Anlässlich des Todes des österr. Bergsteigers Heinrich Harrer habe ich u.a. in seinen Berichten über Tibet geblättert. Es ist hier im Sommer 1950 von einem starken Erdbeben und damit verbunden von einem roten Feuerschein am wolkenlosen Himmel die Rede. Bei weiteren Nachforschungen habe ich in der Biographie des Dalai Lama gefunden, dass sich das Ganze am 15. August 1950 abspielte und dass der rote Schein im Nordosten am Himmel zu sehen war.
Kann es sich um ein Polarlicht gehandelt haben? Kann man überhaupt in Tibet (manchmal) Polarlichter sehen?
Für Hinweise dankbar - Roswitha
Historisches Polarlicht
Moderator: StefanK
- andreas hermann
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Dem archiv von Peter Kuklok (http://www.magnetsturm.de/archiv/) ist zu entnehmen, dass es nicht am 15. aber vom 19. auf 20. august 1950 zu einem G4-Sturm gekommen ist.
Ob diese Aktivität ausreichen würde, in Tibet Polarlichtsichtungen zu ermöglichen, ist sicherlich fragwürdig, aber in der großen Höhenlage mit folglich klarem Himmel und der geringen Lichtverschmutzung könnte ich mir einen roten Schein in Horizontnähe durchaus vorstellen,
lg, andreas
Ob diese Aktivität ausreichen würde, in Tibet Polarlichtsichtungen zu ermöglichen, ist sicherlich fragwürdig, aber in der großen Höhenlage mit folglich klarem Himmel und der geringen Lichtverschmutzung könnte ich mir einen roten Schein in Horizontnähe durchaus vorstellen,
lg, andreas
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Roswitha
Danke für den Hinweis auf das Magnetstürme-Archiv von Peter Kuklok. Der 19/20 August für ein großes Polarlicht ist ja recht einleuchtend.
Die Zeitangaben für das Erdbeben in Tibet sind zwar der 15. August 1950, aber laut Harrer gab es tagelang Nachbeben und ich lese in der Autobiographie des Dalai Lama: "Manche Leute berichteten sogar, sie hätten ein seltsames rotes Leuchten am Himmel gesehen". Es ist durchaus möglich, dass das Leuchten erst während der Nachbeben gesehen wurde.
Leider können wir Heinrich Harrer nicht mehr fragen, ob er die Erscheinung eines Polarlichtes in Betracht ziehen könnte.
Die Tibeter jedenfalls deuteten sowohl Erdbeben als auch den Feuerschein am Himmel für ein böses Omen, obwohl Harrer das Erdbeben als etwas völlig Natürliches zu erklären versuchte.
Offen bleibt für mich noch die Frage, ob in Tibet tatsächlich Polarlichter beobachtet werden können bzw. konnten!
Roswitha
Die Zeitangaben für das Erdbeben in Tibet sind zwar der 15. August 1950, aber laut Harrer gab es tagelang Nachbeben und ich lese in der Autobiographie des Dalai Lama: "Manche Leute berichteten sogar, sie hätten ein seltsames rotes Leuchten am Himmel gesehen". Es ist durchaus möglich, dass das Leuchten erst während der Nachbeben gesehen wurde.
Leider können wir Heinrich Harrer nicht mehr fragen, ob er die Erscheinung eines Polarlichtes in Betracht ziehen könnte.
Die Tibeter jedenfalls deuteten sowohl Erdbeben als auch den Feuerschein am Himmel für ein böses Omen, obwohl Harrer das Erdbeben als etwas völlig Natürliches zu erklären versuchte.
Offen bleibt für mich noch die Frage, ob in Tibet tatsächlich Polarlichter beobachtet werden können bzw. konnten!
Roswitha
- Ulrich Rieth
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Hallo Roswitha!
Also wenn man auf Hawaii und auf Teneriffa Polarlichter sehen kann, sollte es in Tibet sicher auch möglich sein.
Die wichtigste Voraussetzung eines dunklen Himmel ist dort auf alle Fälle gegeben.
Einzig die in Richtung Norden doch recht hohen Berge sind für eine horizontnahe Beobachtung recht problematisch.
Da die Kp-Werte allerdings im ostasiatischen Raum sicherlich unterschätzt werden, weil dort die Magnetometer einfach nicht vorhanden sind, könnte ich mir vorstellen, dass es evtl. sogar ein G5 Sturm war und damit ist Polarlicht in Tibet nochmal wahrscheinlicher. Der Sturm ging ja zudem auch über einen ganzen Tag.
Dunkel war es auch in Sachen Mond, denn der ging kurz vor 22 Uhr unter.
Also ich sehe im Moment nichts, weshalb es kein Polarlicht hätte sein können.
Gruß
Ulrich
Also wenn man auf Hawaii und auf Teneriffa Polarlichter sehen kann, sollte es in Tibet sicher auch möglich sein.
Die wichtigste Voraussetzung eines dunklen Himmel ist dort auf alle Fälle gegeben.
Einzig die in Richtung Norden doch recht hohen Berge sind für eine horizontnahe Beobachtung recht problematisch.
Da die Kp-Werte allerdings im ostasiatischen Raum sicherlich unterschätzt werden, weil dort die Magnetometer einfach nicht vorhanden sind, könnte ich mir vorstellen, dass es evtl. sogar ein G5 Sturm war und damit ist Polarlicht in Tibet nochmal wahrscheinlicher. Der Sturm ging ja zudem auch über einen ganzen Tag.
Dunkel war es auch in Sachen Mond, denn der ging kurz vor 22 Uhr unter.
Also ich sehe im Moment nichts, weshalb es kein Polarlicht hätte sein können.
Gruß
Ulrich
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