Hallo,
diese Sendung über Schwarze Löcher kam gestern von 22.15 bis 23.00
Uhr im ZDF. Hat sie jemand von euch gesehen?
Ich wollte die in meiner Programmzeitschrift angekündigte Wiederholung
(3.35-4.20) auf Video aufnehmen, aber diese ist leider ausgefallen, weil
das ZDF nur die Rechte für eine einzige Ausstrahlung hatte.
Grüße aus Saarbrücken
Patrick
Einsteins Erben und das Monster aus dem All
Moderator: StefanK
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Patrick Schmeer
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Thorsten Falke, Helgoland
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Hallo!
Ich habe die Sendung nicht von Anfang an gesehen, aber da scheint man nicht viel versäumt zu haben.
Ellenlange Berichte von den Teleskopen auf dem Paranal, ellenlange Berichte über ellenlang verschobene Raketenstarts. Etliche Computersimulationen, gelegentliches Anstoßen mit Champagner, weil wieder mal etwas gelungen war. Vorstellung eines neuen Projektes in der Atacama - Radioastronomie im submillimeterbereich - der Prototyp funktioniert und irgendwann sollen da mal 64 Schüsseln stehen.
Ergebnisse wurden eigentlich gar nicht präsentiert.
Du brauchst es nicht bedauern, das du es nicht aufzeichnen konntest!
Grüße
Thorsten
Ich habe die Sendung nicht von Anfang an gesehen, aber da scheint man nicht viel versäumt zu haben.
Ellenlange Berichte von den Teleskopen auf dem Paranal, ellenlange Berichte über ellenlang verschobene Raketenstarts. Etliche Computersimulationen, gelegentliches Anstoßen mit Champagner, weil wieder mal etwas gelungen war. Vorstellung eines neuen Projektes in der Atacama - Radioastronomie im submillimeterbereich - der Prototyp funktioniert und irgendwann sollen da mal 64 Schüsseln stehen.
Ergebnisse wurden eigentlich gar nicht präsentiert.
Du brauchst es nicht bedauern, das du es nicht aufzeichnen konntest!
Grüße
Thorsten
- Helga Schöps
- Beiträge: 1871
- Registriert: 10. Jan 2004, 14:07
- Wohnort: Steinen (Ba-Wü)
Hallo Patrick,
es hielt sich in Grenzen mit den eigentlichen wissenschaftlichen Informationen. Interessant fand ich , wie die Luftunruhe bei Beobachtungen von der Erde aus ausgeglichen wird . Kopiere dazu mal etwas Text, den ich eben gefunden habe:
Auf der ZDF-Seite steht noch einiges:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,187 ... 51,00.html
Grüße von Helga
es hielt sich in Grenzen mit den eigentlichen wissenschaftlichen Informationen. Interessant fand ich , wie die Luftunruhe bei Beobachtungen von der Erde aus ausgeglichen wird . Kopiere dazu mal etwas Text, den ich eben gefunden habe:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... cke/25463/Die jungen Galaxien aber müssen erst aufgespürt werden. Das ist Aufgabe der Beobachter am Very-Large-Telescope in der Atakamawüste Chiles. Aber selbst dieses Riesenteleskop zeigt frühe Sternsysteme wegen ihrer großen Entfernung nur als kleine, lichtschwache Punkte. Zudem ist das Bild meist sehr verschwommen: Die Luftbewegungen in unserer Atmosphäre streuen das Licht der kosmischen Objekte, bevor es auf die Spiegel der Teleskope trifft. Das ist ein zu schlechtes Bild, wenn man die Entstehung von Galaxien erforschen will. Forscher des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching bei München wollen dieses Problem mit Laser-Licht lösen.
Ihre Apparatur wird die störenden Lufbewegungen in unserer Atmosphäre ausschalten beziehungsweise ausgleichen. Die Idee: Der Laserstrahl projiziert einen künstlichen Stern auf die äußerste Schicht der Erdatmosphäre. Mit diesem Laser-Stern lässt sich dann die Luftunruhe messen. Die Teleskope fangen das Licht des künstlichen Sterns auf. Schnelle Computer analysieren, wie sich sein Bild auf dem Weg zur Erde verzerrt hat. Die Ergebnisse werden an die Elektronik eines Spiegels im Teleskop weitergeleitet. Der Spiegel steuert daraufhin den Störungen entgegen. Bis zu 1000 mal in der Sekunde kann er seine Form verändern.
Auf der ZDF-Seite steht noch einiges:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,187 ... 51,00.html
Grüße von Helga
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Martin Bartholmess
- Beiträge: 23
- Registriert: 10. Nov 2004, 10:44
- Wohnort: Frankfurt am Main
Hier eine Kurzkritik zur Sendung aus der Frankfurter Rundschau vom 2.3.05.
