Magnetometer-Ausschlag gestern

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Thorsten Schipmann
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Magnetometer-Ausschlag gestern

Beitrag von Thorsten Schipmann » 5. Mär 2004, 22:16

Hallo miteinander,

hat irgendjemand eine Erklärung für die gestrigen Ausschläge des Braunschweiger Magnetometers?

Grafik von gestern:
http://ftp.geophys.nat.tu-bs.de/mrode/2 ... _03_04.gif

Dem starken Ausschlag um 16:00 Uhr folgte noch ein kleiner um 18:00, letzterer allerdings nur im By-Kanal.

Verschiedene SAMs zeigten nur den kleinen Ausschlag um 18:00 in By, so daß ich bereits an eine Störung in Braunschweig dachte, aber in Kiruna und auf einem der Norwegen-Magnetometer (Ny Alesund) zeigten sich ebenfalls stärkere Ausschläge um 16:00.


Im Forum lese ich bereits eine Weile mit und hoffte gestern schon auf ein erklärendes Posting von jemandem...
Da aber bislang nix kam, habe ich mich jetzt registriert und frage mal nach. :wink:

Gruß,

Thorsten

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Ulrich Rieth
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Re: Magnetometer-Ausschlag gestern

Beitrag von Ulrich Rieth » 5. Mär 2004, 22:26

Hallo Thorsten!

Die 16 UTC Ausschläge in M-Rode von gestern waren 100% sicher zivilisatorischer Natur.
Der 18 UTC Ausschlag war dagegen echt, denn, wie Du schon sagst, gab es den auch auf den SAMs.
Wäre der 16 UTC Ausschlag echt gewesen (was aber schon anhand der absoluten Gleichförmigkeit aller Kanäle nicht sein kann), hätte es wohl kräftiges Polarlicht in Australien gegeben.
Der Ausschlag in X entspräche einem K9, der in Y und Z jeweils einem K6.
Der große Ausschlag waren 400nT in knapp 10 Minuten.
Ich bin mir absolut sicher, dass es eine hausgemachte Störung war.
Gruß

Ulrich

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Thorsten Schipmann
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Re: Magnetometer-Ausschlag gestern

Beitrag von Thorsten Schipmann » 5. Mär 2004, 23:15

Hallo Ulrich,

erstmal Danke für die schnelle Antwort!
Dann waren die zeitnahen Ausschläge in Norwegen und Kiruna also rein zufällige Koinzidenzen, ganz zeitgleich waren sie eh nicht...
Damit wäre dann mein Weltbild auch wieder gerade gerückt. :wink:

Noch ganz was anderes:
Gibt es hier irgendjemanden, der sich einen Fluxgate-Sensor selbst gebaut hat? Ich habe vor kurzem mal einen Schaltplan im Web gefunden, aber leider den Link bei einem Rechnerabsturz verloren, der mein Bookmark-File vernichtet hat. (Der Bauplan beschrieb einen zweiachsigen Fluxgate-Sensor mit einem Ringkern.)

Gruß,

Thorsten

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Ulrich Rieth
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Re: Magnetometer-Ausschlag gestern

Beitrag von Ulrich Rieth » 5. Mär 2004, 23:22

Hallo Thorsten!

Ich hab jetzt die Norwegen und Kiruna Daten von gestern nicht überprüft, aber ich denke mal, dass sie deutlich schwächer waren...vielleicht auf der 50nT Skala.
Und der Link den Du vermisst, kann eigentlich nur http://www.sam-europe.de gewesen sein.
Dort findest Du alles über das Projekt SAM (simple aurora monitor).
Einige Leute hier im Forum haben so ein Gerät, ich übrigens auch.
Gruß

Ulrich

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Thorsten Schipmann
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Re: Magnetometer-Ausschlag gestern

Beitrag von Thorsten Schipmann » 5. Mär 2004, 23:42

Hallo Ulrich,


nein, ich meinte nicht die SAM-Seiten, SAM benutzt ja einen fertigen einachsigen Fluxgate Sensor. (bzw. zwei davon für zweiachsige Messungen)

Die von mir gesuchte Seite beschrieb den Bau eines zweiachsigen Sensors und seiner Ansteuerelektronik. Der dort beschriebene Sensor besteht aus einem Ringkern mit durch den Ring gewickelter Erregerwicklung und zwei um 90 Grad versetzten Meßwicklungen die um den gesamten Ringkern herum gelegt sind.

Habe die Seite damals nur über wüste Umwege aus dem Ergebnis einer Google-Suche gefunden,
was mir einfach nicht mehr gelingen will...

Gruß,

Thorsten

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