Aufbruch zum Mond

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Ulrich Rieth
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Aufbruch zum Mond

Beitrag von Ulrich Rieth » 9. Jan 2004, 08:38

Hallo!

Jetzt scheint es langsam offiziell zu werden. Die USA beginnen einen neuen Wettlauf zum Mond.
Auf CNN gibt es unter http://www.cnn.com/2004/TECH/space/01/0 ... index.html bereits ein paar Infos.
Nächste Woche wird Mr. Bush dann wohl eine größere Rede halten.
Die Gerüchte gibt es ja schon seit längerem. Zuerst sollte es beim 100-jährigen Jubiläum des Motorfluges sein. Das wurde aber immer dementiert.
Naja, jetzt wird aber auf einmal nicht mehr dementiert, also wird schon was wahres dran sein.
Mal gespannt, wo er das Geld hernehmen will.
Schöne Grüße

Ulrich

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Sebastian Lilienthal
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Mond

Beitrag von Sebastian Lilienthal » 9. Jan 2004, 08:58

Hallo,

die Nachricht ist jetzt auch in deutscher Sprache verfügbar :)
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/a ... 37,00.html

Grüße,

Sebastian

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Christoph Prall
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Warum eine Station auf dem Mond ?

Beitrag von Christoph Prall » 9. Jan 2004, 20:03

Hallo Leute,

warum will jetzt Bush eine Station auf dem Mond errichten,
ich verstehe das nicht so recht. Nicht das ich was dagegen hätte
aber erst stoppt er duch die Kürzung des NASA Haushalts die Entwicklung des X38 ( ISS Rettungskapsel ) und jetzt kommt er mit so was ?

Bin ich da nur falsch informiert oder wie schätzt ihr das ein ?
Hat das vielleicht mir bevorstehenden Wahlen zu tun ?
cya and REDGREEN skies
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Gunnar Glitscher
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Lieber Erster als Zweiter...

Beitrag von Gunnar Glitscher » 10. Jan 2004, 02:23

Hallo Christoph,

außer dem wissenschaftlich-technischem Fortschritt geht es bei der Raumfahrt auch um's Prestige. Die zielgerichteten Aktivitäten anderer Raumfahrtorganisationen in Punkto Mond und Mars zwingen die Amerikaner zu vermehrter Aktivität, wenn sie nicht in nicht allzu ferner Zukunft hinter Anderen herhumpeln wollen. Schon mal auf dem Mond gewesen zu sein und dann jahrzehntelang den lieben Gott 'nen guten Mann sein zu lassen führt irgendwann in Abseits. Was den Mars anbelangt: Auch wenn wir gerade den tollen Erfolg von MER-A erleben - fast hätte Beagle es auch geschafft. Zusammen mit dem MEX Orbiter (übrigens der beste Marsorbiter bisher!) hätte die ESA mit einem Schlag gegenüber der NASA fast gleichgezogen ('fast', da kein Rover dabei war). Was die Sache für das Prestige der NASA pikant macht, ist der Umstand, dass die ESA im Rahmen des Projekts 'Aurora' einen schon recht konkreten Fahrplan für bemannte Flüge in ca. 30 Jahren entwickelt hat, während es bei der NASA (öffentlich) bisher noch keine wirklich konkreten Planungen für die Entsendung von Menschen zum Mars gab. Wegen der langen Planungs-Vorlaufzeit für große Raumfahrtprojekte musste in Amerika nun also mal eine Entscheidung darüber fallen, ob man die Nase vorn behalten, oder ins Abseits geraten möchte. Da auch die Shuttle-Krise JETZT Weichenstellungen für die Zukunft erfordert, ist der Zeitpunkt für die angekündigte Raumfahrtinitiative kein Zufall. Dass bald Wahlen sind, ist für Bush sicher ebenfalls ein Grund, die Situation für einen spektakulären Schritt nach vorn zu nutzen. Die Finanzierung ist denke ich nicht das Problem, denn das Geld wird immer noch auf der Erde ausgegeben und kann, wenn die Sache von NASA und Regierung geschickt angepackt wird, dem Technologiestandort USA einen starken Impuls verleihen. Warten wir mal ab, was uns in wenigen Tagen mitgeteilt wird.

Gruß,
Gunnar

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