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Ich hatte mein Auto voll beladen Laptop, Webcam, Fotokamera, Fernglas
10x50, den großen (150/1200mm) und kleinen Refraktor (50/300mm) und einige
Objektive.
Leider war's nicht mehr so schön wie gestern und es blieb einiges im Wagen.
Nur die Refraktoren und das Fernglas kamen zum Einsatz.
Alois war schon da, als ich gegen 21:40 Uhr MESZ ankam, er hatte schon
seinen Dobsonaufgebaut und schon einige Bilder von der Venus und vom Jupiter
gemacht - sahen sehr gut aus.
Ich habe sogleich mein Fernglas geholt und über Procyon gleich den Kometen
wieder entdeckt. War schon sehr leicht zu finden und ich konnte einen kleinen
Schweifansatz ausmachen. Es war noch recht hell und ich baute daher beide
Refraktoren auf - der kleine sollte mal wieder zeigen was er kann und ich nicht
vermutet hätte, dass er zu solchen Leistungen fähig wäre (z.B. war am Saturn die
Cassiniteilung rundum deutlich zu sehen und auch das Trapez im Orionnebel mit
vier seiner Sterne zeigte mir der Kleine).
Also den kleinen gleich mal auf die Venus gerichtet bevor diese wieder hinter
Wolken kurzzeitig verschwand - die Sichel war sehr schön und scharf zu erkennen
- sogar Alois war von der Leistung des Kleinen überrascht.
Aber nun wollte ich mit meinem 6"Zöller den Kometen sehen - mittlerweile war es
schon kurz nach 22 Uhr MESZ, es wurde schon Dunkler aber weiter Wolken hatte sich
gerade vor den Kometen gesetzt - also habe ich umgeschwenkt zur Venus und diese
bei 100-fach angesehen - sehr schön ... freue mich schon auf den 21. Mai, wenn
die Mondsichel die Venussichel bedeckt.
Ahh - die Wolken haben den Kometen wieder freigegeben - schnell umgeschwenkt und
schon war er im Gesichtsfeld - hmmm - etwas dunkel und sehr groß - eha ! Ich hab
ja noch die 100-fache Vergrößerung noch drinnen, also schnell das Okular
gewechselt und schon konnte ich NEAT in seiner ganzen bescheidenen Pracht genießen.
Es ist gerade 22:30 Uhr MESZ und die Eigenbewegung konnte man schon sehr gut
erkennen.
Auch durch Alois F5 Dobson war er schön zu sehen, vor allem auch heller -
F5 halt
Dann blickte ich wieder mit bloßem Auge in Richtung Komet und konnte diesen als
kleinen aber deutlichen Watteballnebel erkennen - mein 3. visueller Komet und mein
5. von mir beobachteter Komet.
So und nun zum kleinen Refraktor, mal sehen was du am Kometen leistest. Die
Einstellung mit meinem Superleichtfotostativ war nicht einfach - da muss mal was
Besseres her - und die Scharfstellung ging über die Venus. Dann richtete ich den
Minirefraktor auf den Kometen .... zuerst Procyon gesichtet ... etwas höher ...
stopp ... da war doch was ... und da war er wirklich, ich konnte den Kometen als
schönen aber nicht sehr hellen Nebelfleck sehen doch leider waren schon wieder böse
Wolken da, die mir die Sicht wohl für den Rest der Nacht verwehren würden.
Also bin wieder zu meinem großen Refraktor und habe mir noch einige M's
(wie z.B. M57) angesehen. Doch wollte ich eigentlich den Kometen K4 im Schwan bei
Eta Cgyni ansehen, aber da ich meine Aufsuchkarten leider nicht mit hatte - liegen
gut hergerichtet dahoam auf'm Tisch, grrr - und ich die Position nicht genau genug
kannte, stellte ich die Suche ein. Nun war es schon Mitternacht und vom Norden
näherten sich mit ständigem Wetterleuchten eine dicke Wolkenwand. Wir beschlossen
abzubauen auch wenn noch einige Wolkenlücken mit teilweise sehr sehr gutem Seeing
uns zur Beobachtung aufforderten.
Gegen 0:30 Uhr MESZ brachen wir auf.
An diejenigen, die sich nicht heraustrauten wegen der Wetterlage ...
- A bisserl wos geht ollaweil ! -