Gestern abend war endlich einmal wieder der Himmel klar, so ließ das Purpurlicht auch nicht lange auf sich warten. Es war bis ca. 40 Minuten nach Sonnenuntergang sichtbar und mäßig ausgeprägt.
Die Nacht habe ich an der Steilküste bei Dänisch-Nienhof verbracht und bekam viel neues vor die Linse. Das Polarlicht klammere ich einmal aus, das hatte mich wirklich überrascht und ich hatte es nur bemerkt, weil es auf einmal da war.
Die Sicht war trotz einiger Wolken hervorragend.
Am Morgen gesellten sich zu Venus, Mars und Jupiter auch noch der Mond und Merkur. Gerade noch rechtzeitig klarte der Himmel auf und gab den Blick auf alle fünf frei, sodass man auch Merkur gerade noch erkennt (man muss allerdings wissen wo man suchen muss).
Während die Planeten den Himmel erklommen, erschien erneut ein ansehnliches Purpurlicht mit Dämmerungsstrahlen.
18:50

18:58

22:27

01:52 Die Andromedagalaxie war freisichtig sehr gut zu sehen

02:01 Orion steht über dem Westhorizont

02:23, Nordamerikanebel und weitere

02:47, Der schwache aber mit bloßem Auge erahnbare Gegenschein. Uranus steht mittendrin (mit Kreuz markiert), derzeit also in Opposition.

03:05, das Zodiakallicht wird langsam sichtbar. Wenn man beide Bilder vergleicht, kann man ahnen, wie das Zodiakallicht in den Gegenschein mündet.

04:08, Venus, Mars und Jupiter sind aufgegangen, verstecken sich allerdings hinter einigen Wolken, das Zodiakallicht wird immer heller

05:27, kurz bevor die Dämmerung beginnt

Selbst hier ist leider doch die Lichtverschmutzung zu groß, um allzu viel erkennen zu können. Das Zodiakallicht setzt sich etwa gerade durch das obere Drittel des Bildes fort.

Es folgte leider eine längere Bewölkungsepisode, die mich bangen ließ, ob das mit den Planeten und Mond klappen würde.
Zumindest die ersten drei waren durch Wolkenlücken noch zu sehen.
6:26

Dann die Lücke für Mond und Merkur gegen 06:50!

Und hier die ganze Versammlung, 07:00:

07:16, zwanzig Minuten vor Sonnenaufgang intensives Purpurlicht. Die beiden Flugzeuge links im Bild flogen auf 31000 und 32000ft, und waren noch nicht beleuchtet.

Nur vier Minuten Später flog eine Maschine auf 29000ft bereits im Sonnenlicht:

7:38, Sonnenaufgang mit schwachem grünen Strahl


7:50, Der Kieler Leuchtturm und die Stena im goldenen Licht der tiefstehenden Sonne
