PL bei ch - vis. Sichtungen auch in mid lats ???

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Moderator: StefanK

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Ben

PL bei ch - vis. Sichtungen auch in mid lats ???

Beitrag von Ben » 3. Mär 2005, 17:12

Hallo,
habe kürzlich bei Thomas S. gelesen, dass das ch-bedingte PL-Ereignis am 7.2. bis in den süddeutschen Raum photographisch nachweisbar war.
Beschränken sich unbewaffnete Sichtungen auf den norddeutschen-und-dann-aufwärts-Raum?
Oder gabs in der Vergangenheit auch schon mal shows in Mitteldeutschland???
Besteht eigentlich eine inverse Beziehung zwischen Größe eines ch zu density/speed?
Grad in Zeiten eher subtilerer SSp-Performance werden chs (zwangsläufig) interessant :-) Oder ist die ch-Häufigkeit auch an den Minimax-Zyklus gekoppelt?

Vielleicht hat jemand auch einen lohnenden link zur ch-Problematik
Vielen Dank im voraus und Gruss

Bernd

Wolfgang Dzieran
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Beitrag von Wolfgang Dzieran » 3. Mär 2005, 20:18

Hallo Ben,

die "koronalen Löcher" sind Gebiete in der Sonnenkorona, die kälter sind als die Umgebung und auch eine geringere Dichte haben. Letzteres erklärt sich für mich dadurch, dass eben die Teilchen entlang der Magnetfeldlinien aus diesen Löchern so schnell wegfliegen. Warum diese Magnetfeldlinien jedoch scheinbar nicht geschlossen sind und praktisch weit ins Weltall hinein reichen ist für mich noch immer ein Rätsel.

Die Beobachtung dieser Löcher ist ebenfalls schwierig. Früher konnte man die Korona ja nur während Sonnenfinsternissen beobachten, heute hat man da schon mehr Möglichkeiten. So gut erforscht wie andere Sonnenphänomene sind sie aber meines Erachtens noch nicht.

Es scheint so zu sein, dass diese verstärkt während der abfallenden Phase des Sonnenfleckzyklus auftreten.

Ob es eine Beziehung zwischen Größe und Speed wirklich gibt, weiß ich nicht, da könnte es aber sicherlich irgendwo schon wissenschaftliche Arbeiten drüber geben. Obwohl die "Größe" sicherlich schwieriger zu bestimmen sein wird als bei Sonnenflecken.

Gibt man bei google einmal die Begriffe "coronal hole solar cycle" ein bekommt man z.B. diesen Link hier:

http://direct.sref.org/1607-7962/gra/EAE03-A-08367

Wenn Du des englischen mächtig bist, findest Du mit diesen Suchwörtern sicher noch mehr Artikel.

Inwieweit CHs zu sichtbarem Polarlicht auch in Mitteldeutschland führen ? Vielleicht können die Daten, die Peter gesammelt hat, darüber ja Auskunft geben. Meiner Meinung nach ist das nicht ausgeschlossen, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.


Wolfgang
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PeterKuklok
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Beitrag von PeterKuklok » 3. Mär 2005, 22:56

Hallo,

vergangenes Jahr hatte ich mal eine kompakte Übersicht der geomagnetischen Aktivität der letzten 70 Jahre erstellt und hier im Forum gepostet. Man kann dort recht gut erkennen, wann sich besonders ausgeprägte CH-Aktivitäten entfaltet haben.
Ich hab die Grafik eben mal auf den neuesten Stand gebracht: http://www.magnetsturm.de/temp/Geomag_1932-2005.png
Mats aus Stockholm berichtete vor ein paar Jahren hier im Forum, dass die außergewöhnlichen CH-PLs im März, April, Mai 1994 dort zweimal den Zenit erreichten und somit auch in Deutschland visuell sichtbar gewesen sein müssen.

Inwiefern man von der Größe eines CHs oder dem sonstigen visuellen Eindruck (durch EIT, SXI oder früher Yohkoh-Aufnahmen) auf die Qualität des CS schließen kann, weiß ich nicht. Zumindest bin ich, was das belangt, sehr skeptisch.

Grüße
Peter

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