Ich habe die Sendung gesehen und kann mich der Kritik nur anschließen!
>>Erst ein Blick auf einen skelettierten Tierschädel auf durchglühtem Wüstenboden, danach geht es wie einst bei Star Trek im Sauseschritt durchs All - heutige Wissenschaftsfilmer haben gelernt, wie man mit gezielt gesetzten Reizen Aufmerksamkeit erreicht. Der Bezug auf Star Trek ist ja auch so falsch nicht - manch einer hat dort mehr über das Phänomen der Schwarzen Löcher gelernt als weiland in der Schule.
Gern wüsste man, ob auch die Astronomen Reinhard Genzel und Günther Hasinger mit Star Trek aufgewachsen sind. Heute jedenfalls bemühen sie sich im Auftrag des Max-Planck-Instituts, das die Produktion dieses Films unterstützte, um die Erforschung der Schwarzen Löcher. Dabei handelt es sich um kollabierte Sterne, die jede Form von Masse, aber auch das Licht verschlingen und deshalb wie schwarze Löcher erscheinen. Genzel und Hasinger sind die Hauptdarsteller dieses Wissenschaftsabenteuers, das im Observatorium Paranal im südlichen Chile spielt und auf dem Nasa-Gelände in Florida. Tapfer tun sie mit, wenn die Filmautoren Thomas Hies und Gisela Graichen Dramatik herstellen wollen, legen die Stirn kraus, gucken besorgt.
Dazu tönt enervierend aufgeputschte Musik, begleitet von aufgeregt dargebotenen Leerformeln des Kalibers "Die Nacht kann im Fiasko enden. Oder im Triumph." Spätestens wenn der in solchen Fällen gern gebuchte Sprecher Joachim Hoppner wissenschaftliches Gerät mit angedeutetem Tremolo als "Wunderwaffe" lobt, wünscht man ihm umgehend ein Sedativum an, eher: in den Hals.
Das überkandidelte Theater wäre gar nicht nötig. Die Arbeit der Sternenforscher ist faszinierend genug, und die wendige Kameraarbeit von Robert Dinges nebst allerlei Trickaufnahmen machen sie auch optisch so attraktiv, dass nicht nur Hobbyastronomen und Physikstudenten an diesem Beitrag ihre Freude haben werden. Und die Anhänger filmischer Science Fiction dürfen füglich behaupten: Wir haben es gewusst.<<
HARALD KELLER
Ich habe die Sendung gesehen und kann mich der Kritik nur anschließen!
>>Erst ein Blick auf einen skelettierten Tierschädel auf durchglühtem Wüstenboden, danach geht es wie einst bei Star Trek im Sauseschritt durchs All - heutige Wissenschaftsfilmer haben gelernt, wie man mit gezielt gesetzten Reizen Aufmerksamkeit erreicht. Der Bezug auf Star Trek ist ja auch so falsch nicht - manch einer hat dort mehr über das Phänomen der Schwarzen Löcher gelernt als weiland in der Schule.
Gern wüsste man, ob auch die Astronomen Reinhard Genzel und Günther Hasinger mit Star Trek aufgewachsen sind. Heute jedenfalls bemühen sie sich im Auftrag des Max-Planck-Instituts, das die Produktion dieses Films unterstützte, um die Erforschung der Schwarzen Löcher. Dabei handelt es sich um kollabierte Sterne, die jede Form von Masse, aber auch das Licht verschlingen und deshalb wie schwarze Löcher erscheinen. Genzel und Hasinger sind die Hauptdarsteller dieses Wissenschaftsabenteuers, das im Observatorium Paranal im südlichen Chile spielt und auf dem Nasa-Gelände in Florida. Tapfer tun sie mit, wenn die Filmautoren Thomas Hies und Gisela Graichen Dramatik herstellen wollen, legen die Stirn kraus, gucken besorgt.
Dazu tönt enervierend aufgeputschte Musik, begleitet von aufgeregt dargebotenen Leerformeln des Kalibers "Die Nacht kann im Fiasko enden. Oder im Triumph." Spätestens wenn der in solchen Fällen gern gebuchte Sprecher Joachim Hoppner wissenschaftliches Gerät mit angedeutetem Tremolo als "Wunderwaffe" lobt, wünscht man ihm umgehend ein Sedativum an, eher: in den Hals.
Das überkandidelte Theater wäre gar nicht nötig. Die Arbeit der Sternenforscher ist faszinierend genug, und die wendige Kameraarbeit von Robert Dinges nebst allerlei Trickaufnahmen machen sie auch optisch so attraktiv, dass nicht nur Hobbyastronomen und Physikstudenten an diesem Beitrag ihre Freude haben werden. Und die Anhänger filmischer Science Fiction dürfen füglich behaupten: Wir haben es gewusst.<<
HARALD KELLER
Wir sind alle Sternenstaub...
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Roland Harter
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