Mond, Party und Infrarot...

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jens.hackmann
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Mond, Party und Infrarot...

Beitrag von jens.hackmann » 18. Jun 2005, 23:10

Hallo Astrofreunde,

heute wars endlich richtig Sommer *sing*
Nachdem es frühs sehr trist aussah, lockerte die Bewölkung auf und prompt holte ich mir bei einem Spaziergang mit meiner Freundin wieder einen Sonnenbrand im Nacken.

Abends ging es dann zu dem Motorradtreffen "UHU" am See in Hollenbach auf einem kleinen Campingplatz. Weil es wie tagsüber auch so aussah, als würde es auch abends klar werden, nahm ich den Vixen NP-80L samt GP/E mit und auch die 20D. Bei Einbruch der Dunkelheit baute ich Teleskop und sonstiges Equipment auf und hatte eigentlich ständig jemanden am Okular, der den Mond bzw. Jupiter sehen wollte. Das Seeing war grausam, die Luft war noch sehr warm.
In einer freien Minute schliesslich ergriff ich die Gelegenheit und ratterte einige Bilder vom Mond runter. Nach einer kurzen Bearbeitung am PC in PS schaute das Ganze so aus...:

Bild
Canon EOS 20D am NP-80L Refraktor bei 1200 mm Brennweite; t= 1/60 sec bei 200 ASA.

Noch bei Sonnenlicht probierte ich jedoch etwas anderes aus, nämlich die Umgebung im Infrarotlicht. Der aufgehende Mond zeigte sich bei strahlend blauem Himmel über einigen grünen Bäumen so:

Bild
Canon EOS 20D mit EF-S 18-55mm Objektiv bei 55mm und Hoya R72 Infrarotfilter.
t= 25 sec bei 200 ASA, Aufnahmemodus Schwarz-Weiss, Weissabgleich manuell.
Man sieht schön das "Mondgesicht".

Auch den Anblick des gegenüber dem See liegenden Campingplatzes fand ich recht stimmungsvoll, so dass ich versuchte, das Ganze auf Chip zu bannen...:

Bild
Canon EOS 20D mit EF-S 18-55mm Objektiv bei 55mm und Hoya R72 Infrarotfilter.
t= 30 sec bei 200 ASA, Aufnahmemodus Schwarz-Weiss, Weissabgleich manuell.

Mal schauen, wie sich meine IR-Bilder so entwickeln, ich bekam den Filter erst vorgestern, ist also noch Neuland für mich... ;)

Grüsse

Jens

Uli Dzieran
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Beitrag von Uli Dzieran » 18. Jun 2005, 23:20

Moin Jens
Das istdoch mal was anderes, ich finde die Fotos nicht schlecht,eine Frage hätte ich aber, was kostete denn der Filter?

Gruß
Uli
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jens.hackmann
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Beitrag von jens.hackmann » 18. Jun 2005, 23:24

hallo uli,

ich habe den filter hoya r-72 mit 58 mm filtergewinde. dieser kostete mich 34,90 bei meinem fotohändler vor ort. wird aber einheitlicher preis sein.
der filter lässt bei 720 nm noch (bzw. schon) 50% der einfallenden photonen durch...
mal weiter damit rumspielen...

grüsse

jens

Dirk L
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Beitrag von Dirk L » 19. Jun 2005, 00:00

Wenn Du da einen R72 (ich nehme an der laesst alles durch was laenger als 720 nm ist) benutzt hast Du zwar das ganze sichtbare Licht weggenommen, aber das IR kommt trotzdem noch nicht durch zu Deinem CCD chip. Dazu musst Du auch noch den internen IR filter rausnehmen. Das ist allerdings nicht einfach, und vor allem: wenn Du das machst, dann kannst Du Deine Kamera dabei zerstoeren..... Immerhin, hier ist eine Webseite mit einer Anleitung fir die Nikon D70:
http://www.digitalweddingforum.com/ubbt ... ain=259656

--Dirk L

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jens.hackmann
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Beitrag von jens.hackmann » 19. Jun 2005, 06:42

hallo dirk,

danke für deinen beitrag.
seine d-slr zu modifizieren gehört zu einem weit verbreiteten "hobby" von astro- oder ir-fotografen.
der ir-cut filter vor dem cmos-chip der eos oder nikon ist so konzipiert, dass das bild so aussieht, wie es das menschliche auge sieht.
das heisst, die transmissionslinie steigt relativ steil bei etwa 430 nm an und fällt nach ca. 630 nm wieder ab. im uv bzw ir kommt jedoch immer etwas auf den chip. es spielt auch eine rolle, wie steil die durchlasskurve abfällt bzw ansteigt, im nahen infrarot (bei etwa 710 nm) hat man schon eine relativ hohe transmission.
da die transmission wegen des filters jedoch keine kurzen belichtungszeiten zulässt, braucht man ein stativ um die ca. 10 sekunden verschlusszeit verwackelungsfrei durchführen zu können

grüsse

jens

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