Noch nie habe ich ein Nordlicht in nördlicher, östlicher, westlicher und bis ~15° (vom Horizont aus) südlicher Richtung gleichzeitig beobachten können.
Da bei meinem Haussee das Wetter eher nach bewölkt aussah, bin ich 40 km weiter nach Osten gefahren, wo es sternenklar sein sollte und auch war.
Etwas Dunst in der Luft und das nahe Städtchen "Bräcke" mit ziemlicher Lichtverschmutzung genau in östlicher Richtung konnten das Nordlicht nicht wirklich stören.
Los ging es zwar direkt nach Einbruch der Dämmerung mit Korona-haften Strukturen (1. Bild), diese waren aber nicht sehr hell.
Erst später ging es gegen 20°° Uhr so langsam zur Sache.
In der Zwischenpause (~22°° - 23.30 Uhr) zeigte sich das Nordlicht mit pulsierenden, grünen Koronen, bevor gegen Mitternacht der weit im Süden hängende Nordlichtbogen losbrach und die grün - rot/violetten Vorhänge hervorbrachte, die auch so gut von Deutschland aus zu sehen waren.
Alle Bilder in chronologischer Reihenfolge, alle mit dem Nikkor 14-24mm meist mit 14mm aufgenommen. Am besten mit einem Gläslein Nordlicht-rotem Rotwein in der Dunkelheit betrachen. Entschuldigt bitte die längere Ladezeit, aber ich glaube, es lohnt sich...







Wenn man sich mal die Bäume anschaut, erahnt man, welche gigantische Dimensionen diese Lichtszenerie am Himmel hatte...



















Zweimal Blick nach Süden (!):



Das Nordlicht überstrahlt die Lichtglocke von Bräcke mühelos...


Das letzte Bild, das bei "Bräcke" entstanden ist:

Zurück am Haussee mit Blick nach oben:


Dramatisches Ende einer einzigartigen Nacht:
