M 51 - vom naggichen Rohbild zum bunten Endprodukt...

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jens.hackmann
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M 51 - vom naggichen Rohbild zum bunten Endprodukt...

Beitrag von jens.hackmann » 31. Jan 2005, 14:50

Hallo zusammen,

um bei diesem Wetter nicht zu verschimmeln, mich selber bearbeitungstechnisch fit zu halten und auch anderen etwas Bildermässiges zu zeigen, habe ich hier nochmal was über M 51 zusammengestellt. Interessant finde ich hierbei die "Entwicklung" vom unbehandelten Einzelbild zum letztendlichen Pretty Picture (ob meine Bilder pretty sind, müssen andere beurteilen).
Das doch relativ dunkle Rohbild zeigt, dass es noch lange nicht ausbelichtet ist und evtl noch Einiges mehr an Belichtungszeit verträgt. Hier jedoch die Bilder:

Bild
Unbearbeitetes Einzelbild. Canon EOS 300D an 20 Zoll LOMO Spiegel bei f= 5000. 12min bei 800 ASA.

Bild
Bearbeitetes Einzelbild. (Graduationskurve nach oben gequält)

Bild
Bearbeitetes Summenbild.
Hierbei sieht man besonders den Unterschied von Bild #2 zu Bild #3 was das Rauschen angeht. Bild #3 ist eine Mittelung aus vier Bildern mit o.g. Aufnahmebedingungen.

Datei auf meiner Homepage:
http://www.kopfgeist.com/galaxien/digital/m51_03.htm

Ich hoffe, dass es Euch gefällt und würde mich über Kommentare freuen. Ich hoff aber auch dass jetz bei abnehmendem Mond das Wetter endlich mal wieder mitmacht, ich bin vom Galaxienfieber gepackt worden ;)

Grüsse

Jens (kopfgeist)

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Beitrag von Ulrich Rieth » 31. Jan 2005, 16:03

Hallo Jens!

Schöne Aufnahme!
Kannst Du den ganzen HII-Regionen vielleicht noch ein wenig rot geben, die sehen so blau doch ziemlich flau aus.
Gruß

Ulrich

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Beitrag von jens.hackmann » 31. Jan 2005, 16:19

hallo ullrich,

diese bilderreihe wurde mit der 300d gemacht und die ist wie du ja sicher weisst im bereich der h-alpha linie leider sehr schwach. ich habe probiert, einen gewissen anteil an h-alpha rauszukitzeln durch bearbeitung, aber dann wird das restliche bild von unschönen erscheinungen und farbtönen übertyncht. einen weg, diese gebiete doch auf bild zu bannen ist eine wesentlich längere belichtungszeit. und länger belichten werd ich sowieso müssen, wie man anhand des unbearbeiteten rohbildes sehen kann. da is nämlich nur wenig drauf.

grüsse

jens

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Beitrag von Roland Harter » 31. Jan 2005, 17:57

300d gemacht und die ist wie du ja sicher weisst im bereich der h-alpha linie leider sehr schwach
Hat eigentlich irgend jemand aus dem Forum die Astro 300D im Gebrauch oder schon mal Erfahrungen damit gemacht?

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Beitrag von jens.hackmann » 31. Jan 2005, 23:02

du meinst die, aus der der filter ausgebaut wurde?

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Beitrag von Roland Harter » 1. Feb 2005, 08:52

Ja, hab ich letztens mal gesehen http://www.scopequipment.com/hutech.htm
allerdings finde ich den Preis wirklich recht happig.

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Beitrag von jens.hackmann » 1. Feb 2005, 09:13

jo, bei den preisen kann man sich schon glatt hinsetzen. 1350 für eine 300d, bei der lediglich der filter ausgebaut wurde... das kann eigentlich nicht sein. wahrscheinlich haben die sich einige 300d's gekauft zu dem zeitpunkt, als sie noch 1100 euro kostete ;)
aber ehrlich, im netz gibt es zahlreiche anleitungen, wie man den filter selbst entfernen kann.
für mich selbst stellt sich die frage den filter auszubauen aber mit sicherheit nicht, denn ich nutze die 300d für astro- wie auch für alltagszwecke. und auf den autofokus möchte ich nicht verzichten.

grüsse

jens

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Beitrag von Thorsten Schipmann » 3. Feb 2005, 20:39

Hallo Jens,

mal wieder eine beeindruckende Aufnahme von Dir!

Das Entfernen des Kamera-Filters ist übrigens noch aus anderen Gründen problematisch, zum einen, weil sich Staub damit direkt auf der Scheibe des Sensorgehäuses absetzen kann, wo er näher am Fokus liegt und zum anderen, weil der Original-Filter nicht nur ein IR-Block ist, sondern auch ein optischer Tiefpaßfilter (aus doppelbrechendem Material).
In letzterer Funktion dient er als Anti-Aliasing-Filter vor dem Sensor, indem er - grob gesagt - verhindert, daß ein Lichtpunkt feiner als ein Pixel fokussiert werden kann, was Alias-Effekte verhindert.

Ohne diese Tiefpaßwirkung wird ein exakt fokussierter Stern dann unterschiedlich hell und -farbig abgebildet, je nachdem wo er auf dem Sensor landet, zumindest bei Großfeldaufnahmen mit scharfen Objektiven dürfte das auftreten...
Die Alltagstauglichkeit der Kamera beeinträchtigt es natürlich stärker.

2K-Euro für 'ne umgebaute 20D finde ich auch reichlich happig. :shock:

Gruß,
Thorsten

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