Vor 14 Jahren urlaubten wir in Island, unter anderen auch zum Zwecke einer Polarlichtsichtung.
Unvergesslich ist mir die Nacht vom 15./16. September 1990 als wir etwa 8 km nördlich von Egilstadir auf der Bundesstraße 1 (der "Ringstraße") abends bei stürmischen und regnerischen Wetter mit unseren gemieteten Wohnmobil um 19Uhr anhielten um zu übernachten.
Mitten in der Nacht wachte ich auf,sah zum Fenster hinaus und traute meinen Augen nicht.
Der Himmel war völlig wolkenlos und es war völlig windstill und die weisse Polarlichtkrone stand am Himmel. Zahlreiche Bänder erstreckten sich vertikal über den Himmel, oben sehr dünn, sehr hell (die Sterne überdeckend), unbeweglich und zu einen Strahlenkranz vereinigt, gegen den Horizont zu meist ziemlich milchig, teils "wehend" wie ein Vorhang im Wind, teils verschwindend und wieder erscheinend in unregelmäßigen Zeitabständen.
Ganz oben, fast exakt in Himmelsmitte ein "schwarzes Loch"von etwa 10° Durchmesser - die dünnen Strahlen reichten nicht ganz bis ins Zentrum.
Von Mittelnacht bis in die Morgendämmerung war dieses kolossale Schauspiel zu sehen.
Ich hab mal gehört das Forscher festgestellt hätten, daß an Nord- und Südpol das Spiegelbild des jeweils anderen Polarlichtes zu sehen sei.
Wer weiß etwas dazu ?
Außerdem wäre ich noch an möglichst viele Daten der betreffenden Nacht interessiert. ZB. Wetterlage, Sonnenfleckenrelativzahlen, usw.
Wenn jemand dasselbe gesehen und das auch noch fotographisch dokumentiert hätte wäre das überhaupt ganz großartig;-)
Aber da mach ich mir keine Hoffnungen.
Soviel mal fürs Erste.
Spiegelbild von Polarlichtern ?
Moderator: StefanK
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Franz Zappe
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- Daniel Ricke
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Tag Franz!
Wetterlage damals:
http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsreaeur.html
Sonnenfleckenzahlen:
http://www.dxlc.com/solar/solcycle.html
http://www.spacew.com/swim/bigstorm.html
http://science.msfc.nasa.gov/ssl/pad/solar/sunspots.htm
Alle links der Sonnenfleckenzahlen sind von hier:
http://www.naturgewalten.de/aurora.htm
Zu "usw." hab ich auf die schnelle nichts gefunden!
Gruß
Daniel
Wetterlage damals:
http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsreaeur.html
Sonnenfleckenzahlen:
http://www.dxlc.com/solar/solcycle.html
http://www.spacew.com/swim/bigstorm.html
http://science.msfc.nasa.gov/ssl/pad/solar/sunspots.htm
Alle links der Sonnenfleckenzahlen sind von hier:
http://www.naturgewalten.de/aurora.htm
Zu "usw." hab ich auf die schnelle nichts gefunden!
Gruß
Daniel
- PeterKuklok
- Beiträge: 949
- Registriert: 9. Jan 2004, 07:59
- Wohnort: Ffm
Hallo Franz,
hier noch ein Link zu einem Archiv:
http://www.magnetsturm.de/archiv/
Dort kannst Du nachschauen welche Kp-Indizes registriert wurden und somit Rückschlüsse ziehen, wie stark das globale Erdmagnetfeld in der betreffenden Nacht gestört war. Hab eben mal schnell nachgeschaut. Aus geomagnetischer Sicht war die Nacht mehr oder weniger unspektakulär. So weit im Norden widerspricht diese Tatsache allerdings keineswegs Deinen Beobachtungen. Dort oben in den hohen Breiten gibt es ja schon bei relativ kleinen Kp-Werten beeindruckende Polarlicht-Shows zu sehen.
Das mit dem Spiegelbild-Polarlicht stimmt schon und ist vor einigen Jahrzehnten auch fotographisch nachgewiesen worden. Dazu noch ein Lesetipp, Neil Davis hat im "Aurora Watcher's Handbook" diesem Thema mehrere Seiten gewidmet.
Grüße
Peter
hier noch ein Link zu einem Archiv:
http://www.magnetsturm.de/archiv/
Dort kannst Du nachschauen welche Kp-Indizes registriert wurden und somit Rückschlüsse ziehen, wie stark das globale Erdmagnetfeld in der betreffenden Nacht gestört war. Hab eben mal schnell nachgeschaut. Aus geomagnetischer Sicht war die Nacht mehr oder weniger unspektakulär. So weit im Norden widerspricht diese Tatsache allerdings keineswegs Deinen Beobachtungen. Dort oben in den hohen Breiten gibt es ja schon bei relativ kleinen Kp-Werten beeindruckende Polarlicht-Shows zu sehen.
Das mit dem Spiegelbild-Polarlicht stimmt schon und ist vor einigen Jahrzehnten auch fotographisch nachgewiesen worden. Dazu noch ein Lesetipp, Neil Davis hat im "Aurora Watcher's Handbook" diesem Thema mehrere Seiten gewidmet.
Grüße
Peter
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