Gerade heute habe ich mich wieder einmal gefragt, wie hoch denn die Sonne steht, als ich einen 22er Halo betrachtete. Im Forum scheint ihr immer ziemlich genau bescheid zu wissen.
Wie macht ihr das denn?
Mir fallen nur zwei Dinge spontan ein.
1.) Arm ausstrecken, Daumen und kl. Finger Spreizen und "bis zur Sonne hinauf hangeln". Dabei mitzählen und gegen eine "Eichung" aufrechnen.
2.) Uhrzeit aufschreiben (und Koordinaten, wenn man in der Fremde ist) und die Sonnenhöhe mit einem Astronomieprogramm ausrechnen (lassen).
Also, wie macht ihr es?
Euer neugieriger Mitch aus Bonn.
Wie bestimmt ihr die Sonnenhöhe
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Claudia
Mit einem Astronomieprogramm
ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Denn bei der Freihandmethode kann man sich doch leicht verschätzen. Und gerade bei der Bestimmung von Haloarten können 10° Unterschied von Bedeutung sein.
Marks Programm HALOSKY (Download unter http://www.meteoros.de/akm/material.htm ) verbindet übrigens ein Astronomieprogramm zur Berechnung der Sonnenhöhe mit der Halosimulation. Mit der Animation kann man auch sehr schön die Veränderungen der einzelnen Haloarten bei sich ändernder Sonnenhöhe verfolgen.
Viele Grüße
Claudia
Marks Programm HALOSKY (Download unter http://www.meteoros.de/akm/material.htm ) verbindet übrigens ein Astronomieprogramm zur Berechnung der Sonnenhöhe mit der Halosimulation. Mit der Animation kann man auch sehr schön die Veränderungen der einzelnen Haloarten bei sich ändernder Sonnenhöhe verfolgen.
Viele Grüße
Claudia
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Thorsten Falke (Helgoland)
3.) Kopfrechnen im Felde
Hallo Mitch,
nunja, Kopfrechnen ist bei mir total übertrieben, ich bin froh, dass es Taschenrechner gibt, die mir dieses gesine und gecosinusse abnehmen. Die von dir erwähnten Astronomieprogramme werden es aber wohl wie folgt oder ähnlich ausrechnen.
Da die Formatierungen beim kopieren und einfügen flöten gegangen sind, ist dieser Text auch unter www.duene1.de/pl/sonnenhoehe.htm nach zu lesen.
Quelle: "Einfache Rechenbeispiele für Sternfreunde" von Siegfried Peterseim
j = geographische Breite des Beobachtungsortes
d = Gestirnsdeklination
t = Gestirnsstundenwinkel = J - a = Sternzeit - Rektaszension
dann gilt für Höhe h:
sin h = sinj * sind + cosj * cosd *cos t
Als Beispiel Helgoland am 15.5.2002 um 13 Uhr MESZ:
j = ~ 54°
Sonnenkoordinaten aus Kosmos Himmelsjahr a = 3h 26m = 51,5°
d = + 18,8°
Sternzeit am 15.5. zur Bezugszeit 21 Uhr MESZ auf 10° Ost = 11h 13m
Korrektur auf 8° Ost (Helgoland) ~ -10m = 11h 03m
Sternzeit J (13h Mesz) = 11h 03m - 8h = 3h 03m = 3,05h = 45,75°
Daraus folgt:
sin h = sin(54°) * sin(18,8°) + cos(54°) * cos(18,8°) * cos(45,75° - 51,75° )
sin h= 0,814
h = 54,49°
das ist die Sonnenhöhe am 15.5.2002 um 13 Uhr MESZ auf Helgoland.
Gruß von der Düne
Thorsten
nunja, Kopfrechnen ist bei mir total übertrieben, ich bin froh, dass es Taschenrechner gibt, die mir dieses gesine und gecosinusse abnehmen. Die von dir erwähnten Astronomieprogramme werden es aber wohl wie folgt oder ähnlich ausrechnen.
Da die Formatierungen beim kopieren und einfügen flöten gegangen sind, ist dieser Text auch unter www.duene1.de/pl/sonnenhoehe.htm nach zu lesen.
Quelle: "Einfache Rechenbeispiele für Sternfreunde" von Siegfried Peterseim
j = geographische Breite des Beobachtungsortes
d = Gestirnsdeklination
t = Gestirnsstundenwinkel = J - a = Sternzeit - Rektaszension
dann gilt für Höhe h:
sin h = sinj * sind + cosj * cosd *cos t
Als Beispiel Helgoland am 15.5.2002 um 13 Uhr MESZ:
j = ~ 54°
Sonnenkoordinaten aus Kosmos Himmelsjahr a = 3h 26m = 51,5°
d = + 18,8°
Sternzeit am 15.5. zur Bezugszeit 21 Uhr MESZ auf 10° Ost = 11h 13m
Korrektur auf 8° Ost (Helgoland) ~ -10m = 11h 03m
Sternzeit J (13h Mesz) = 11h 03m - 8h = 3h 03m = 3,05h = 45,75°
Daraus folgt:
sin h = sin(54°) * sin(18,8°) + cos(54°) * cos(18,8°) * cos(45,75° - 51,75° )
sin h= 0,814
h = 54,49°
das ist die Sonnenhöhe am 15.5.2002 um 13 Uhr MESZ auf Helgoland.
Gruß von der Düne
Thorsten
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