.ralfkuennemann.de/Images/ ... -gross.jpg
Gegen 00:30 Uhr MESZ trat rechts neben dem westlichen Feld eine Struktur auf, die um 00:15 Uhr MESZ nur schwach zu sehen war, jetzt aber deutlich. Diese NLC-Struktur stand unter Alsciaukat bis in eine Höhe von etwa 5°. Die Helligkeit dürfte bei 1 oder 2 gelegen haben.
50 mm, f/2.0, 8.0 sec, ISO 400

Insgesamt war es ein sehr interessanter Abend, der einige Entwicklungen in den NLC-Strukturen erkennen ließ. Schade, dass die NLC so tief über dem Horizont standen, ansonsten wäre sicher mehr drin gewesen.
Mal sehen, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln wird, die Prognosen sind nicht so toll.
Viele Grüße und cs
Ralf
Re: NLC 2020-06-26/27
Exakt das meinte ich beim zweiten Bild. Hätte es genau so auch gedeutet. Hab aber noch keine Erfahrungswerte. Die Bestätigung hilft mir. Danke! Bei dem Zweiten ist was schief gelaufen. Hatte es mit dem Smartphone nur schnell konvertieren wollen. Am Rand war aber auch nichts weiteres zu erkennen. Ist mir heute Nacht nicht aufgefallen, sorry.OlafS hat geschrieben: ↑27. Jun 2020, 10:16Hallo Thomas,ThomasK hat geschrieben: ↑27. Jun 2020, 01:25 Ich glaube, ich habe meine erste NLC gesichtet:
https://netzdeponie.de/cloud/s/3sP4HR3nkyPQePG
Leider sehr schwach, aber immerhin. Liege ich mit meiner Annahme richtig?
Bei dem bin ich mir nicht sicher. Ich glaube, das ist nur Lichtverschmutzung:
https://netzdeponie.de/cloud/s/zdCFm4G4M5FqGyx
Ort: Oldenburg
Uhrzeit: 0:22 und das Zweite um 1:29
Glückwunsch zu Deiner ersten NLC (Bild 1)!
Ich hoffe, daß Du bald mehr zu Gesicht bekommst.
Mit Bild 2 kann ich nicht viel anfangen. Das meiste sind offensichtliche Kontrasteffekte in den horizontalen Dunststreifen ohne Struktur.
Wenn Du das meinst, dann sehe ich dort keine NLC. Ein versteckter Fetzen sonst irgendwo im Bild ist mir nicht aufgefallen.
Schwierig macht es auch der "Weichzeichnereffekt" (Tau auf der Linse?).
Gruß, Olaf
- Henning Untiedt
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- Registriert: 18. Mär 2015, 07:04
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Re: NLC 2020-06-26/27
Hallo zusammen.
Wieder eine tolle Nacht an der Steilküste Hubertsberg. Nahezu windstill, Temperatur nich untert 18° C, nur die NLC's wollten nicht so richtig in Erscheinung treten.
Bei der Beobachtung habe ich mich auf das nördlichere Feld beschränkt, was zwar nicht so hoch stand, ich aber vielversprechender von der Struktur und der möglichen Entwicklung hielt. Passiert ist aber nicht viel, eigentlich nix.... Zwei Belegbilder für die Statistik:
Beobachtungszeit: 22:30-0:30 UTC
Azimut: 350°-7°
Höhe: 5-6 °
Helligkeit: überwiegend 1, ganz kurz, vllt 20 Min H2
Fazit: bisher hatte ich ein sicheres Händchen, die "schöneren" Displays zu verpassen. Ob heute noch 'was geht nach Durchzug der Gewitterfronten ?
Gruss in die Runde von
Henning
Wieder eine tolle Nacht an der Steilküste Hubertsberg. Nahezu windstill, Temperatur nich untert 18° C, nur die NLC's wollten nicht so richtig in Erscheinung treten.
Bei der Beobachtung habe ich mich auf das nördlichere Feld beschränkt, was zwar nicht so hoch stand, ich aber vielversprechender von der Struktur und der möglichen Entwicklung hielt. Passiert ist aber nicht viel, eigentlich nix.... Zwei Belegbilder für die Statistik:
Beobachtungszeit: 22:30-0:30 UTC
Azimut: 350°-7°
Höhe: 5-6 °
Helligkeit: überwiegend 1, ganz kurz, vllt 20 Min H2
Fazit: bisher hatte ich ein sicheres Händchen, die "schöneren" Displays zu verpassen. Ob heute noch 'was geht nach Durchzug der Gewitterfronten ?
Gruss in die Runde von
Henning
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